Ringen

Mit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit ab 1896 gehört Ringen zum olympischen Programm. Seit 1950 werden jährlich offizielle Weltmeisterschaften im Ringen veranstaltet. Darunter sind auch militärische Wettkämpfe, wie zum Beispiel die CISMConseil International du Sport Militaire Military World Games, die auch Wettkämpfe im Ringen ausrichten.

Zwei Sportler im Zweikampf

Ringen eine Sportart mit Geschichte

Bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte das Ringen unter dem Namen Pale zu den Disziplinen des Fünfkampfs. Darüber hinaus war das Ringen aber auch Einzeldisziplin. In der Antike traten die Athleten beim Ringkampf nackt an. Sie wurden noch nicht in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Einen Bodenkampf gab es damals noch nicht.

Zwei Sportler im Zweikampf

Beide Kämpfer liegen am Boden und der untere Ringer nutzt die Technik Durchdreher um diesen um dessen Körperachse zu drehen.

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Sieger war derjenige, der seinen Gegner dreimal zu Boden geworfen hatte. Ringen gehört spätestens seit dem Spätmittelalter auch zum Repertoire in der militärischen Nahkampfausbildung. Beschrieben wurde dies zum Beispiel im Jahre 1459 im Fechtbuch von Hans Talhoffer. Als Begründer des modernen Ringkampfes in Deutschland gilt Carl Abs. Mit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit ab 1896 gehört Ringen zum olympischen Programm. Seit 1950 werden jährlich offizielle Weltmeisterschaften im Ringen veranstaltet. Ausnahme sind lediglich die Jahre, in denen Olympische Sommerspiele stattfinden. Dies gilt auch für die militärischen Wettkämpfe, auch hier werden die jährlichen Weltmeisterschaften nur durch die CISMConseil International du Sport Militaire Military World Games unterbrochen. 

Ein Sport zwei Stilarten

Sportler im Zweikampf

Beide Kämpfer stehen im Ring und lehnen gegeneinander dabei versuchen sie den Gegner zu greifen.

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Beim Ringen werden zwei Stilarten unterschieden:
Freistil: Der gesamte Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, gilt als Angriffsfläche. Das gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.
Griechisch-Römisch (kurz auch Greco): Nur der Körper oberhalb der Gürtellinie gilt als Angriffsfläche. Dies gilt im Stand- wie auch im Bodenkampf.

Ein Ringer zielt generell darauf hin, seinen Gegner aus dem Stand in die Bodenlage und mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen (Schultersieg). Dabei kommen als Techniken Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe zum Einsatz. Schläge, Tritte, Stöße und Würgeansätze sind verboten. Die Kampfleitung und die Wertung der Grifftechniken übernimmt entweder der Kampfrichter oder ein Kampfgericht aus drei Wertungsrichtern. Sieger ist, wer am Ende der Kampfzeit die meisten Punkte gesammelt hat oder wer vorher seinen Gegner auf beide Schultern gebracht („geschultert“ oder „gepinnt“) hat.

Die Regeln

Zwei Sportlerinnen im Ringkreis

Zwei Kämpferinnen tänzeln im Kreis und schauen der Gegnerin in die Augen um eine Chance für einen Griff zu finden.

Bundeswehr/Carsten Thiel

Im Jahr 2005 wurde vom Weltverband FILA ein neues Reglement eingeführt. Die Regeländerungen sollen einen aktiveren Kampf und vor allem einen spannenderen, publikumswirksameren Sport aus dem Ringen machen. Beide Kontrahenten sind gezwungen, schneller als zuvor zu agieren, um das Punkten des Gegners zu verhindern. Allerdings sind die Regeländerungen heftig umstritten.
Gemäß den geänderten Regeln wird international und in Turnierkämpfen in drei Kampfrunden gerungen; In Mannschaftskämpfen wird zwei mal drei Minuten mit 30 Sekunden Pause gerungen. Sieger ist, wer nach sechs Minuten die meisten Punkte gesammelt hat. Der Schultersieg beendet den Kampf sofort.
Eine Runde gewinnt derjenige vorzeitig, der völlig unabhängig vom Gesamt-Punktestand zwei Drei-Punkte-Wertungen oder eine Fünf-Punkte-Wertung erzielt. Ein Unterschied von sechs Punkten beendet ebenfalls die Runde. Beendet keiner der beiden Kontrahenten die Runde vorzeitig, siegt bei Punktgleichheit der Ringer mit den wenigsten Verwarnungen. Bei weiterem Gleichstand entscheidet die höchste Einzelwertung – sind diese weiterhin gleich hoch, bestimmt die letzte erzielte Wertung den Sieger.

Wie komme ich ins Team?

Bewerben können sich Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradgruppen die:

  • am aktiven Wettkampfbetrieb teilnehmen und einem aktiven Nationalmannschaftskaderstaus besitzen
  • dienstlich abkömmlich sind und vom Disziplinarvorgesetzen für die Maßnahmen freigestellt werden
  • über eine Restdienstzeit von mindestens 2 Monaten nach einer Maßnahme verfügen.

Wie und bei wem muss ich mich bewerben? 

Bitte schicken Sie eine E-Mail mit folgenden Angaben an den Teammanager:

  • Dienstgrad, Name, Vorname
  • Erreichbarkeit, 
  • Heimatverein / Ligazugehörigkeit und Kaderstatus
  • Gewichtsklasse
  • Größe

Kontakt

Weitere Themen