Dienststellen der evangelischen Militärseelsorge

Wie ist die Militärseelsorge aufgestellt?

Auf 1.500 Soldaten evangelischen Glaubens wird ein Militärgeistlicher bestellt. Zurzeit arbeiten etwa 100 Geistliche in ebenso vielen evangelischen Militärpfarrämtern an den Standorten. Die kirchliche Leitung der Militärseelsorge nimmt der evangelische Militärbischof wahr. Er feiert Gottesdienste, vertritt die Militärseelsorge nach außen, führt die Geistlichen in ihre Aufgaben ein und verantwortet das Schrifttum. Er steht in keinem Dienstverhältnis zur Bundeswehr, sondern wird vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland ernannt.

Das Bundesgebiet ist in vier evangelische Militärdekanate unterteilt. Dort wird die Verantwortung für die Militärseelsorge im jeweiligen Bereich wahrgenommen sowie die Dienstaufsicht über die Militärgeistlichen. Die Militärdekane, welche diese Dienststellen leiten, stellen den Kontakt der Militärseelsorge zu den evangelischen Landeskirchen in ihrem Dekanat her. Die zentrale Verwaltung übernimmt das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr (EKAEvangelisches Kirchenamt für die Bundeswehr) als Bundesoberbehörde. Es wird vom Militärgeneraldekan geleitet, in ihm fließen kirchliche Führung durch den Militärbischof und Aufsicht durch das Bundesverteidigungsministerium zusammen.

Die Evangelische Kirche hat eine Dienststelle zur Verwaltung der Soldatenkirchensteuern eingerichtet, den Handlungsbereich Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr (HESBHandlungsbereich Evangelischer Seelsorge in der Bundeswehr).

Was sind unsere Arbeitsfelder?

  • Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten, ihre eigene religiöse Identität zu leben
  • Begleitung und Ermutigung von Soldatinnen und Soldaten als vertrauenswürdiger Ansprechpartner
  • Orientierung in wichtigen Fragen durch Lebenskundlichen Unterricht und persönliche Gespräche
  • Unterstützung von Familien und Angehörigen im Alltag, während des Einsatzes und im Trauerfall
  • Angebote zur Erwachsenenbildung und Freizeitgestaltung
  • Förderung eines offenen und aktiven Miteinanders unter den Kameraden, mit katholischen Brüdern und Schwestern und mit fremden Kulturen und Glaubensrichtungen

Seit wann gibt es die evangelische Militärseelsorge?

Der Militärseelsorgevertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Evangelischen Kirche in Deutschland trat am 22. Februar 1957 in Kraft. Er regelt die Seelsorge als gemeinsame Aufgabe unter alleiniger inhaltlicher Verantwortung und Aufsicht der Kirche bei gleichzeitiger organisatorischer und finanzieller Verantwortung des Staates.

Wie wird die evangelische Militärseelsorge finanziert?

Die allgemeinen Kosten der Militärseelsorge trägt der Bund. Aus den Kirchensteuern der Soldatinnen und Soldaten stellt auch die Kirche der Militärseelsorge jedes Jahr finanzielle Mittel zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung. Diese Mittel werden von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im „Handlungsbereich Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr“ (HESBHandlungsbereich Evangelischer Seelsorge in der Bundeswehr) verwaltet, der als kirchliche Dienststelle dem evangelischen Militärbischof untersteht.

Geographische Dienststellenübersicht

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