Schützen unter Zeitdruck: So übt das Wachbataillon
Über Straße, Wasser und Luft: Das Wachbataillon trainiert bei Bollwerk Bärlin den Schutz und sicheren Transport von Personen.
Das Wachbataillon repräsentiert Deutschland und schützt die Regierung. Diesen Doppelauftrag übt es bei Bollwerk Bärlin in der Hauptstadt.
Das Wachbataillon übt vom 11. Mai bis 5. Juni 2026 im Großraum Berlin und probt die Durchhaltfähigkeit in seiner Doppelfunktion: Im Protokolldienst die Bundesrepublik Deutschland zu repräsentieren sowie im Spannungs- und Verteidigungsfall die Dienstsitze der Bundesregierung zu schützen, deren Mitglieder zu evakuieren und die Regierungsfähigkeit sicherzustellen.
Die sicherheitspolitische Lage in Europa und der Welt bleibt angespannt – nicht abstrakt, sondern mit konkreten Anforderungen an die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Auch das Wachbataillon trainiert seine Fähigkeiten daher in möglichst realitätsnahen Übungsszenarien entlang seines Auftrags für die Landes- und Bündnisverteidigung. Bei der wiederkehrenden Übung Bollwerk Bärlin unterzieht sich der Hauptstadtverband in seiner Doppelfunktion einem Stresstest und prüft 2026, ob es im Ernstfall sowohl dem infanteristischen Schutz von Bundeseinrichtungen als auch der Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland gleichzeitig gerecht werden kann.
Durch seinen fest zugewiesenen Einsatzraum Berlin übt das Wachbataillon auch in den urbanen Strukturen der Bundeshauptstadt: In Bundeswehr-Kasernen, auf Truppenübungsplätzen, aber eben auch im öffentlichen Raum, um in bestehender Infrastruktur möglichst realistische Szenarien darzustellen – wie etwa die Evakuierung schutzbefohlener Personen aus Regierungseinrichtungen sowie deren gleichzeitige Sicherung.
Beim Transport der schutzbefohlenen Personen geht es vom Boot auf ein geschütztes Einsatzfahrzeug. Die Einsatzkräfte müssen sich stets flexibel an die Gegebenheiten anpassen.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Teil der Übung ist auch, sich sicher durch den öffentlichen Raum – hier den Berliner Stadtverkehr – zu bewegen. Zum Verhalten bei Kolonnen gibt es einiges zu beachten.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Die Besatzung im Hubschrauber weiß immer genau, wo sich die Kolonne befindet und kann Gefahren frühzeitig aus der Luft erkennen
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Soldatinnen und Soldaten übernehmen die zivilen Schutzpersonen am Bootsanleger und bringen sie sicher an ihr nächstes Ziel
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons transportieren die schutzbedürftige Personen per Hubschrauber in Sicherheit
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Kolonnenfahrten in der Nähe von Städten stellen eine besondere Herausforderung dar. Gut, wenn Unterstützung aus der Luft dabei ist
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Auch zivilen Verkehr und sogar Staus müssen die Soldatinnen und Soldaten mit in ihre Lagebeurteilung einkalkulieren. Je besser sie das tun, umso schneller schaffen sie es durch die Straßen der Bundeshauptstadt
Bundeswehr/Susanne Hähnel
In der Lage ist die Havel der sicherste Transportweg, um die Mitglieder der Regierung aus der Gefahrenzone zu bringen
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Das Wachbataillon trainiert auch die Reaktion auf Hinterhalte, die ihnen auf der Kolonnenfahrt begegnen können
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Das Wachbataillon transportiert ausgewählte Regierungsmitglieder mit Fahrzeugen des Typs ESK Mungo an einen sicheren Ort. Auch unterwegs müssen sie jederzeit auf Gefahren und mögliche Angriffe vorbereitet sein.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Im Ernstfall müssen Regierungsmitglieder schnell evakuiert werden. Auch der Weg zum Hubschrauber wird von Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons gesichert.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Die Aufnahme der schutzbefohlenen Personen erfordert eine 360° Rundumsicherung, welche durch die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons sichergestellt wird
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Der Bär vor dem Brandenburger Tor unterstreicht den infanteristischen Auftrag des Wachbataillons: In der Hauptstadt wichtige Infrastruktur verteidigen, Schutzbefohlene zu evakuieren und dadurch im Ernstfall die Regierungsfähigkeit sicherzustellen
Bundeswehr/Susanne HähnelKonkret bedeutet das: In einem Krisen- oder Verteidigungsfall ist der Kampfverband mit Sitz in Berlin damit beauftragt, kritische Infrastruktur in der Hauptstadt zu schützen und dauerhaft zu verteidigen. Dazu gehören zum Beispiel die Dienstsitze und Einrichtungen des Bundes, wie etwa das Reichstagsgebäude oder das Verteidigungsministerium. Damit die Regierung jederzeit regierungsfähig bleiben kann, müssen nicht nur die Gebäude, sondern auch die Angehörigen der Bundesregierung selbst geschützt werden. Bei Bollwerk Bärlin 2026 trainieren die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons die Evakuierung von Regierungsangehörigen und deren geschützten Transport an einen sicheren Ort. Der Schutz der Bevölkerung wiederum ist im Verteidigungsfall Auftrag des Heimatschutzes.
Um auf Störungen oder Sabotage flexibel reagieren zu können, nutzt das Wachbataillon nicht nur Straßen, sondern auch Luft- und Wasserwege. Hierzu üben sie bei Bollwerk Bärlin gemeinsam mit Kräften des Transporthubschrauberregiments 10 und der Flugbereitschaft BMVg. Denn im Ernstfall muss die Zusammenarbeit zwischen den Verbänden reibungslos funktionieren und muss daher geübt werden.
Über Straße, Wasser und Luft: Das Wachbataillon trainiert bei Bollwerk Bärlin den Schutz und sicheren Transport von Personen.
Bollwerk Bärlin ist eine wiederkehrende Übung des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung. Sie dient der Prüfung, ob der Verband seine Doppelfunktion (infanteristischer Schutz von Bundeseinrichtungen und Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland) im Krisen- oder Verteidigungsfall gleichzeitig wahrnehmen kann.
Die Übung Bollwerk Bärlin 2026 findet vom 11. Mai bis 5. Juni 2026 sowohl in Bundeswehrliegenschaften als auch im Stadtgebiet im Großraum Berlin statt.
Über Straßen, durch die Luft und auf dem Wasser – bei Bollwerk Bärlin 2026 bewegen sich die Kräfte des Wachbataillons flexibel durch den Großraum Berlin
Bundeswehr/Nathalie PoulheimAn der Übung nehmen rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons sowie Kräfte des Transporthubschrauberregiments 10 und der Flugbereitschaft BMVg teil.
Seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa grundlegend geändert. Eine wirksame Landes- und Bündnisverteidigung ist dadurch wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Regelmäßige Übungen unter realitätsnahen Einsatzbedingungen sind dabei die Grundlage, um den dafür notwendigen Ausbildungsstand bei den Soldatinnen und Soldaten zu gewährleisten.
Nein, für die Bevölkerung besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Sichtbare militärische Aktivitäten sind Teil des Übungsszenarios und kein Anlass zur Beunruhigung.
Örtlich kann es zu Verkehrsbehinderungen, Umleitungen und erhöhter Präsenz von Einsatzfahrzeugen der Bundeswehr sowie von Soldatinnen und Soldaten im Großraum Berlin und Torgelow kommen. Außerdem kann es immer wieder zu Lärmbelästigungen durch tief fliegende Hubschrauber auch über dem Stadtgebiet von Berlin kommen.
Das Wachbataillon hat einen infanteristischen Schutzauftrag. Im Spannungs- oder Verteidigungsfall schützt es Einrichtungen der Bundesregierung und stellt den Transport schutzbedürftiger Personen wie etwa von Regierungsmitgliedern sicher.
Das Wachbataillon leistet seinen Dienst als Hauptstadtverband aus der Julius-Leber-Kaserne in Berlin. Es ist der einzige Kampfverband in einer deutschen Großstadt, was durch seinen fest zugewiesenen Einsatzraum bedingt ist. Realitätsnahe Übungen sind daher häufig in die urbanen Strukturen der Bundeshauptstadt eingebunden.
Der Mehrzweckhubschrauber NH-90 transportiert Fracht und Personen.
Das ESK Mungo macht Spezialkräfte und Fallschirmjäger zu Lande mobil.
Politiker sind die häufigsten Passagiere der Cougar AS 532 U2.