Streitkräftebasis

Bundeswehr hilft Landkreis Heinsberg bei Coronakrise

Bundeswehr hilft Landkreis Heinsberg bei Coronakrise

  • Coronavirus
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Nordrhein-Westfalen
Lesedauer:
2 MIN

Im Landkreis Heinsberg ist die in Deutschland herrschende Coronakrise sehr deutlich wahrnehmbar. Aus diesem Brennpunkt entwickelte sich schließlich einer der Hotspots. Die Bediensteten der dortigen drei Krankenhäuser arbeiten rund um die Uhr. Als die Schutzkleidung auszugehen droht, wendete sich der Kreis Heinsberg hilfesuchend an die Bundeswehr.

Soldat rangiert Palette auf einem LKW mit einem Hubwagen. Auf der Palette sind Hilfsgüter zur Bekämpfung der Coronakrise.

Stabsunteroffizier Patrick Hummer aus Rennerod hilft tatkräftig bei der Entladung der Hilfsgüter für den Landkreis Heinsberg. Die Bundeswehr unterstützt den Landkreis in der Coronakrise und liefert Schutzkleidung.

Bundeswehr/Rene Amende

Mit einem Hilfeleistungsantrag hatte sich der Landkreis Heinsberg am 19. März an die Bundeswehr gewandt, um einen drohenden Engpass von dringend benötigter Schutzbekleidung am Wochenende abzuwenden. Zur Unterstützung der gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen in der Coronakrise, die Ausbreitung der der Pandemie zu verlangsamen, wurde dem Hilfeleistungsantrag des Landkreises stattgegeben. Als Überbrückungsmaßnahme wurden dem Kreis Heinsberg kurzfristig 3.000 Spezial-Masken, 15.000 Mund-Nasenschutz und 8.000 Schutzkittel zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden auch zwei Intensivrespiratoren mitgeliefert.

Der Landrat Stephan Pusch spricht zur Situation in Heinsberg und bedankt sich bei der Bundeswehr für die Unterstützung.

Material aus weiten Teilen der Republik

Nach Eingang des Hilfeleistungsantrages im zur Streitkräftebasis gehörenden Landeskommando Nordrhein-Westfalen liefen dort alle Drähte heiß, um die Unterstützung sicherzustellen. Eine enge Verbindung bestand zum Kommando Sanitätsdienstliche Einrichtungen aus Weißenfels. Oberstleutnant Markus Pöppel half mit, das Material aus weiten Teilen der Republik zu beschaffen. Der Stabsoffizier des Kommandos Sanitätsdienstliche Einrichtungen erklärte, dass die Sanitätsversorgungs- und Instandsetzungszentren aus Quakenbrück, Pfungstadt und Blankenburg, die Apotheke des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg sowie das Sanitätsregiment 2 in Rennerod beauftragt wurden, das benötigte Material bereitzustellen.

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Soldat und zwei zivile Personen mit einer großen grünen Kiste der Bundeswehr, die gerade vom LKW entladen wurde.

Neben der Schutzkleidung gehören auch zwei Respiratoren zur Lieferung der Bundeswehr. Die Intensivrespiratoren sind Beatmungsgeräte für besonders stark erkrankte Patienten.

Bundeswehr/Rene Amende
Menschen mit Kameras blicken in beladenen LKW, in dem eine Soldatin und ein Soldat Material für die Entladung vorbereiten.

Auch die Presse zeigte reges Interesse an den Hilfsmaßnahmen der Bundeswehr im Landkreis Heinsberg. Die Journalisten interessierten sich für das, was die Bundeswehr in der Coronakrise als Unterstützung anbieten kann.

Bundeswehr/Rene Amende
Zivil gekleideter Mann nimmt von einem Soldaten ein Paket entgegen.

Auch Landrat Stephan Pusch hilft tatkräftig bei der Entladung des gelieferten Materials. Er dankte der Truppe für das Engagement in dieser schwierigen Zeit.

Bundeswehr/Rene Amende
Soldat reicht einen Stapel Pakete von der Ladefläche eines LKWs an eine zivile Person.

Alle helfen mit bei der Entladung des LKWLastkraftwagen der Bundeswehr. Das gelieferte Material hilft dem Personal und den Patienten der drei örtlichen Krankenhäuser über die nächsten Tage.

Bundeswehr/Rene Amende
Eine Soldatin steht mit vier Kameraden vor dem entladenen Material.

Das Team der Bundeswehr bei den letzten Handgriffen nach der Entladung der Schutzausrüstung und der Beatmungsgeräte. Die Kameradin und ihre Kameraden haben ihren Auftrag erfüllt.

Bundeswehr/Rene Amende

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Hilfe von hochmotivierten Soldatinnen und Soldaten

Wie bei einem Sternmarsch leiteten die angefragten Dienststellen ihr Material nach Rennerod im Westerwald. Dort wurde es durch das Sanitätsregiment 2 zusammengestellt, nach Erkelenz transportiert und dort am Morgen des 22. März dem Krisenstab Heinsberg übergeben. Mit der Übergabe des dringend benötigten Materials konnte die Versorgung sowie der Schutz von Patienten und Bediensteten über das Wochenende hinaus sichergestellt werden. Hauptmann Gabriele Kleinknecht ist beim Sanitätsregiment 2 für die Bekämpfung der Corona-Pandemie dicht in das dortige Organisationsteam eingebunden. Sie berichtet, dass hochmotivierte Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar am Wochenende das Material verpackten und für den Transport vorbereiteten. Nicht ohne Stolz teilte sie auch mit, „dass die beiden Beatmungsgeräte von uns kommen.“

Kapazität der Krankenhäuser am Limit

Drei Soldaten und zwei zivile Personen stehen in einer Halle bei einer Besprechung zusammen.

Die ganze Zeit aktiv dabei: Der Leiter Krisenstabes in Heinsberg Phillipp Schneider (3. von rechts) und der Landrat Stephan Pusch (2. von rechts) bei der Besprechung mit den Soldaten der Bundeswehr.

Bundeswehr/Rene Amende

Philipp Schneider ist der Leiter des Krisenstabes im Landkreis Heinsberg und stellt die Herausforderungen dar, die ihn tagtäglich beschäftigen. „Wir hatten keine Chance, uns auf so etwas vorzubereiten, unsere Krankenhäuser sind am Limit!“ Die Unterstützung durch die Bundeswehr kommt zur rechten Zeit. „Nur mit Hilfe der Bundeswehr können wir jetzt die Durststrecke bei der Versorgung überwinden!“ Koordiniert, organisiert und durchgeführt werden die Hilfsmaßnahmen der Bundeswehr in der Coronakrise durch die Streitkräftebasis. Auch der Landrat im Kreis Heinsberg Stephan Pusch war während der Übergabe des Materials die ganze Zeit zugegen und packte persönlich mit an. Abschließend dankte er der Bundeswehr für die Unterstützung in dieser schwierigen Zeit und fasste zusammen: „Wenn es für Heinsberg in der jetzigen Zeit überhaupt gute Tage gibt, dann war heute einer!“

von Stefan Heydt  E-Mail schreiben

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