Streitkräftebasis

Corona-Pandemie: Landeskommando koordiniert Amtshilfe

Corona-Pandemie: Landeskommando koordiniert Amtshilfe

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Datum:
Ort:
Magdeburg
Lesedauer:
2 MIN

Das Lagezentrum des Landeskommandos Sachsen-Anhalt koordiniert die Amtshilfe der Bundeswehr im Bundesland in der Corona-Pandemie.

Corona-Pandemie: Ein Soldat telefoniert.

Stabsfeldwebel Thomas Dippe ist im Lagezentrum des Landeskommandos Sachsen-Anhalt während der Corona-Pandemie eingesetzt. Mit seinen Kameradinnen und Kameraden bearbeitet er die eingehenden Amtshilfeanträge während der Corona-Pandemie.

Bundeswehr/Anja Klein

Im Landeskommando Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Corona-Pandemie über 100 Amtshilfeanträge eingegangen. Gestellt wurden diese durch das Bundesland Sachsen-Anhalt, konkret durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, sowie durch die betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte. Insgesamt werden derzeit über 20 gestellte Amtshilfeanträge durch die Bundeswehr umgesetzt.

Im Lagezentrum, dem Herzstück des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, gehen zunächst alle Amtshilfeanträge der zivilen Seite ein. Hier werden sie von den Kameradinnen und Kameraden bearbeitet, bewertet und zur Entscheidung an das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin weitergeleitet. Der Streitkräftebasis, zu der beide Dienststellen gehören, kommt daher im Kampf gegen COVID-19Coronavirus Disease 2019 eine zentrale Bedeutung innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu.

In diesem Zusammenhang arbeitet das Lagezentrum auch eng mit den Bezirks- und Kreisverbindungskommandos zusammen, die ausschließlich mit Reservistinnen und Reservisten besetzt sind. Als „militärischer Berater vor Ort“ stehen die BVKBezirksverbindungskommando/KVKKreisverbindungskommando in engem Kontakt zu den Krisenstäben der 14 Landkreise und kreisfreien Städte.

Bundeswehr kämpft Seite an Seite mit zivilen Partnern

Zwei Soldaten im Gespräch miteinander.

Oberstleutnant Marco Wahsner informiert den Chef des Stabes, Oberstleutnant Michael Breuer, über aktuelle Amtshilfeanträge. Regelmäßige Lagebesprechungen sind für die Bewertung der aktuellen Situation in der Corona-Pandemie unerlässlich.

Bundeswehr/Anja Klein

„Die Bundeswehr unterstützt die kommunalen Behörden und Hilfsorganisationen in dieser schwierigen und herausfordernden Lage. Wir kämpfen Seite an Seite mit unseren zivilen Partnern“, betonte der stellvertretende Kommandeur und Chef des Stabes des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberstleutnant Michael Breuer.

Egal ob per Telefon oder per Email - die im Lagezentrum eingesetzten Soldatinnen und Soldaten widmen sich hoch konzentriert und mit viel Engagement ihrer Aufgabe. Sie fungieren nicht nur als militärischer Ansprechpartner für die zivilen Stellen, sondern auch als unerlässliches Bindeglied zu den in der Amtshilfe eingesetzten Kameradinnen und Kameraden. Zurzeit sind rund 240 Soldatinnen und Soldaten aus dem Sanitätsregiment 1 in Weißenfels, aus dem Panzerpionierbataillon 803 in Havelberg und aus dem Logistikbataillon 171 in Burg im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktiv.

Dabei greift die Bundeswehr sowohl auf medizinisches Fachpersonal als auch auf die sogenannten „Helfende Hände“ zurück. Als „Helfende Hände“ werden die Kameradinnen und Kameraden, unabhängig ihrer Ausbildung, überall dort eingesetzt, wo Hilfe gebraucht wird. Sie übernehmen zum Beispiel administrative Aufgaben bei der Kontaktnachverfolgung in Gesundheitsämtern oder helfen in Alten- und Pflegeheimen bei der Essens- und Getränkeausgabe, begleiteten die Bewohner auf Spaziergängen oder fungieren einfach als Seelentröster.

Seit dem 11. Januar 2021 sind die „Helfenden Hände“ auch in verschiedenen Impfzentren des Bundeslandes eingesetzt. Zudem steht ein Arzttrupp mit einem Bundeswehr-Arzt und 2 Sanitätssoldaten als mobiles Impfteam zur Verfügung.„Wir helfen weiterhin dort, wo wir gebraucht werden“, betonte Oberstleutnant Breuer. „Das Lagezentrum des Landeskommandos Sachsen-Anhalt ist bereit.“


von Franziska Meyer  E-Mail schreiben

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