Streitkräftebasis

COVID-19: 15.000 Soldaten der Bundeswehr helfen in der Krise

COVID-19: 15.000 Soldaten der Bundeswehr helfen in der Krise

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In der aktuellen Situation unterstützt die Bundeswehr die zuständigen Behörden im Kampf gegen die Auswirkungen des Corona-Virus. Dabei reicht das Spektrum von personeller Unterstützung über das Einbringen fachlicher Expertise im Sanitätswesen, bis hin zum Transport intensivpflichtiger Patienten aus dem Ausland.

Szene eines Versuchs im Labor

Die Bundeswehr hilft den Behörden in der Bekämpfung von COVID-19Coronavirus Disease 2019. Gefragt sind unter anderem auch die Laborkapazitäten.

Bundeswehr/Patrick Grüterich

Bisher lagen der Truppe etwa 250 Unterstützungsanfragen aus allen Bundesländern vor. So unterschiedlich sich die Lage dort jeweils darstellt, so vielfältig sind die Anfragen. Das Spektrum ist breit gefächert. An erster Stelle geht es wohl um die Beschaffung oder Bereitstellung von medizinischem Gerät. Gefragt sind auch die Laborkapazitäten der Bundeswehr, Schutzkleidung oder auch Lagerflächen. Gebraucht werden in den betroffenen Gebieten viele helfende Hände, sei es für die Unterstützung des Einkaufs für Bedürftige oder im Betrieb von Teststationen.

Die Streitkräftebasis koordiniert

Zwei Soldaten in einem Lager hantieren mit Paketen

Medizinisches Material und Medikamente lagern in den Depots der Bundeswehr. Auf Antrag der Behörden kann die Bundeswehr dieses bereitstellen

Bundeswehr/Patrick Grüterich

Aktuell sind etwa 70 Hilfeleistungen gebilligt, von denen die meisten bereits durchgeführt oder gar abgeschlossen wurden. Voraussetzung für die Hilfeleistungen der Bundeswehr sind die Anforderungen der zuständigen Behörden. Liegen diese vor, koordiniert die Streitkräftebasis diese Amtshilfe. Der Inspekteur dieses zweitgrößten Organisationsbereiches der Bundeswehr, Generalleutnant Martin Schelleis, arbeitet dann in seiner Eigenschaft als Nationaler Territorialer Befehlshaber eng mit allen Teilstreitkräften und unterschiedlichen Bereichen der Bundeswehr zusammen. Er führt alle Kräfte, die auf Ersuchen abgestellt sind und noch werden. Die Streitkräftebasis ist dabei, vier regionale Führungsstellen einzurichten, um schnell und verzugslos zu helfen. In wenigen Tagen schon werden diese einsatzbereit sein. Die Verantwortlichen sind bestrebt, alle Unterstützungsersuchen der zuständigen Behörden zu erfüllen, solange die geeigneten Frauen und Männer sowie das Gerät und Material dafür verfügbar sind. Insgesamt werden künftig 15.000 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt.

Fähigkeiten vorhanden

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Soldaten räumen Schneemassen von einem Dach

Während der Winterhilfe 2019 kam die Bundeswehr ebenfalls zum Unterstützungseinsatz. Seinerzeit halfen die Soldatinnen und Soldaten das Ausmaß der Katastrophe zu lindern.

Bundeswehr
Ein Stapler in einer Lagerhalle mit einer Palette

In der Pandemie-Krise rund um COVID-19Coronavirus Disease 2019 sind die logistischen Fähigkeiten der Bundeswehr eine wertvolle Ressource. 15.000 Soldatinnen und Soldaten helfen ab sofort bei unterschiedlichsten Hilfeersuchen der Behörden.

Bundeswehr/Andrea Bienert
Ein Bundeswehr-LKW auf der Landstraße

Denkbare Hilfeleistung: Die Bundeswehr verfügt über wertvollen Transportraum. Angefordertes Material wird an Ort und Stelle verbracht.

Bundeswehr/Marco Dorow
Portraitfoto

Führt den Hilfseinsatz der Bundeswehr als Nationaler Territorialer Befehlshaber: Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis.

Bundeswehr/Marco Dorow

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Vergleichbar sind die derzeitigen Hilfeleistungen mit der Unterstützung der Bundeswehr beim Hochwasser im Jahre 2002 oder etwa der Schneekatastrophe in Bayern Anfang des vergangenen Jahres. Die Streitkräftebasis schafft, neben der Erfüllung ihrer Kernaufgaben innerhalb der Bundeswehr, eine Bereitschaft für Hilfeleistungen im gesamten Bundesgebiet.
In der aktuellen Lage steht unter anderem die Verteilung von Material aus den Depots oder von Firmen auf der Agenda. Die Streitkräftebasis plant, wo immer erforderlich, die Einrichtung und das Betreiben von Umschlag- und Verteilerpunkten für Material. Dazu werden viele verschiedene Fähigkeiten der Bundeswehr gebraucht und zum Einsatz gebracht.

Flexibel bleiben

Alle Hilfeleistungen werden durchhaltefähig ausgeplant und auch so, dass man jederzeit auf eine Verschärfung der Lage reagieren kann. Es wird einen Plan der Behörden in Abstimmung mit dem Nationaler Territorialer Befehlshaber geben. Insbesondere hat man dabei die Fähigkeit zum Aufwuchs der Unterstützungskräfte und gegebenenfalls eine Anpassung der Führungsstrukturen im Auge.

von Ralf Wilke  E-Mail schreiben

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