Streitkräftebasis

Glück auf dem Postweg: Feldpost zu Weihnachten

Glück auf dem Postweg: Feldpost zu Weihnachten

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  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Deutschland
Lesedauer:
3 MIN

Es gibt wohl kaum etwas Schöneres und Motivierenderes für die Soldatinnen und Soldaten als einen Gruß der Liebsten aus der Heimat. Zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, ist ein Brief, ein Päckchen oder ein Paket besonders wichtig für unsere Angehörigen im Einsatz. Damit die Sendungen rechtzeitig im Einsatzland ankommen, gibt es im Folgenden einige Hinweise zur Feldpost.

Eine Fahne mit Posthorn und der Aufschrift ‚Feldpost‘ sowie ‚Bundeswehr‘ vor blauem Himmel

Die Feldpost bringt ein kleines Stückchen Heimat in die Ferne, so wie hier in Mazar-i Sharif in Afghanistan

Bundeswehr/Johanna Hagn

Die Feldpost – einfach unbezahlbar

Eine Feldpostkarte wird gestempelt

Flagge zeigen: Das Feldpostamt präsentierte sich am Tag der Bundeswehr 2016 in der Universität der Bundeswehr München

Bundeswehr/Jörg Koch

In der heutigen Zeit mit ihrer Dominanz der digitalen Medien sind handgeschriebene Briefe ein rares Gut. Weit weg von der Heimat ist es ein ganz besonderes Gefühl für unsere Soldatinnen und Soldaten, eine Botschaft von der Familie in den Händen zu halten. Tausende Kilometer entfernt am Feldpostamt zu warten und schließlich einen Brief oder ein Päckchen von den Liebsten zu erhalten ist einfach unbezahlbar. Doch auch für die Familie zu Hause ist dieser postalische Austausch von großer Bedeutung. Einen Weihnachtsgruß der Tochter, des Sohnes, der Mama oder des Papas aus dem Einsatz zu erhalten ist für die zu Hause Gebliebenen ein unbeschreibliches Gefühl. Die Feldpost ist immer noch die wichtigste und persönlichste Verbindung nach Hause.

Wie kommt die Post rechtzeitig in den Einsatz?

Ein Soldat wirft eine Feldpostkarte in einen Briefkasten

Sendungen, die bis spätestens 02.12.2020 abgegeben werden, erreichen ihr Ziel definitiv pünktlich

Bundeswehr/Fritz Kopetzky

Um zu gewährleisten, dass die Postsendung rechtzeitig ihren Empfänger erreicht, muss sie beim Postamt in der Heimat beziehungsweise beim Feldpostamt im Einsatzgebiet bis spätestens 02.12.2020 abgegeben werden. Für Postsendungen, die nach diesem Zeitpunkt aufgegeben werden, kann eine fristgerechte Zustellung bis zum 24.12.2020 nicht garantiert werden.

Das Porto entspricht der Inlandsgebühr vom Absender bis zur Feldpostleitstelle in Darmstadt. Dort übergibt die Deutsche Post Briefe, Postkarten, Pakete und Päckchen an die Feldpostorganisation der Bundeswehr. Diese sorgt dafür, dass die Sendung unverzüglich und unversehrt beim Empfänger im Einsatzland ankommt.

Damit die Sendung sicher ankommt, muss sie mit folgender Adresse versehen werden:

Dienstgrad Vor- und Nachname des Empfängers
Truppenteil oder Einheit (Beispiel: Public Affairs Officer)
Länderkürzel* (Beispiel: MLI)
– Über Feldpost –
64298 Darmstadt

Was darf in den Einsatz verschickt werden?

Eine große Lagerhalle mit vielen Paketen und Kisten, dazwischen arbeiten Soldaten

Zu Weihnachten ist das Aufkommen besonders hoch: Materialdepot Süd der Feldpostleitstelle in Pfungstadt in Hessen

Bundeswehr/Jonas Weber

Ob Gummibärchen, das Lieblingsduschbad oder ein Törtchen zum Geburtstag – grundsätzlich ist fast alles möglich. Einige Dinge dürfen jedoch nicht verschickt werden, wobei das von Einsatzland zu Einsatzland verschieden ist. Der Versand von alkoholischen Getränken in Feldpostsendungen ist generell untersagt. Das betrifft sowohl private Sendungen als auch Bestellungen bei gewerblichen Anbietern.

Grundsätzlich muss man beim Verschicken von Päckchen und Paketen die gültigen Zollbestimmungen einhalten. Weitere Erläuterungen und Hinweise zur Postversorgung in den Einsatzländern erhalten Sie in den jeweiligen Feldpostmerkblättern. Diese sind auf der Homepage der Bundeswehr unter „Feldpost“ in der aktuellen Version zu finden.

Hand in Hand: die Feldpost und die Deutsche Post AG

Ein Feldpostsoldat stempelt einen Brief

Die Deutsche Post AG kann über 400 Reservistendienst Leistende für die Feldposttruppe stellen

Bundeswehr/Falk Bärwald

Um die Versorgung zwischen Heimat und Einsatzland sicherzustellen, arbeiten die Bundeswehr und die Deutsche Post Hand in Hand. Speziell ausgebildete Reservisten der Bundeswehr, die im Zivilberuf Postangestellte sein müssen, machen Wehrübungen im In- und Ausland. Ausgebildet beziehungsweise auf den Einsatz vorbereitet werden sie dafür in der Feldpostleitstelle in Darmstadt.

Die Reservisten werden für die Zeit des Auslandseinsatzes einem Logistikbataillon der Streitkräftebasis zugeordnet. Die Post kann für die Feldposttruppe über 400 Reservistendienst Leistende stellen, die grundsätzlich vier Monate für die Bundeswehr freigestellt sind. Ansonsten werden die Feldpoststellen von Soldatinnen und Soldaten in Nebenfunktion geführt.

Zur Weihnachtszeit werden zusätzliche Feldpostsoldaten eingesetzt. Allein in dieser Zeit müssen rund 15.000 Briefe und 30.000 Pakete in die Einsatzgebiete gelangen und 20.000 Briefe und Postkarten aus den Einsätzen nach Deutschland. Das Feldpostaufkommen im Jahr 2019 war mit dem einer Kleinstadt vergleichbar. Rund 80.000 Briefe, 120.000 Pakete und 10.000 Päckchen machten sich auf die Reise und machten einen lieben Angehörigen sehr glücklich.


von Tilo Witt  E-Mail schreiben

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