Cyber- und Informationsraum

Stammzellenspende für einen krebskranken Patienten

Stammzellenspende für einen krebskranken Patienten

Datum:
Lesedauer:
2 MIN

Ein Soldat des Informationstechnikbataillon 292 spendete seine Stammzellen für einen krebskranken Patienten. Mit seiner Spende könnte er nun zum Lebensretter des dreißigjährigen Amerikaners werden.

Frontalaufnahme des Spenders.

Hauptfeldwebel Fabian Krause gehört zum Informationstechnikbataillon 292.

Bundeswehr

Hautfeldwebel Fabian Krause hatte sich bereits 2008 für eine mögliche Stammzellenspende bei der DKMS, ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei, registrieren lassen. In der Regel werden Stammzellenspenden für Patienten benötigt, die an Leukämie erkrankt sind. Betroffene, die keinen Spender finden, haben statistisch gesehen eine sehr geringe Überlebenschance. Krause beschreibt die Typisierung rückblickend so: „Stäbchen rein – fertig.“ Danach hört er lange nichts von der DKMS.

Suche nach dem genetischen Zwilling

Erst im Frühjahr 2021 wurde er angeschrieben, dass er für eine Spende in Frage kommen könnte. „Mir wurde dann fünf- bis sechsmal etwas Blut abgenommen, um zu testen, ob ich als Spender passe“, erklärt Krause. Bei jeder Blutabnahme wurde das Testergebnis verfeinert. Wie ihm erklärt wurde, gäbe es höchstens „drei passende Spender auf der Welt“, beschreibt Krause die Situation. Als sich herausstellte, dass er der genetische Zwilling für einen Erkrankten ist, stand für ihn sofort fest, dass er mit einer Stammzellenspende helfen will. „Mein Körper wurde komplett gecheckt, mit dem Ergebnis, dass ich gesund war“, erinnert er sich. Im Anschluss wurde der Termin für die Spende koordiniert. Nachdem dieser feststand, musste sich Krause „eine Woche lang täglich in den Bauch spritzen“, damit sich die Stammzellen aus seinen Knochen lösen konnten.

Fünf Stunden, die ein Leben retten können
 

Bundeswehr

Durch die Stammzellenspende rettet Hauptfeldwebel Fabian Krause ein Leben.

Bundeswehr

Die Stammzellenspende selbst verlief dann ähnlich einer Dialyse: „Ich bekam jeweils einen Zugang an jedem Arm“, sagt Krause. Das Blut wurde an einem Arm entnommen, die Stammzellen herausgefiltert und am anderen Arm wurde es wieder eingespeist. Krause nahm das gern auf sich: „Der ganze Vorgang dauerte etwa fünf Stunden, kann aber ein Leben retten.“ Bereits am nächsten Tag erhielt er ausgewählte Informationen zum Empfänger der Spende. „Ein dreißigjähriger Mann in den USA erhält meine Stammzellen“, sagt Krause, der somit jemandem die Chance ermöglichte, seine Krankheit zu überwinden.

Unterstützung durch den Dienstherrn und DKMS

Damit Krause überhaupt helfen konnte, war auch etwas Hilfe nötig: „Ich habe sehr viel Unterstützung erhalten.“ Seine Vorgesetzten stellten ihn für die Untersuchungen vom Dienst frei. Zudem konnte er für die Fahrten zu den Behandlungsterminen ein Dienstfahrzeug nutzen; Kosten für die Übernachtungen trug die DKMS.
Ob Krause den Empfänger seine Spende jemals treffen wird, ist noch unklar. Die Kontaktdaten von Spender und Empfänger bleiben zunächst anonym. Jedoch haben beide die Möglichkeit über die DKMS per Brief miteinander in Kontakt zu treten. So könnten sie sich kennenlernen. Anderen rät Krause dringend zur Typisierung bei der DKMS: „Machen! Es kostet kein Geld! Es rettet Leben!“

von  Informationstechnikbataillon 292  E-Mail schreiben

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