Murnauer IT-Truppe bei der Übung Flinker Gabriel
Landes- und Bündnisverteidigung- Datum:
- Ort:
- Murnau am Staffelsee
- Lesedauer:
- 2 MIN
Das Informationstechnikbataillon 293 stellt unter Beweis, Übung macht den Meister! Die Profis aus Murnau haben auf einer eigenen Übung gezeigt, was sie können: Schnell, effizient und einsatzbereit IT-Services zur Verfügung stellen und damit eine moderne Gefechtsführung erst ermöglichen.
Auf der Ladefläche eines LKWs wird ein Lokales Verlegefähiges Netz, kurz LVN, eingerichtet. Mobilität ist neben Geschwindigkeit ein zweites Übungsziel.
Bundeswehr/ITBtl 293Ohne IT-Technik geht heutzutage nichts mehr. Das gilt auch für die Bundeswehr. Beispielsweise müssen Telefonie und Datenaustausch für alle Truppenteile der deutschen Streitkräfte jederzeit und überall möglich sein. Dies ist unter anderem der Auftrag der IT-Profis aus Murnau. Sie müssen die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen, betreiben und managen. Dadurch können die IT-Kräfte eine sichere Kommunikation gewährleisten. Innerhalb von acht Stunden muss die IT-Truppe einen sogenannten Service Delivery Point aufbauen, um beispielsweise einen Divisionsgefechtsstand anzubinden. Ein Service Delivery Point ist ein Verbund aus unterschiedlichen IT-Systemen mit dem Ziel, bestimmte Kommunikationsservices bereitzustellen. Dazu zählen unter anderem sichere Telefonie, verschlüsselte Funkverbindungen oder auch verschiedene Office-Anwendungen, wie etwa E-Mail- und Fileservices.
„Mit der Übung Flinker Gabriel sollen unsere Administratoren am eigenen System unter ansatzweise realen Bedingungen üben“, konkretisiert der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Stefan Eisinger. Doch nicht nur das jeweils eigene System stehe im Fokus. Vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen IT-Systeme professionalisiere das Informationstechnikbataillon 293 mit der Übung, erläutert Eisinger.
Nachdem in den ersten Wochen in der Kaserne unter optimalen Bedingungen trainiert wurde, geht es in der letzten Woche ins Gelände. Auf dem Standortübungsplatz Murnau bei Spatzenhausen bezieht jedes System seinen zugewiesenen Einsatzraum. Gearbeitet wird unter anderem auf LKWs, mit denen die IT-Systeme mobil sind. „Den Strom liefert unser eigenes Stromerzeugungsaggregat. Somit sind wir autark und unabhängig von festen Infrastrukturen“, weiß der IT-Hauptfeldwebel Benno G. zu berichten.
Aufbau, Betrieb und Tarnung können die IT-Profis innerhalb der vorgegeben acht Stunden unterbieten. „Im gesamten Übungszeitraum von vier Wochen haben wir den Aufbau mehrmals geübt und jedes Mal die Marke von acht Stunden weit unterschritten“, erklärt Oberleutnant Wiebke H. Die IT-Staffelführerin koordiniert und überwacht den Aufbau sowie den Betrieb des Kommunikationsnetzes. Die 27-Jährige trägt die Verantwortung für ihre Soldatinnen und Soldaten und setzt mit diesen zusammen die Befehle der übergeordneten Führung um.
Bei Flinker Gabriel ist der Name Programm: In wenigen Stunden richten die IT-Profis aus Murnau hochkomplexe Systeme ein.
Bundeswehr/ITBtl 293Was hat der Name Gabriel mit der IT-Übung des Bataillons zu tun? Der Erzengel Gabriel gilt als Schutzpatron aller Nachrichtenüberbringerinnen und -bringer. Dazu zählt auch das Fernmeldewesen und die die moderne IT-Technik der Bundeswehr, wie sie das IT-Bataillon 293 betreibt. Und wie flink die Murnauer bei der Erfüllung ihrer Kernaufträge sind, haben sie mit dieser Übung eindrucksvoll bewiesen.
von ITBtl 293 E-Mail schreiben