Streitkräftebasis

Bundesweite Amtshilfe in der Corona-Krise

Bundesweite Amtshilfe in der Corona-Krise

  • Coronavirus
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Deutschland
Lesedauer:
1 MIN

Erstmals gibt es im gesamten Bundesgebiet flächendeckend Anträge auf Amtshilfe wegen der Corona-Pandemie. Verantwortlich für die Amtshilfe der Bundeswehr ist der Nationaler Territorialer Befehlshaber. Letzte Woche besuchte er die wichtigsten Dienststellen, die für die Koordinierung der Hilfeleistungen zuständig sind.

Das gab’s noch nie! Amtshilfe durch die Bundeswehr kennt man ja bereits bei verschiedenen Katastrophenschutz-Einsätzen. Ob es beim Hochwasser, bei Waldbränden oder beim Schnee-Chaos ist - die Bundeswehr hat Behörden und Hilfskräfte vor Ort schon immer tatkräftig unterstützt, wenn diese überlastet waren. Doch dass es im gesamten Bundesgebiet flächendeckend Anträge auf Amtshilfe gibt, das ist durch die Corona-Pandemie neu. Verantwortlich für die Amtshilfe der Bundeswehr ist der Inspekteur der Streitkräftebasis in seiner Funktion als Nationaler Territorialer Befehlshaber. Um sich einen Überblick zur Gesamtlage zu machen, reiste er letzte Woche zu den wichtigsten Dienststellen, die für die Koordinierung der Hilfeleistungen zuständig sind.

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  • Zwei Soldaten stehen vor einem Gebäude und sprechen über Amtshilfe.
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    Tag 1 - Im Süden

    Es ist der Dienstag nach Ostern. Morgens um 6.00 Uhr startet Generalleutnant Martin Schelleis in seinem „Büro auf Rädern“ Richtung Süden nach Bayern. Er reist im Kleintransporter mit eingebautem Schreibtisch, denn die Büroarbeit bleibt auch auf einer Dienstreise nicht liegen. Zunächst geht es zum Regionalen Führungsstab Süd nach Veitshöchheim, der durch die 10. Panzerdivision des Heeres aufgestellt wurde. Hier wird er vom Kommandeur, Generalmajor Harald Gante, empfangen und erhält ein Briefing zur aktuellen Corona-Lage. Der Regionale Führungsstab Süd ist zuständig für die Amtshilfe in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und das Saarland - entsprechend viel Input gibt es während des Termins. Auf dem Rückweg nach Bonn besucht der General die beiden Landeskommandos in Mainz und Wiesbaden um sich auch dort ein persönliches Bild vor Ort zu verschaffen.

  • Drei Soldaten in einem Raum bei einer Besprechung an mehreren Lagekarten.
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    Tag 2 - Der Westen

    Auch am Mittwoch beginnt die Tour um 6.00 Uhr auf der Bonner Hardthöhe. Heute geht die Reise zunächst nach Oldenburg zur 1. Panzerdivision des Heeres. Diese organisiert als Regionaler Führungsstab West die Hilfeleistungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Die Termine laufen meist sehr ähnlich ab: General Schelleis wird vom Kommandeur in Empfang genommen und nach einem kurzen Office Call folgt ein Briefing im Corona Lagezentrum. Thematisiert werden die Anträge auf Amtshilfe, die einzelnen Hilfeleistungen vor Ort und die Entwicklung der Lage. Im Anschluss geht es weiter zum Landeskommando (LKdoLandeskommando) nach Bremen, doch der geplante Besuch beim LKdoLandeskommando Niedersachsen in Hannover musste abgesagt werden, da der Nationale Territoriale Befehlshaber General Schelleis für einen kurzfristigen Termin mit der Verteidigungsministerin zurück nach Bonn muss.

  • Ein Soldat steht vor einem Flugzeug der Luftwaffe
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    Tag 3 - Der Osten

    Diesmal geht es wieder von Bonn aus quer durch die Republik über das LKdoLandeskommando in Potsdam weiter nach Berlin-Gatow. Hier hat das Kommando Luftwaffe den Regionalen Führungsstab Ost aufgebaut, der für Berlin und Brandenburg in der Corona-Krise zuständig ist. Am frühen Nachmittag erfolgt die Abreise zum Kommando Territoriale Aufgaben (KdoTerrAufgBw) nach Berlin-Wedding. Hier wird Generalleutnant Martin Schelleis, zunächst vom Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, zu einer Besprechung empfangen, bevor er dann die Operationszentrale (OPZ) im KdoTerrAufgBw betritt. Diese OPZ ist das Herzstück der Hilfeleistungen der Bundeswehr, auch für die aktuellen Amtshilfeersuchen in der Coronakrise. Da hier alle Fäden zusammenlaufen, nimmt sich Generalleutnant Schelleis viel Zeit um sich ein genaues Bild zu machen bis der Besuch nach einem langen Tag schließlich am späten Abend endet.

  • Mehrere Soldaten sitzen bei einer Besprechung in einem Raum.
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    Tag 4 - Im Norden

    Am letzten Tag ging es von Berlin aus weiter nach Rostock zum Hauptsitz des Marinekommandos, das den Regionalen Führungsstab Nord aufgebaut hat. Dieser ist zuständig für die Koordination der Unterstützungsleistungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Empfangen wurde der Nationale Territoriale Befehlshaber vom Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. Grundlegende Erkenntnis der bisherigen Besuche ist, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Bereichen sehr professionell funktioniert. Gegen Mittag folgte ein Besuch beim LKdoLandeskommando Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, wo unter anderem eine Telefonkonferenz mit dem Innenminister Lorenz Caffier stattfand. Die letzte Station der spannenden Woche führte Generalleutnant Schelleis zum LKdoLandeskommando in Hamburg. Mit den Eindrücken der Woche trat Schelleis schließlich die Rückreise an. Mit der Gewissheit, eine hochmotivierte Tuppe an seiner Seite zu haben, die für die Herausforderungen gut aufgestellt sei, fasste Schelleis zusammen: „Wir sind bereit!“

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