Streitkräftebasis

IT-Spezialisten bei der Amtshilfe im Gesundheitsamt

IT-Spezialisten bei der Amtshilfe im Gesundheitsamt

  • Coronavirus
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Storkow
Lesedauer:
2 MIN

Seit dem 28. April leisten Soldatinnen und Soldaten der 3. Kompanie des Informationstechnikbataillon 381 aus Storkow (Mark) in der Amtshilfe ihren Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Sie unterstützen Gesundheitsämter in Beeskow, Seelow, Cottbus und Königs Wusterhausen bei der Nachverfolgung der Infektionsketten und dem Kontaktmanagement.

Soldat und Zivilistin arbeiten am Computer in einem Gesundheitsamt

Unterstützung bei der Nachverfolgung von Infektionsketten

Bundeswehr/Jane Schmidt

Die Gesundheitsämter in Beeskow, Seelow, Cottbus und Königs Wusterhausen sind zum neuen Dienstort für einige Soldaten der Bundeswehr geworden. Anstelle ihrer eigentlichen Tätigkeit als ITInformationstechnik-Spezialisten in der Truppe führen sie nun Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern, die einen möglichen COVID-19Coronavirus Disease 2019 Kontakt hatten. Sie leisten damit Amtshilfe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ämter bei der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten und dem Kontaktmanagement mit den Personen, die sich in einer angeordneten Quarantäne befinden.

Kontaktmanagement und Betreuung

Portrait eines Soldaten beim Telefonieren in einem Büro

Hauptfeldwebel Erik Bieler ist im „echten Leben“ Netzwerkadministrator

Bundeswehr/Jane Schmidt

Zuletzt besuchte der stellvertretende Kommandeur des Informationstechnikbataillon 381 Oberstleutnant Henn seine Soldaten im Gesundheitsamt Beeskow: „Es ist schön zu sehen, wie meine Soldaten hier aufgenommen wurden. Noch viel wichtiger ist aber, zu merken, wie sehr sie hier gebraucht werden.“ Hauptfeldwebel Erik Bieler ist eigentlich Netzwerkadministrator; hier führt er vor Ort ein fünfköpfiges Team und ist primär für das Kontaktmanagement zuständig. Täglich führen die Soldatinnen und Soldaten Telefonate mit den aktuell 143 in Quarantäne befindlichen Personen in ihrem Zuständigkeitsbereich Landkreis Oder-Spree. Sie erkundigen sich nach dem Befinden, aber erinnern auch an die Pflichten, wie das Einhalten der Quarantänemaßnahmen und das Führen eines Symptomtagesbuches. Mindestens genauso wichtig ist die seelsorgerliche Betreuung durch das Gesundheitsamt. Die Bürgerinnen und Bürger haben begründete Ängste, Sorgen und Nöte.

Empathie gefragt

Soldat mit Mundschutz am Schreibtisch sitzend diskutiert gestikulierend mit einem anderen Soldaten

Hauptfeldwebel Bieler führt vor Ort ein fünfköpfiges Team

Bundeswehr/Jane Schmidt

Viele der eingesetzten Soldaten haben bereits in einem Auslandseinsatz gedient und wissen genau, wie es ist, von seinem gewohnten sozialen Umfeld getrennt zu sein – sich zum Beispiel Einkäufe von der Familie schicken zu lassen. Vor allem kennen sie das sehnsüchtige Warten auf das Ende dieser besonderen Situation. Genau diese Einsatzerfahrung ermöglicht es den Soldaten, auch ohne spezielle Schulung besonders empathisch mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern umzugehen. Die Auswirkungen von Corona werden alle jedoch noch auf ungewisse Zeit begleiten. In diesen besonderen Zeiten wird deutlich, dass „Wir. Dienen. Deutschland.“ nicht einfach nur ein Slogan ist, sondern das Selbstverständnis der Soldatinnen und Soldaten und zivilen Angehörigen ein fest verankerter Bestandteil der deutschen Gesellschaft.

von David Schulze  E-Mail schreiben

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