Nach Jahren im Kosovo – Ehrenhain nach Deutschland überführt

Nach Jahren im Kosovo – Ehrenhain nach Deutschland überführt

  • Einsatzführungskommando
  • Aktuelles
Datum:
Ort:
Schwielowsee
Lesedauer:
1 MIN
Ein Felsen hängt am Kran

Ein Fall für den Kran: Der rund acht Tonnen schwere Findling wird verladen

Bundeswehr/Lindt


Viele Jahre stand der Ehrenhain im Feldlager Prizren im Süden des Kosovo. Er erinnert an die 48 Soldaten aus sechs Nationen, die im KFORKosovo Force Einsatz verstorben sind. Seine letzte Reise führt ihn in den „Wald der Erinnerung“ im Einsatzführungskommando der Bundeswehr.

Ein großer Findling mit einer messingfarbenen Platte, auf der die Namen der verstorbenen Soldaten aufgeführt sind, stellte das zentrale Element im Ehrenhain der Einsatzliegenschaft in Prizren dar. Die Inschrift der Tafel lautet: „Im Gedenken an die Soldaten, die in Erfüllung ihres Auftrags im Kosovo ihr Leben ließen.“

Ein Platz im „Wald der Erinnerung“

Im Zuge der geplanten Übergabe des Feldlagers Prizren an UNMIKMission der Vereinten Nationen im Kosovo, wurde der Ehrenhain nach Deutschland überführt. Seinen Platz findet er zukünftig im „Wald der Erinnerung“ des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Schwielowsee. Neben den in der Vergangenheit überführten Ehrenhainen aus Afghanistan und Bosnien-Herzegowina, bietet der Gedenkstein den Besuchern die Möglichkeit, den im KFORKosovo Force-Einsatz verstorbenen Soldaten zu gedenken. Im Oktober erreichte die Mauer aus Feldsteinen, die den Ehrenhain umrahmte, den „Wald der Erinnerung“. Anfang November fand auch der Findling seinen Weg nach Schwielowsee. Die dreitägige Fahrt führte ihn über Ungarn und Tschechien nach Deutschland in das Einsatzführungskommando der Bundeswehr.

Ein Felsen auf einem Lkw

Zu Hause angekommen – der Ehrenhain auf dem Weg zum „Wald der Erinnerung“

Bundeswehr/Denny Schneider
von Rico  Heimer