Streitkräftebasis
Kampf gegen Waldbrände

Bundeswehr im Amtshilfeeinsatz im Harz: Hubschrauber kämpfen gegen Waldbrand

Bundeswehr im Amtshilfeeinsatz im Harz: Hubschrauber kämpfen gegen Waldbrand

Datum:
Ort:
Sachsen-Anhalt
Lesedauer:
1 MIN

Die anhaltende Dürre in Europa gefährdet die Natur. In mehreren Bundesländern sind bereits Waldbrände ausgebrochen. Seit dem Wochenende ist der Landkreis Harz betroffen, circa 150 Hektar stehen in Flammen. Die Bundeswehr unterstützt die Löscharbeiten aus der Luft mit mittleren Transporthubschraubern aus Faßberg (Niedersachsen).

Hubschrauber tankt den Löschbehälter auf.

Transporthubschrauber CH-53 „tankt“ in der Okertalsperre und fliegt zur nächsten Löschrunde

Bundeswehr/Katharina Zollondz

Der Landkreis Harz hat den Katastrophenfall ausgerufen und zwei Amtshilfeanträge beim Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin gestellt. Der eine Antrag fordert Unterstützung aus der Luft. Deshalb unterstützt die Bundeswehr mit dem Transporthubschrauber NHNATO-Helicopter-90. Dieser verfügt über einen Wasserbehälter vom Typ „Bambi Bucket“. So nennt man das rote Behältnis, das vom Hubschrauber unter dem Rumpf mitgeführt wird – auch bezeichnet als Löschwasser-Außenbehälter. Damit kann der Hubschrauber 2.000 Liter Löschmittel transportieren. Es dient der Brandbekämpfung an schwer zugänglichen Stellen sowie bei Flur- und Waldbränden.

Die Löscharbeiten sind extrem schwierig durch unwegsames Gelände. Die rund 200 bodengebundenen Feuerwehrleute wurden von Einsatzkräften aus weiteren Landkreisen verstärkt und ein zweiter Hubschrauber bei der Bundeswehr angefordert. Der sogenannte CH-53 verfügt über ein Fassungsvermögen von 5.000 Litern und kommt vom Hubschraubergeschwader 64 aus Holzdorf. Er transportiert das Wasser in dem Behälter vom Typ „Smokey“. Damit nicht weitere Brände verursacht oder bestehende angefacht werden, besteht eine Flugverbotszone von 40 Kilometern für Zivilmaschinen.

Tanken aus dem See

Der zweite Amtshilfeantrag bezieht sich auf die Treibstoffversorgung. Die Bundeswehr stellt zwei sogenannte Feldtankwagen (kurz: FTW), ebenfalls aus Faßberg. Ein FTW ist bereits vor Ort, der zweite folgt schnellstmöglich. Mit einem Fassungsvermögen von 13.000 Liter „Flugkraftstoff“ (Kerosin) kann ein FTW alle im Einsatz befindlichen Hubschrauber betanken – die eigenen und die von Bundespolizei, Landespolizei sowie Zivilen. 

Das Wasser zum Löschen kommt aus der Okertalsperre in Niedersachen. Hier können die Hubschrauber problemlos heranfliegen, sinken und den Löschwasser-Außenbehälter wieder auffüllen.

von Anja Ticheloven  E-Mail schreiben

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