Streitkräftebasis

Bundeswehr unterstützt in München

Bundeswehr unterstützt in München

  • Amtshilfe
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
2 MIN

Militärmusiker und -musikerinnen des Gebirgsmusikkorps der Streitkräftebasis unterstützen als Containment Scouts im Münchner Gesundheitsreferat. Der Sanitätsdienst schickt medizinisches Fachpersonal. Soldatinnen und Soldaten helfen im Rahmen der Amtshilfe bei der Suche nach Kontaktpersonen und tragen so dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen.

Ein selbstgemaltes Schild begrüßt die Kräfte der Bundeswehr, unscharf im Hintergrund Soldaten in einem Unterrichtungsraum.

Bundeswehr unterstützt im Gesundheitsreferat München: Einweisung in den Räumen des Amts.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Die bayerische Landeshauptstadt München hat sich Mitte September zum Corona-Hotspot entwickelt. 52 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, davon zwölf vom Sanitätsdienst und 40 vom Gebirgsmusikkorps, sind seit 25. September im Amtshilfe-Einsatz in München. Sie unterstützen das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt bei der Nachverfolgung und damit Unterbrechung von Infektionsketten, indem die Kontaktpersonen von positiv Getesteten anrufen und informieren. Alle Militärmusiker und -Musikerinnen sind grundsätzlich im Sanitätsdienst ausgebildet und haben eine Schulung zum Containment Scout durchlaufen. Die Musikkorps der Bundeswehr gehören zur Streitkräftebasis. Die neue Weiterbildung wurde vom Sanitätsdienst der Bundeswehr in der Corona-Krise entwickelt und dient speziell dazu, Soldatinnen und Soldaten für Einsätze im Telefondienst in Gesundheitsämtern vorzubereiten. Die medizinischen Fachkräfte des Sanitätsdiensts, die in München eingesetzt sind, sind zudem als Epidemiologie Scouts ausgebildet. Zudem sind zwei Sanitätsoffiziere – ein Arzt und eine Veterinärin – als Berater in München dabei. Oberbürgermeister Dieter Reiter zur Amtshilfe: „Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr begrüße ich ausdrücklich und bedanke mich für die schnelle, unkomplizierte und hochqualifizierte Unterstützung.“ Oberstleutnant Karl Kriner, der Leiter des Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr, sagt: „Ein etwas anderer Einsatz für uns. Wo wir sonst unseren Dienst im Probensaal, auf Konzertbühnen und Appellplätzen verrichten, stellt sich nun eine ganz neue Herausforderung. Wir freuen uns, dass wir in dieser schwierigen Zeit eine wichtige Aufgabe verrichten dürfen und somit unseren Beitrag an der Bewältigung der Krise leisten können.“

Verstärkung für das Gesundheitsreferat

Zwei Zivilisten und zwei Soldaten stehen vor einer Tafel, einer der Soldaten spricht. Vor ihnen sitzen Soldaten, die zuhören.

Begrüßung in München: Rudolf Fuchs (l., Gesundheitsreferat), Wolfgang Schäuble (2.v.l., Leiter Katastrophenschutz München). Brigadegeneral Thomas Hambach (m., mit Mikro, Kommandeur Landeskommando Bayern), Oberstleutnant Karl Kriner (r., Leiter…

Bundeswehr/Felicia Englmann

Rudolf Fuchs, der kommissarische Leiter des Münchner Gesundheitsreferats, begrüßte die Soldatinnen und Soldaten: „Mit Ihrem Einsatz leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hier in München. Dafür möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken. Gerade dem Kontaktpersonenmanagement kommt in der aktuellen Situation eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des Virus zu.“ In den kommenden Wochen sind die Militärmusiker und -musikerinnen der Streitkräftebasis sowie die Sanitätskräfte der Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe als zusätzliche Scouts im Gesundheitsreferat eingesetzt, da die zivilen Kräfte dort aufgrund der hohen Infektionszahlen in München an ihre Leistungsgrenze kommen. Sie verstärken die bestehenden Contact Tracing Teams und erhielten vom Gesundheitsreferat eine zusätzliche Einarbeitung. Brigadegeneral Thomas Hambach, Kommandeur des Landeskommando Bayern: „Ich freue mich, dass die Stadt München Vertrauen in die Soldatinnen und Soldaten setzt und wir sie bei dieser zunehmenden Aufgabe der Nachverfolgung von Infektionsketten unterstützen können. Wir gehen selbstverständlich gerne in diesen Amtshilfe-Einsatz, und ich bin stolz darauf, dass wir in der Kürze der Zeit die Soldatinnen und Soldaten stellen konnten.“

von Dr. Felicia Englmann  E-Mail schreiben

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