„Moderator des Friedens“ verabschiedet

„Moderator des Friedens“ verabschiedet

  • Evangelische Militärseelsorge
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Im Rahmen einer Tagung der Konferenz für Friedensarbeit (KfF) im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wurde Pastor Renke Brahms als Friedensbeauftragter des Rates der EKD und Vorsitzender der KfF verabschiedet.

Renke Brahms als Friedensbeauftragter verabschiedet

Renke Brahms als Friedensbeauftragter verabschiedet

Militärseelsorge

Der KfF gehören die Friedensbeauftragten der EKD-Gliedkirchen sowie die Vertreterinnen und Vertreter von EKD, kirchlichen Trägern der Friedensarbeit und damit verbundenen Institutionen an. Von 2007 bis 2019 stand Brahms als leitender Geistlicher an der Spitze der Bremischen Evangelischen Kirche. Anschließend wechselte er als theologischer Direktor zur Evangelischen Wittenbergstiftung. 2008 berief der Rat der EKD Brahms zum ersten Friedensbeauftragten.

In seinem Grußwort zur feierlichen Verabschiedung würdigte Militärbischof Dr. Bernhard Felmberg Renke Brahms als „Moderator des Friedens“ und veranschaulichte dieses an den eigentlichen Bedeutungen des lateinischen Begriffs „Moderator“. In seiner 13-jährigen Tätigkeit als Friedensbeauftragter setzte Brahms in vielen friedenspolitischen Bereichen ein Maß und war zugleich Mäßiger und Lenker.

In seinem Wirken betonte Brahms immer die Botschaft der Gewaltfreiheit Jesu und die Notwendigkeit, den Vorrang der gewaltfreien und zivilen Instrumente der Konfliktlösungen zu stärken. Als Friedensbeauftragter gelang es Brahms, unterschiedliche Positionen im friedensethischen Diskurs geschickt zu moderieren, um gemeinsame Positionierungen und gemeinsames Handeln zu erreichen.

Zusammen mit den jeweiligen Evangelischen Militärbischöfen prägte und lenkte Brahms in den vergangenen 13 Jahren entscheidend den friedensethischen Diskurs in der EKD und war an zahlreichen friedenspolitischen Stellungnahmen beteiligt. In seiner Arbeit setzte Brahms wesentliche Impulse, den sicherheitspolitischen Dialog mit seinen unterschiedlichen Akteuren zusammenzubringen und die friedensethische Forschung zu den neuen politischen Herausforderungen voranzubringen. Lobend betonte Felmberg: „Das ist die große Kunst des Moderators, zu lenken ohne alles in der Hand behalten zu wollen.“

Auch hinsichtlich des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan mahnte Brahms bereits 2010: „Eine Intervention mit militärischen Zwangsmitteln wie in Afghanistan muss von einer Politik getragen werden, die über klare Strategien und Ziele verfügt, Erfolgsaussichten nüchtern veranschlagt und von Anfang an bedenkt und darlegt, wie eine solche Intervention auch wieder beendet werden kann.“ Schon früh forderte Brahms eine unvoreingenommene Evaluierung des gesamten Einsatzes, damit „auch Konsequenzen für eine zukünftige Außen- und Sicherheitspolitik der westlichen Staaten gezogen werden können“.

Für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr sprach Militärbischof Felmberg Brahms seinen Dank für dessen Aufgabe als „Moderator des Friedens“ aus: „Danke für alle mäßigende Moderation in allen Kontroversen, für alles Leben im friedenpolitischen Dialog, Danke vor allem, dass Sie ein Maß gesetzt haben“.

von Militärseelsorge