Bundeswehr-Karriereberatung: Die Bewerbung

Bundeswehr-Karriereberatung: Die Bewerbung

Datum:
Ort:
Düsseldorf
Lesedauer:
3 MIN

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Die Bundeswehr zählt zu den größten Arbeitgebern Deutschlands und bietet mehr als 1.000 Karrieremöglichkeiten. Damit Bewerbung und Einstieg gelingen, stehen die Karriereberaterinnen und Karriereberater der Bundeswehr Interessierten deutschlandweit mit Rat und Tat zur Seite.

Die Beratungsbüros der Bundeswehr sind die Anlaufstelle für Bewerberinnen und Bewerber. Wenn Kandidatinnen und Kandidaten nach einem ersten Gespräch ihre Bewerbung abgeben möchten, geschieht dies bei einem zweiten Termin. 

Wie beispielsweise im Karriereberatungsbüro in Düsseldorf, das Karriereberatungsoffizier Christine Hausmann leitet. Wir begleiten den 26-jährigen Mehdi Keskin bei seinem zweiten Termin mit Frau Hauptmann Hausmann. Er möchte heute seine Bewerbungsunterlagen abgeben. 

Hauptmann Christine Hausmann bespricht in ihrem Büro mit Mehdi Keskin seine Bewerbungsunterlagen.

Hauptmann Christine Hausmann bespricht mit Mehdi Keskin seine Bewerbungsunterlagen.

PIZ Personal/Tobias Kliesing

Prüfung der Unterlagen

Also sichtet Hausmann zunächst seine Unterlagen, denn diese müssen vollständig sein. Sollte ein Dokument noch fehlen, so hat der Bewerber die Möglichkeit, dieses auch in elektronischer Form nachzureichen.

„Bewerbungsbogen, Zusatzfragebogen, tabellarischer Lebenslauf sowie eine Kopie der Geburtsurkunde benötigen wir bei jeder Bewerbung“, erklärt Hausmann. Der Zusatzfragebogen gibt Auskunft über eventuelle Mitgliedschaften oder Verbindungen zu bestimmten politischen Parteien, Organisationen oder Institutionen. Diese Informationen sind für die Bundeswehr sehr wichtig. Denn alle Beschäftigten des Bundes, die hoheitliche Tätigkeiten wahrnehmen - dazu zählen auch Soldaten - sind verpflichtet, sich durch ihr gesamtes Verhalten zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes zu bekennen.

„Bei der Abgabe der Unterlagen zählt: Je mehr, desto besser. Beispielsweise können zusätzliche Nachweise über Schul- oder Arbeitszeugnisse oder eine Kopie des Gesellenbriefes eingereicht werden“, ergänzt Hauptmann Hausmann.

Wenn doch noch etwas fehlt

Bei Keskins Unterlagen fehlt ein wichtiger Nachweis: Es ist sein Schulabschlusszeugnis. Ohne dieses Zeugnis kann er nicht belegen, dass er den notwendigen Schulabschluss für eine Feldwebellaufbahn besitzt. Das sollte er für eine schnellere Bearbeitung seiner Bewerbung dringend nachreichen. Hausmann bietet an, dass er das Zeugnis scannen solle, um es dann per E-Mail zum Beratungsbüro zu senden. So könne sie heute noch die vollständigen Bewerbungsunterlagen zum Karrierecenter in Düsseldorf verschicken.

„Danke für den Tipp“, sagt Keskin und freut sich über das Angebot. „Das werde ich gleich nach meiner Rückkehr nach Hause machen.“ Dann verabschiedet sich die Karriereberaterin von dem Bewerber und wünscht eine gute Heimreise.

Laufbahn und Ausbildung

Bei der Bundeswehr gibt es den Truppendienst und den Fachdienst. Diese unterscheiden sich in den Ausbildungsverläufen. Beim Truppendienst wird rein militärisch ausgebildet.

Der Fachdienst ist immer mit einer zivil anerkannten Berufsausbildung oder Meisterausbildung verbunden. Dies trifft beispielsweise auf den Bereich der Logistik, Sanitätsdienst, Personalwesen oder auf die Informationstechnologie zu. „Für den Bewerber heißt das, entweder hat er die Ausbildung bereits erfolgreich bestanden, beispielsweise zum Fachinformatiker, oder er wird im Rahmen seiner Verpflichtungszeit bei uns ausgebildet. Das bedeutet, dass sich Ausbildung, Einsätze, Aufgabengebiete und Verpflichtungszeiten dementsprechend unterscheiden“, erklärt Karriereberatungsoffizier Hausmann.

„Wir wollen natürlich dort, wo aus Sicht der Bundeswehr Bedarf besteht, die Dienstposten bestmöglich besetzen. Daher müssen neben den Wünschen auch die Qualifikationen der Bewerber passen. Dabei ist der Schulabschluss oder beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung von besonderer Bedeutung. Grundsätzlich gilt für Bewerberinnen und Bewerber: Je besser die Qualifikation, desto höher ist der Dienstgrad bereits beim Einstieg im Fachdienst“, so Hausmann.

Hauptmann Christine Hausmann sitzt an ihrem Schreibtisch und blickt freundlich in die Kamera.

Die Karriereberaterin Christine Hausmann hat Spaß an ihrem Job, insbesondere am Kontakt zu den Interessenten und Bewerbern.

PIZ Personal/Tobias Kliesing

Der halbe Arbeitstag ist geschafft. Nach der Mittagspause steht für Hausmann noch ein Beratungsgespräch an. Schluss ist für sie aber noch lange nicht. Denn sie muss auch noch ihre Aufgaben als Büroleiterin erledigen. „Das Wichtigste ist für mich der Spaß an meinem Beruf. Insbesondere der Kontakt mit vielen Menschen, die sich über die verschiedenen Karrierewege bei der Bundeswehr informieren wollen, gibt mir ein gutes Gefühl. Nach den Ferien freue ich mich auf eine ganz besondere Aufgabe“, so Hausmann zum Abschluss. Dann wird sie wieder interessierte Schülerinnen und Schüler in ihren Schulen besuchen, um sie über ihre Berufschancen bei der Bundeswehr zu informieren.

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von Tobias Kliesing  E-Mail schreiben

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