Streitkräftebasis

Zwei Urgesteine der Rüstungskontrolle gehen in den Ruhestand

Zwei Urgesteine der Rüstungskontrolle gehen in den Ruhestand

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Datum:
Ort:
Geilenkirchen
Lesedauer:
2 MIN

Mit Erreichen ihres 65. Geburtstages verabschieden sich zwei langjährige Rüstungskontrolloffiziere des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr endgültig in den Ruhestand. Stolz blicken Oberstleutnant Jens Zeuschner und Hauptmann Klaus Meier gemeinsam auf über 3800 Wehrübungstage im Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr zurück.

Die beiden Rüstungskontrolloffiziere mit dem Kommandeur des ZVBw

OTL Jens Zeuschner, BG Peter Braunstein und Hptm Klaus Meier vor einem demilitarisiertem Ausstellungsstück des Leopard 1 A 5

Presse- und Informationszentrum Streitkräftebasis

Hauptmann Klaus Meier erlernte als Pionier den Brückenbau, um die Beweglichkeit eigener gepanzerten Kräfte zu fördern, und das Verlegen von Minen, zum Schutz gegen feindliche Panzer des Warschauer Paktes. Später wechselte er in den Bereich der Rüstungskontrolle (RüKo) und wurde Rüstungskontrolloffizier im Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBW). Oberstleutnant Jens Zeuschner diente als Soldat in zwei deutschen Armeen. Erst als Panzeroffizier der NVANationale Volksarmee, nahm er an Divisionsübungen mit T-54, T-55 und T-72 Gefechtsschießen teil. Nach der Wiedervereinigung nahm er in Munster an den Truppenversuchen zur Integration des Wärmebildgerätes in den Jagdpanzer und der Kampfwertsteigerung des Leopard II A5 teil. Anschließend wurde er auf eigenen Wunsch zum ZVBW versetzt.

Kameraden aus Ost und West - für Vertrauen & Transparenz in Europa

Dort trafen die angehenden Pensionäre aufeinander. Hauptmann Meier nannte man damals den „Briefingpapst des ZVBwZentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr“. Er bereitete die Verifikationsteams auf Überprüfungsbesuche von Truppenteilen und Verbänden sowie Inspektionen von bezeichneten Gebieten vor, indem er die Teams in die aktuelle Lage in den Ländern des ehemaligen Warschauer Paktes und auf dem Balkan einwies. Als RüKo-Offizier plante Oberstleutnant Zeuschner nicht nur Maßnahmen, die die Umsetzung des Wiener Dokuments in den genannten Regionen überprüfen, sondern er nahm auch an diesen Maßnahmen teil. Hierbei konnte er seine guten Russischkenntnisse und seine langjährige Erfahrung einbringen. Die beiden Offiziere lernten sich schätzen und dienten zuletzt im Dezernat Internationale Kooperation, wo sie gemeinsam unzählige Besuche von ausländischen Delegationen aus dem osteuropäischen und zentralasiatischen Raum bis hin zu Delegationen aus Nord- und Südkorea in Deutschland betreuten.

Beide Offiziere begleiteten zudem die Leitung des ZVBwZentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr zu vielen Besuchen bei ausländischen Verifikationsorganisationen. Sie sind als zuverlässige und vor allem vertrauensvolle Offiziere in der internationalen RüKo-Community bekannt. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst hatten beide Offiziere den Wunsch, sich weiterhin im Bereich der Rüstungskontrolle zu engagieren. Daher blieben sie als Reservedienstleistende dem ZVBwZentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr für viele Jahre erhalten. Dieses Jahr endet für beide Soldaten mit ihrem 65. Geburtstag jedoch endgültig der Dienst. Sie blicken mit Stolz auf weit über 1.500 bzw. 2.300 Wehrübungstage zurück. Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Kameradschaft und Ihren unermüdlichen Einsatz für die Sicherheit und den Erhalt der Stabilität in Europa.

von Jan Schraudy  E-Mail schreiben

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