Streitkräftebasis

Stets bereit! Das Kreisverbindungskommando Gütersloh

Stets bereit! Das Kreisverbindungskommando Gütersloh

  • Coronavirus
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Datum:
Ort:
Gütersloh
Lesedauer:
4 MIN

Seit Beginn des Coronavirusausbruchs in einer Fleischwarenfabrik im Kreis Gütersloh, ist das Kreisverbindungskommando Gütersloh im permanenten Einsatz. Es ist das Bindeglied zwischen Bundeswehr und Kreisverwaltung.

Leiter Kreisverbindungskommando Gütersloh und sein Stellvertreter stehen vor der Station Abstrich Entnahme.

Leiter Kreisverbindungskommando Gütersloh, Oberstleutnant Thomas Richter, und sein Stellvertreter ,Major Gisbert Dubbi, koordinieren die Unterstützung der Bundeswehr beim Testen in einer Fleischverarbeitungsfabrik.

Bundeswehr/Deeke Werner

Der erste Amtshilfeantrag im Kreis Gütersloh, der im Zusammenhang mit den Infektionsgeschehnissen bei einer Fleischverarbeitungsfabrik steht, begann am Freitag den 19. Juni. Am Mittwoch zuvor wurde bekanntgegeben, dass Schulen und Kitas im Kreis bis zu den Sommerferien geschlossen bleiben.
Die Arbeit des Krisenstabes des Kreises Gütersloh begann aber bereits früher und damit auch die des Kreisverbindungskommandos (KVKKreisverbindungskommando) Gütersloh. Dieses hat den Auftrag, wie alle Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr, die Krisenstäbe der einzelnen Kreise zu beraten.

Typische Fragen die es zu beantworten gilt, sind:

  • Was kann die Bundeswehr leisten?
  • Wann kann die Bundeswehr etwas leisten?
  • Was darf die Bundeswehr leisten?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Amtshilfe zu beantragen?

Für die Beantwortung dieser Fragen wurden dem Krisenstab Gütersloh die Männer des Kreisverbindungskommandos zur Seite gestellt.

Der Leiter und sein Stellvertreter

OTL Richter und Major Dubbi stehen mit Soldatinnen und Soldaten im Halbkreis. Alle tragen einen Mundschutz.

OTL Richter und Major Dubbi begrüßen die Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsregiments 2 Führungsbereich Koblenz

Bundeswehr/Deeke Werner

Der Leiter des Kreisverbindungskommandos Gütersloh, Oberstleutnant Thomas Richter, ist Reservist, wie alle im Kreisverbindungskommando eingesetzten Soldatinnen und Soldaten. Normalerweise arbeitet Richter als Trainer und Seminarleiter in einem Weiterbildungsinstitut. Dieser Tage jedoch steht er dem Kreis Gütersloh mit seinem Fachwissen zur Seite.

Als Leiter des Kreisverbindungskommandos obliegt ihm nicht nur die Führung seiner Leute, er nimmt aktiv an den Krisenstabssitzungen des Kreises teil, berät den Leiter des zivilen Krisenstabs und hält Verbindung zum übergeordneten Landeskommando Nordrhein-Westfalen, das zum Organisationsbereich Streitkräftebasis gehört. Man kann sich vorstellen, dass sein Telefon derzeit kaum stillsteht. Sein Stellvertreter ist Major Gisbert Dubbi. Wenn er nicht gerade die Uniform überstreift verdient er seine Brötchen als Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Regelbetreuung unterschiedlichster Firmen der Privatwirtschaft. Als rechte Hand des Leiters führt er die Zelle Bundeswehr in der zivilen Einsatzleitung. Hier laufen die Meldungen der eingesetzten Truppenteile zusammen, werden die Lagekarte und das Einsatztagebuch geführt und es findet die Kommunikation zu übergeordneten zivilen und militärischen Stäben statt. Zusätzlich vertritt er den Leiter. Beiden Offizieren ist die Nähe zu den Menschen im Umfeld sehr wichtig. So ließen es sich beide nicht nehmen, als die Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsregiments 2 Führungsbereich Koblenz zur Amtshilfe eintrafen, die Einweisung der Lage Vorort vorzunehmen und natürlich den Soldatinnen und Soldaten für ihre Unterstützung zu danken.

Das Quartett ist komplett

Leutnant Eugen Leikom sitzt am Schreibtisch vor einem PC und zeigt auf etwas mit dem Finger.

Leutnant Eugen Leikom ist der ITInformationstechnik-Experte des Kreisverbindungskommandos Gütersloh.

Bundeswehr/Deeke Werner

Das gemeinsame Lagezentrum aller Hilfskräfte, die im Kreis Gütersloh eingesetzt sind und somit auch das Lagezentrum des Kreisverbindungskommandos wurde in einer Feuerwehrschule eingerichtet. Da in der heutigen Zeit nichts mehr ohne vernünftige Online-Anbindung geht, kam hier Leutnant Eugen Leikom ins Spiel. Er ist der ITInformationstechnik-Experte des Teams und hatte alle Hände voll zu tun, das Lagezentrum ordentlich ans Netzt zu bringen. So gehört ein kurzer Abstecher zum ortsansässigen Elektronikfachgeschäft genauso hinzu, wie die Einrichtung der Software an den Rechnern. Die ITInformationstechnik für die Belange eines Lagezentrums aufzubauen und zu betreiben, war und ist ein Vollzeitjob.
Sein derzeitiger Beruf als ITInformationstechnik Fachmann kam ihm dabei natürlich zugute. Stabsfeldwebel Jörg Penning oder einfach „Spieß“, wie er von Major Dubbi angesprochen wird, komplettiert das Quartett des Kreisverbindungskommandos. Bei der Bezeichnung Spieß dürfte klar sein, dass er sich von der Verpflegung bis hin zu administrativen Aufgaben, um alles und um jeden kümmert. Er ist Fachgebietsleiter in einem Jobcenter. Zum Kreisverbindungskommando gehören außerdem Stabsarzt Klaus Küppers, Oberstleutnant Ulrich Donkels, Major Frank Vormweg, Hauptmann Jens Langer, Oberleutnant Nikolai Guhra und Hauptbootsmann Christian Gnegeler, die je nach ihrer Verfügbarkeit abhängig von ihrem Zivilberuf, die Einsatzfähigkeit des KVKKreisverbindungskommando über einen langen Zeitraum sicherstellen können.

Extraausstattung

Stabsfeldwebel Penning steht vor einem Whiteboard und beschriftet es.

Stabsfeldwebel Jörg Penning beschriftet eine Tafel im Lagezentrum des Kreisverbindungskommandos.

Bundeswehr/Deeke Werner

Die Aufgaben der vier Soldaten gehören praktisch zur Grundausstattung des funktionsfähigen Einsatzzentrums. Doch wie bei der Grundausstattung eines einfachen PKWs versüßen erst die Extras den Spaß an der Nutzung: Eine Klimaanlage wäre ein beliebtes Extra. So haben Sie gemeinsam mit dem zivilen Einsatzzentrum an einem warmen Wochenende Eis für die Helferinnen und Helfer vor Ort besorgt. Auch eine schöne Unterkunft für unterwegs wäre ein nettes Extra. Das Kreisverbindungskommando steht aufgrund seiner guten Kontakte in der Region in enger Verbindung mit einer Pension, wo einige der Soldatinnen und Soldaten die nicht nach Hause fahren konnten, untergebracht sind. Ganz nebenbei als Erfahrungsbericht, die Soldatinnen und Soldaten schwärmten in den höchsten Tönen von der Gastfreundschaft des Inhabers.

Genug Vergleiche zu den Extras eines PKWs, das Kreisverbindungskommando Gütersloh ist allzeit bereit und versucht zu helfen wo es nur kann.

In diesem Sinne, vielen Dank ans Quartett.

von Deeke Werner  E-Mail schreiben

Flyer: Amtshilfe durch die Bundeswehr

Unterstützungsmöglichkeiten, Verfahren, Rechtsgrundlagen und Ansprechstellen im Zusammenhang mit Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr

Flyer: Amtshilfe durch die Bundeswehr : Flyer: Amtshilfe durch die Bundeswehr PDF, nicht barrierefrei, 3,4 MB
Ein Soldat spricht mit einem Polizisten über mögliche Amtshilfe.

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