Mehrzweckhubschrauber NH-90
Der Mehrzweckhubschrauber NH-90 transportiert Fracht und Personen.
- Gerätetyp:
- Hubschrauber
- Streitkräfte:
- Heer
Das Wachbataillon repräsentiert Deutschland – und schützt die Regierung. Diesen Doppelauftrag übt es bei Bollwerk Berlin in der Hauptstadt.
Das Wachbataillon übt vom 11. Mai bis 5. Juni 2026 im Großraum Berlin und probt die Durchhaltfähigkeit in seiner Doppelfunktion: Im Protokolldienst die Bundesrepublik Deutschland zu repräsentieren sowie im Spannungs- und Verteidigungsfall die Dienstsitze der Bundesregierung zu schützen, deren Mitglieder zu evakuieren und die Regierungsfähigkeit sicherzustellen.
Die sicherheitspolitische Lage in Europa und der Welt bleibt angespannt – nicht abstrakt, sondern mit konkreten Anforderungen an die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Auch das Wachbataillon trainiert seine Fähigkeiten daher in möglichst realitätsnahen Übungsszenarien entlang seines Auftrags für die Landes- und Bündnisverteidigung. Bei der wiederkehrenden Übung Bollwerk Bärlin unterzieht sich der Hauptstadtverband in seiner Doppelfunktion einem Stresstest und prüft 2026, ob es im Ernstfall sowohl dem infanteristischen Schutz von Bundeseinrichtungen als auch der Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland gleichzeitig gerecht werden kann.
Durch seinen fest zugewiesenen Einsatzraum Berlin übt das Wachbataillon auch in den urbanen Strukturen der Bundeshauptstadt: In Bundeswehr-Kasernen, auf Truppenübungsplätzen, aber eben auch im öffentlichen Raum, um in bestehender Infrastruktur möglichst realistische Szenarien darzustellen – wie etwa die Evakuierung schutzbefohlener Personen aus Regierungseinrichtungen sowie deren gleichzeitige Sicherung.
Konkret bedeutet das: In einem Krisen- oder Verteidigungsfall ist der Kampfverband mit Sitz in Berlin damit beauftragt, kritische Infrastruktur in der Hauptstadt zu schützen und dauerhaft zu verteidigen. Dazu gehören zum Beispiel die Dienstsitze und Einrichtungen des Bundes, wie etwa das Reichstagsgebäude oder das Verteidigungsministerium. Damit die Regierung jederzeit regierungsfähig bleiben kann, müssen nicht nur die Gebäude, sondern auch die Angehörigen der Bundesregierung selbst geschützt werden. Bei Bollwerk Bärlin 2026 trainieren die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons die Evakuierung von Regierungsangehörigen und deren geschützten Transport an einen sicheren Ort. Der Schutz der Bevölkerung wiederum ist im Verteidigungsfall Auftrag des Heimatschutzes.
Um auf Störungen oder Sabotage flexibel reagieren zu können, nutzt das Wachbataillon nicht nur Straßen, sondern auch Luft- und Wasserwege. Hierzu üben sie bei Bollwerk Bärlin gemeinsam mit Kräften des Transporthubschrauberregiments 10 und der Flugbereitschaft BMVg. Denn im Ernstfall muss die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden reibungslos funktionieren und muss daher geübt werden.
Evakuierungsoperation: Wenn es in einem Krisenfall plötzlich schnell gehen muss, bringt das Wachbataillon schutzbefohlene Personen – etwa Mitglieder der Bundesregierung – an einen sicheren Ort. (Symbolbild)
Bundeswehr/Mario Bähr
Blockierte Straßen: Bei der Erfüllung ihres infanteristischen Schutzauftrags müssen die Soldatinnen und Soldaten flexibel reagieren können – und zum Beispiel auf Boote ausweichen.
Bundeswehr/Anne Weinrich
Mit Fahrzeugen wie etwa dem ESK Mungo bewegen sich die Soldatinnen und Soldaten durch ihren Einsatzraum. Für das Wachbataillon ist dies hauptsächlich der Großraum Berlin.
Bundeswehr/Carl SchulzeBollwerk Bärlin ist eine wiederkehrende Übung des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung. Sie dient der Prüfung, ob der Verband seine Doppelfunktion (infanteristischer Schutz von Bundeseinrichtungen und Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland) im Krisen- oder Verteidigungsfall gleichzeitig wahrnehmen kann.
Die Übung Bollwerk Bärlin 2026 findet vom 11. Mai bis 5. Juni 2026 sowohl in Bundeswehrliegenschaften als auch im Stadtgebiet im Großraum Berlin statt.
Über Straßen, durch die Luft und auf dem Wasser – bei Bollwerk Bärlin 2026 bewegen sich die Kräfte des Wachbataillons flexibel durch den Großraum Berlin
Bundeswehr/Nathalie PoulheimAn der Übung nehmen rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons sowie Kräfte des Transporthubschrauberregiments 10 und der Flugbereitschaft BMVg teil.
Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa grundlegend geändert. Eine wirksame Landes- und Bündnisverteidigung ist dadurch wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Regelmäßige Übungen unter realitätsnahen Einsatzbedingungen sind dabei die Grundlage, um den dafür notwendigen Ausbildungsstand bei den Soldatinnen und Soldaten zu gewährleisten.
Nein, für die Bevölkerung besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Sichtbare militärische Aktivitäten sind Teil des Übungsszenarios und kein Anlass zur Beunruhigung.
Örtlich kann es zu Verkehrsbehinderungen, Umleitungen und erhöhter Präsenz von Einsatzfahrzeugen der Bundeswehr sowie von Soldatinnen und Soldaten im Großraum Berlin und Torgelow kommen. Außerdem kann es immer wieder zu Lärmbelästigungen durch tief fliegende Hubschrauber auch über dem Stadtgebiet von Berlin kommen.
Das Wachbataillon hat einen infanteristischen Schutzauftrag. Im Spannungs- oder Verteidigungsfall schützt es Einrichtungen der Bundesregierung und stellt den Transport schutzbedürftiger Personen wie etwa von Regierungsmitgliedern sicher.
Das Wachbataillon leistet seinen Dienst als Hauptstadtverband aus der Julius-Leber-Kaserne in Berlin. Es ist der einzige Kampfverband in einer deutschen Großstadt, was durch seinen fest zugewiesenen Einsatzraum bedingt ist. Realitätsnahe Übungen sind daher häufig in die urbanen Strukturen der Bundeshauptstadt eingebunden.
Der Mehrzweckhubschrauber NH-90 transportiert Fracht und Personen.
Das ESK Mungo macht Spezialkräfte und Fallschirmjäger zu Lande mobil.
Politiker sind die häufigsten Passagiere der Cougar AS 532 U2.