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Instandsetzung bei der Übung Freedom Shield

Landes- und Bündnisverteidigung

Instandsetzung bei der Übung Freedom Shield

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Bei Freedom Shield 2026 in Litauen hängt Einsatzbereitschaft nicht nur von der Kampftruppe ab. Im Raum Pabradė übernimmt das schwere Logistikbataillon 467 aus Volkach die Instandsetzung bei größeren Schäden, insbesondere an Kettenfahrzeugen. Wie läuft das ab und wie kommt das Material danach zurück zur Truppe?

Schwerlasttransporter fährt mit Schadmaterial in den Instandsetzungsbereich.

Ein Schwerlasttransporter bringt ein defektes Fahrzeug in den Instandsetzungsbereich bei Freedom Shield. Dort wird es angenommen, erfasst und für die weitere Instandsetzung vorbereitet.

Bundeswehr/Katharina Waier


Auch bei Freedom Shield beginnt der logistische Prozess vorne bei der Truppe. Fällt im Übungsgefecht ein Fahrzeug aus, wird der Schaden über den SchirrmeisterSchirrmeister bei der Bundeswehr ist die Bezeichnung für den Verantwortlichen/die Verantwortliche für die Verwaltung, Pflege und Instandsetzung der Fahrzeuge und des Materials der entsprechenden Kompanie beziehungsweise Einheit. gemeldet und an die Einsatzzentrale Logistik, kurz EZ Log, weitergegeben. Diese entscheidet, welcher Instandsetzungseinrichtung das Schadfahrzeug zugeführt wird und organisiert den Transport. Je nach Lage und Schaden kann es auch bei Übungen sein, dass das Fahrzeug mit einem Bergepanzer geborgen werden muss. Bei leichteren Schäden und wenn das Fahrzeug noch rollen oder fahren kann, kann ein Schwerlasttransporter des Typs SLT Mammut es hingegen selbst auf seine Ladefläche ziehen und abtransportieren.

Nach seiner Ankunft im Instandsetzungsbereich wird das Fahrzeug aufgenommen, abgeladen und durch die zuständige Instandsetzungsgruppe geprüft. Erst nach dieser Eingangsprüfung durch die Fachkräfte steht fest, welche Arbeiten wirklich erforderlich sind und welche Ersatzteile benötigt werden.

Instandsetzung für die Durchhaltefähigkeit

Im Instandsetzungsbereich laufen die Fäden zusammen. Hier werden Fahrzeuge angenommen, technische Mängel festgestellt und Reparaturen priorisiert. Bei Freedom Shield übernimmt das Logistikbataillon 467 im Raum Pabradė dafür die logistische Ebene 2. Das heißt: Schäden, die die Truppe nicht selbst vor Ort reparieren kann, übernehmen die Logistiker des Unterstützungsbereichs.

Grafische Darstellung der logistischen Ebenen

Logistik als Rückgrat der Einsatzbereitschaft: Das mehrstufige Versorgungssystem der Bundeswehr im Überblick

Bundeswehr

Schäden, die die Truppe hingegen selbst vor Ort reparieren kann, werden von ihr direkt behoben und fallen unter die logistische Ebene 1.

Auf der logistischen Ebene 2 geht es oft um seltenere Schadensmuster oder solche, für deren Reparatur Spezialwerkzeug benötigt wird. Gerade bei komplexeren Maschinen wie dem Kampfpanzer Leopard 2 und dem Schützenpanzer Puma entscheiden die Erfahrung des Fachpersonals, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen vor Ort und Transportmöglichkeiten darüber, wie schnell ausgefallenes Gerät wieder in den Übungsbetrieb zurückgeführt werden kann.

Die Expertinnen und Experten aus Volkach reparieren bei Freeedom Shield nicht nur Kampf- und Schützenpanzer, sondern auch gepanzerte Pioniermaschinen, Hydraulikanlagen, Kommunikationstechnik, Stromerzeugeraggregate sowie gepanzerte und ungepanzerte Radfahrzeuge. Ergänzend haben die Logistiker des Unterstützungsbereich zudem einen 3D-Drucker vor Ort, mit dem sie fehlende Kleinteile kurzfristig selbst herstellen können.

Nach der Instandsetzung meldet die technische Einsatzführung die Fertigstellung. Anschließend wird das Fahrzeug zurück zur Truppe geführt und kann wieder im Gefecht eingesetzt werden.

Vom Schadensfall zur Rückführung

Für das schwere Logistikbataillon 467 ist Freedom Shield 2026 mehr als technische Unterstützung im Hintergrund. Die Übung bietet die Möglichkeit, den gesamten Prozess im Verbund zu trainieren: Schadensmeldung, Transport, Annahme, Eingangsprüfung, Materialdisposition, Instandsetzung und Rückführung. In der Praxis entstehen dabei Abläufe, Verständnis und Erfahrungswerte, die auch bei der in 2027 anstehenden Großübung Land Shield in Litauen genutzt werden können. 

von Tobias Gerlach  E-Mail schreiben

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