Streitkräftebasis
Mobiler Gefechtsstand

Logistikregiment 1 testet seinen beweglichen Gefechtstand

Logistikregiment 1 testet seinen beweglichen Gefechtstand

  • NATO Response Force
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Burg
Lesedauer:
2 MIN

Das Logistikregiment 1 führte mit dem Initial Command Element eine Verlege- und Aufbauübung durch, um die Einsatzbereitschaft des beweglichen Gefechtsstands auf „Herz und Nieren“ zu testen.

Zwei Fahrzeuge stehen vor einem getarnten Gefechtstand.

Das aufgebaute Initial Command Element. Unter Tarnnetzen ist der bewegliche Gefechtsstand besonders aus der Luft schlecht zu entdecken.

Bundeswehr/Mathias Ludwig

Das Logistikregiment 1 ist sowohl Truppensteller als auch Leitverband für den Stab und die Stabs-/Versorgungskompanie des Unterstützungsverbandes NRFNATO Response Force 2022-24. Der Auftrag: Die Kräfte der VJTFVery High Readiness Joint Task Force und der NATO Response Force unterstützen, wenn sie eingesetzt werden. Im Falle einer Aktivierung ist der Kommandeur des Logistikregiments 1, Oberstleutnant Roland Bögel, für circa 2.600 Soldatinnen und Soldaten verantwortlich. Die Führung des Unterstützungsverbandes NRFNATO Response Force 2022-24 leistet ein Stab mit circa 110 Expertinnen und Experten. Dieser kann in drei Phasen aufwachsen. In Phase 1 kommt es vor allem auf das Herstellen einer raschen Führungsfähigkeit unmittelbar nach Eintreffen im Einsatzgebiet an. Dies Phase stellt die kleinste Einsatzmöglichkeit des Gefechtsstandes dar. Hierfür betreibt der Verband sein Initial Command Element. 

Das Initial Command Element

Drei mit Tarnnetzen überspannte Kommunikationsmittel.

Getarnte Elemente für die Funk- und ITInformationstechnik-Verbindungen des Gefechtstandes. Hierüber erfolgt im Gefecht die Kommunikation der Führung.

Bundeswehr/Mathias Ludwig

Das Initial Command Element ist ein beweglicher Gefechtsstand. Binnen zwei Stunden ist eine Anfangsbefähigung zur Führung der unterstellten Verbände möglich. Die volle Einsatzbereitschaft wird nach vier bis sechs Stunden erreicht. 13 Fahrzeuge und insgesamt 26 Soldatinnen sowie Soldaten bilden den Kern des Gefechtsstandes. Das Initial Command Element ermöglicht es, die logistische Unterstützung sowie die sanitätsdienstliche Rettungskette für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force (NATO-Speerspitze) oder die NRFNATO Response Force in den ersten 120 Stunden eines „Gefechts“ zu organisieren. 

Praktische Übung für den Einsatz

Ein Container mit Büromöbeln

Vollausgerüstetes Modul: so sieht der Gefechtsstand von innen aus.

Bundeswehr/Mathias Ludwig

Damit der Auftrag auch bei einem Einsatz erfüllt werden kann, hat das Logistikregiment 1 im Mai 2022 eine Verlege- und Aufbauübung unter Einsatzbedingungen durchgeführt. In einem ersten Schritt erkundete speziell ausgebildetes Personal das mögliche Einsatzgebiet. Denn für den Aufbau des Initial Command Element müssen besondere Anforderungen erfüllt sein: Dazu gehören insbesondere die Lage und die Beschaffenheit des Bodens an einem möglichen Aufbauort. 

Für die Verlege-Aufbauübung transportierten die Soldatinnen und Soldaten des Logistikregiments 1 ihre Fahrzeuge und ihr Material für den Gefechtsstand vom Heimatstandort Burg ins brandenburgische Beelitz. Am Ziel angekommen, wies der Erkundungstrupp die Aufbauplätze zu und die Kräfte bezogen ihre Verfügungsräume. Wie geplant standen alle Funk- und ITInformationstechnik-Verbindungen nach zwei Stunden zur Verfügung. Die Führung der unterstellten Verbände und Einheiten war ab diesem Zeitpunkt möglich. Nach weiteren vier Stunden war das Initial Command Element getarnt und dessen volle Arbeitsbereitschaft hergestellt. Das intensive Training im Vorfeld zahlte sich als aus.

Einsatz als beweglicher Gefechtsstand

Zwei Soldaten werden von Medienvertretern interviewt.

Der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Schelleis, wurde bei seinem Besuch auch von der Presse begleitet.

Bundeswehr/Mathias Ludwig

Das Initial Command Element bietet dem Kommandeur einen beweglichen Gefechtsstand – der Einsatzort kann also auch nochmal gewechselt werden. Auch das wurde beübt. So verlegte das Initial Command Element in der zweiten Übungswoche in die Nähe von Magdeburg. Auch beim zweiten Mal klappten Aufbau und Inbetriebnahme einwandfrei. Südlich der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts besuchte der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, das Initial Command Element. Schelleis zeigte sich beeindruckt von der Professionalität der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten und den unter Beweis gestellten Fähigkeiten. 

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