Streitkräftebasis
Kampf gegen Corona

Vater und Sohn im Einsatz

Vater und Sohn im Einsatz

  • Reserve
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Nordrhein-Westfalen
Lesedauer:
3 MIN

Wenn der Vater mit dem Sohne – Es hat schon seine Vorteile, wenn zwei Generationen als Reservisten der Streitkräftebasis in einem Kreisverbindungskommando zeitgleich aktiviert sind. Wie es ist, wenn Vater und Sohn zusammen im Einsatz sind.

Sohn Lars und Vater Uwe Laurien in lustiger Pose.

Abstecher ins Landeskommando: Lars (l.) ist der Sohn von Uwe Laurien. Beide sind in demselben Kreisverbindungskommando beordert.

Bundeswehr/Olaf Pieper

Zwei Generationen Reservisten, zeitgleich aktiviert, und zwar an einem Standort. Das hat Seltenheitswert. Kommt aber vor. Etwa im Kreisverbindungskommando Düren, wo Lars und Dr. Uwe Laurien gemeinsam für den Kampf gegen Corona „aktiviert“ wurden. Wie gehen Vater und Sohn im Einsatz miteinander um? 

Als Reservisten sind beide Lauriens in demselben Kreisverbindungskommando beordert. Eigentlich studiert der 24-jährige Lars im ersten Semester Psychologie in Köln, sein 59-jähriger Vater hat eine Beratungsfirma im Gesundheitsbereich. Aber als der Kreis Düren von der Bundeswehr Unterstützung während der Corona-Pandemie brauchte, wurde das Kreisverbindungskommando aktiv, um im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit zu unterstützen. Oberstleutnant der Reserve Uwe Laurien wusste, dass sein Sohn pandemiebedingt gerade keine Präsenzveranstaltungen hat und griff zum Telefon und fragte nach. Laurien Junior: „Es passte in dem begrenzten Zeitraum zeitlich perfekt und ich konnte mich aktivieren lassen.“  

Erst das Studium, dann der Dienst  

Klar liegt für Leutnant der Reserve Lars Laurien der Fokus primär auf seinem Studium: „Und wenn ich keine Zeit habe, sage ich es meinem Vater auch.“ Aber in der vorlesungsfreien Zeit will der junge Mann nicht „nur“ das Studentenleben genießen. Als Reservist hat er sich entschieden, eine Verpflichtung zu übernehmen. „Und die Hilfeleistung für den zivilen Bereich steht dann über meinen persönlichen Interessen“, betont er. Daher stehen Übungen, Lehrgänge und Weiterbildung auch in Zukunft an.
 

Ein Soldat mit Zettel in der Hand und eine Sanitäterin stehen zusammen und besprechen sich.

Zivil-Militärische Zusammenarbeit: Während der Corona-Pandemie arbeiten die zivilen Behörden und Sanitäter Hand in Hand mit den Reservedienstleistenden aus den Kreisverbindungskommandos. So auch die Lauriens in Düren.

Bundeswehr

Und wie ist es jetzt gemeinsam mit dem Vater im Einsatz zu sein? Leutnant Laurien: „Wir haben eine Regel: Sobald wir Uniform tragen und im Einsatz sind, schalten wir von familiären Gepflogenheiten auf militärisches und professionelles Arbeiten und Auftreten um – das funktioniert ohne Probleme. Da wird dann je nach Umfeld in der persönlichen Ansprache auch mal das „Sie“ oder der Dienstgrad benutzt.“ Das gilt aber grundsätzlich für die Kameradinnen und Kameraden des Verbindungskommandos. Der 24-Jährige weiter: „Natürlich kann mein Vater mir auch Befehle und Aufträge geben. Das ist im Dienst für alle und somit auch für mich eine Selbstverständlichkeit.“ Was ein Vorteil ist, wenn zwei Generationen in einem Kreisverbindungskommando eingeteilt sind? „Ich habe immer die Möglichkeit, direkt mit meinem Vater über militärische Belange und Fragen zu sprechen“, so der Sohn.

Verwechslung nicht ausgeschlossen

Kommt es denn manchmal zu Verwechselungen wegen desselben Nachnamens? In seltenen Fällen schon. Nicht optisch, aber eben am Telefon: In der zivilen Verwaltung kennen nicht alle die Bundeswehr-Dienstgrade und die Angestellten achten eher auf den Nachnamen. Es gab in der Anfangszeit schon Telefonate, wo jemand irritiert reagierte, wenn sich kurz nach dem Gespräch mit Leutnant Laurien ein Oberstleutnant Laurien meldete. 

Ob Laurien Junior auch zur Bundeswehr gegangen wäre, wenn sein Vater nicht als Reservist tätig wäre? Wer weiß, aber es liegt nahe. Heute ist er immer noch überzeugt, dass die Ausbildung zum Reserveoffizier und die aktive Dienstzeit als Aufklärer in Lüneburg vor dem zivilen Studium für ihn das Richtige war. Oberstleutnant Laurien: „Es wäre schön, wenn sich auch in Zukunft junge Menschen für den freiwilligen Dienst in der Bundeswehr entscheiden oder sich ausscheidende Soldatinnen und Soldaten nach ihrer Dienstzeit beordern lassen, um weiterhin die wichtigen Aufgaben im Rahmen der beorderten Reserve übernehmen zu können“.

von Sabine Körtgen  E-Mail schreiben

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