Streitkräftebasis
Militärische Ausbildung

Heuberger Ausbildungstage

Heuberger Ausbildungstage

  • Reserve
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Stetten am kalten Markt
Lesedauer:
2 MIN

Brandbekämpfung, Aufspüren von Sprengfallen und Abseilen vom Feuerwehrturm – all das waren Ausbildungspunkte, die bei den Heuberger Ausbildungstage vom 8. bis 10. Juli in Stetten am kalten Markt geübt wurden. Insgesamt 50 Reservistinnen und Reservisten aus ganz Baden-Württemberg reisten an, um das zweitägige Ausbildungsprogramm zu absolvieren.

Soldat löscht brennendes Bundeswehrfahrzeug mit Schlauch.

Simulierte Lage: Ein Panzer wurde angesprengt und muss von dem Kameraden gelöscht werden

Bundeswehr/Lajya Kumar

Ziel des vielfältigen Ausbildungsprogrammes war die Auffrischung und Erneuerung von bereits erworbenen Fähigkeiten. Deshalb war das Übungsangebot umfangreich: Insgesamt sechs Stationen mussten die Teilnehmenden durchlaufen. Hier waren nicht nur allgemeine soldatische Grundfähigkeiten gefragt, sondern auch körperliche Fitness, Mut und Kameradschaft. Nach dem Abschluss jeder Station erfolgte eine Nachbesprechung, um eventuelle Mängel mit Blick auf die Zukunft abstellen zu können.

Station 1: Gefechtsschießen

An dieser Station mussten die Teilnehmenden in einer simulierten Situation feindliche Truppen aus verschiedenen Entfernungen bekämpfen. Geschossen wurde mit dem Gewehr (G 36), dem Maschinengewehr (MG 3) sowie der Granatpistole.

Station 2: Patrouille mit KfzKraftfahrzeug

Vom Startpunkt aus mussten die Reservistinnen und Reservisten ihr Ziel erreichen. Dabei mussten unterwegs einzelne Punkte angefahren und gemeldet werden. Aber Achtung: Wie reagiert man bei einem Hinterhalt und was muss man tun, wenn versteckte Munition für plötzliche Komplikationen sorgt?

Soldat schießt mit Waffe.

Geschossen wurde mit dem Gewehr (G 36), dem Maschinengewehr (MG 3) sowie der Granatpistole

Bundeswehr/Lajya Kumar
Ein Soldat steht vor einer Gruppe anderer Soldaten und spricht

Nach jeder Station wurde eine Nachbesprechung durchgeführt, um eventuelle Mängel abstellen zu können

Bundeswehr/Lajya Kumar

Herausforderungen gemeinsam gemeistert

Station 3: Abseilen im urbanen Gelände

An dieser Station mussten die Kameradinnen und Kameraden nicht nur ihre Höhenangst bezwingen, sondern auch schwindelfrei sein. Doch bevor sie sich aus 15 Meter Höhe vom Feuerwehrturm abseilen durften, erfolgten die Einweisung in die richtige Trageweise des Gurtes und einige Trockenübungen.

Station 4: Brandbekämpfung

Ein Panzer wurde angesprengt und ist in Brand geraten. Ein Kamerad befindet sich noch im Fahrzeug. Hier mussten die Teilnehmenden nicht nur kräftig Löschmittel pumpen, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen, sondern auch ihr Teamwork unter Beweis stellen. Auch das Löschen mittels Löschdecke bei Personenschaden stand auf dem Programm.

Station 5: Erste Hilfe bei zivilem Verkehrsunfall

Zwei Autos sind ineinander geprallt. Die Insassen sind teilweise schwer verwundetet oder stehen unter Schock. Die Teilnehmenden mussten Erste Hilfe leisten, Blutungen am Bein und Kopf stillen und zeigen, dass sie im Notfall in der Lage sind eine Person zu reanimieren.

Station 6: Improvised Explosive Device (IEDImprovised Explosive Device)

Angriffe mit behelfsmäßigen Spreng- und Brandvorrichtungen gelten als bevorzugte Vorgehensweise von Terroristen und Rebellen, gerade in Einsatzgebieten. Daher ist es besonders wichtig diese versteckten Sprengmittel aufzuspüren, zu markieren und zu melden. So erhielten die Teilnehmenden auch Aus- und Weiterbildungen im Bereich Counter-IEDImprovised Explosive Device.

Soldat seilt sich von einem Turm ab.

Beim Abseilen vom Feuerwehrturm kommt es auf die richtige Haltung an

Bundeswehr/Pia Schöpf
Soldaten üben die Reanimation an einer Puppe.

Bei einem zivilen Verkehrsunfall müssen die Kameradinnen und Kameraden Erste Hilfe leisten. Hier üben sie die Reanimation an einer Puppe.

Bundeswehr/Lajya Kumar

Übung macht den Meister

Die Heuberger Ausbildungstage finden in der Regel einmal im Jahr statt. Sie gehören neben dem internationalen Schießwettbewerb und dem Infanterietag zu den drei Landesveranstaltungen in Baden-Württemberg. Dies bedeutet, dass Reservistinnen und Reservisten aus dem gesamten Bundesland teilnehmen können. Die Federführung liegt dabei beim Landeskommando Baden-Württemberg – in diesem Jahr mit Unterstützung durch die Kreisgruppe Neckar-Alb und Schwarzwald-Baar-Heuberg. Auch aktive Angehörige einzelner Dienststellen in Stetten am kalten Markt, wie das Artilleriebataillon 295, die Truppenübungsplatz Kommandantur Heuberg oder die Bundesfeuerwehr, unterstützten als Funktionspersonal. Als zivile Statistinnen und Statisten agierten Mitglieder des DRKDeutsches Rotes Kreuz-Ortsverband Heuberg-Donautal.

von Pia Schöpf  E-Mail schreiben

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