Die letzten Meter

Die letzten Meter

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Auf der Air Base angekommen, geht es für die Rettungskräfte in ein Debriefing, um die Mission auszuwerten und nachzubesprechen. Die zurückgeholten Personen werden parallel weiter medizinisch versorgt und anschließend in den Reintegrationsprozess eingeschleust. Im Gegensatz zur länderübergreifenden Rettung und Rückführung findet dieser auf nationaler Ebene statt. Ziel ist es, die isolierten Personen, die teilweise Stunden oder Tage unter höchstem psychischen Druck ausgeharrt haben, als körperlich und seelisch gesunde Individuen zurück zu ihren Familien und in den Dienst zu bringen. 

Hierfür existiert eine große Bandbreite an Maßnahmen zur physischen und psychischen Stabilisierung, mit denen die Betroffenen das Erlebte verarbeiten können, und die den Druck auf sie verringern. Zum einen erhöht dies die Moral und Leistung der Soldatinnen und Soldaten sowie das Vertrauen in ihre eigene Armee. Zum anderen können durch zahlreiche Nachbesprechungen wichtige Informationen über die Zeit im feindlich besetzten Gebiet erlangt werden, die den eigenen oder verbündeten Streitkräften zugutekommen. Seit einigen Jahren arbeiten verschiedene nationale und internationale Akteure intensiv am Reintegrationsprozess. Entstehen soll dabei eine gemeinsame Handlungsdoktrin auf NATO-Ebene beziehungsweise zwischen den europäischen Partnern, welche die beteiligten Länder dann praktisch umsetzen können.