Streitkräftebasis

„Die Soldaten werden im Impfzentrum eine große Hilfe sein.“

„Die Soldaten werden im Impfzentrum eine große Hilfe sein.“

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Datum:
Ort:
Nordrhein-Westfalen
Lesedauer:
3 MIN

Am 20. Januar besuchte der Inspekteur Streitkräftebasis und Nationale Territorialer Befehlshaber, Generalleutnant Martin Schelleis, die Soldatinnen und Soldaten, die im Gesundheitsamt Oberbergischer Kreis in der Kontaktpersonen-Nachverfolgung und im Impfzentrum eingesetzt sind, um sich ein aktuelles Bild über die Arbeit der Soldaten zu verschaffen.

Landrat Jochen Hagt begrüßt Generalleutnant Schelleis.

Generalleutnant Schelleis wurde von Landrat Jochen Hagt begrüßt. Auch ein Rundgang durch das Impfzentrum stand an diesem Vormittag auf dem Programm.

Bundeswehr/Olaf Pieper

Am 20. Januar besuchte der Inspekteur Streitkräftebasis und Nationale Territoriale Befehlshaber, Generalleutnant Schelleis, Soldatinnen und Soldaten im Gesundheitsamt Oberbergischer Kreis (Gummersbach), um sich vor Ort ein aktuelles, Bild über die Arbeit der Soldaten zu verschaffen, die in der Kontaktpersonen-Nachverfolgung und im Impfzentrum eingesetzt sind.

Die Bundeswehr bietet verlässliche Strukturen

Im Gespräch lobte Landrat Jochen Hagt die Zusammenarbeit mit dem KVK, die seit vielen Jahren sehr gut funktioniere.

Landrat Jochen Hagt lobte im Gespräch mit Generalleutnant Schelleis die gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.

Bundeswehr/Olaf Pieper

Begrüßt wurde Generalleutnant Schelleis von Landrat Jochen Hagt und dem Kontingentführer, Oberstleutnant Siegert sowie Oberstleutnant Tessitori, Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVKKreisverbindungskommando) Oberbergischer Kreis. Der Landrat berichtete, dass der Oberbergische Kreis mit insgesamt drei eigenen Corona-Testzentren sehr gut aufgestellt sei und man die aktuelle Situation in der Kontaktnachverfolgung im Griff habe. Zudem lobte er die Zusammenarbeit mit dem KVKKreisverbindungskommando, die seit vielen Jahren sehr gut funktioniere. Die Soldaten in der Kontaktpersonen-Nachverfolgung seien für den Kreis eine sehr große Hilfe. „Natürlich sind wir hier im Oberbergischen Kreis schon hervorragend aufgestellt. Allerdings habe eine solche Krise niemand vorhersehen können. Ohne die Unterstützung der Bundeswehr hätten wir das nicht so schnell hinbekommen“, so Hagt. Zudem erklärte er, das sich 25 der rund 70 Pflegeeinrichtungen im Kreis weitere Unterstützung von der Bundeswehr wünschen. Er mache sich allerdings konkrete Gedanken, wie Aufgaben zukünftig auch ohne die Unterstützung der Bundeswehr zu meistern seien.

Generalleutnant Schelleis zeigte sich dankbar für dieses Signal: Spätestens im Frühsommer müsse man die Lage neu bewerten und sich den geforderten Personaleinsatz genau anschauen. „Kurzfristig können wir natürlich immer helfen“, sagt Schelleis.

Am 8. Februar soll zudem das Impfzentrum öffnen. Hier sollen weitere fünf Soldaten des Streitkräfteamtes Bonn eingesetzt werden. „Auch in diesem Fall bin ich dankbar für die verlässlichen Strukturen der Bundeswehr“, so der Landrat. Aktuell wurde der Hilfeleistungsantrag bis zum 19. Februar verlängert. 15 Soldatinnen und Soldaten des Streitkräfteamtes sind zurzeit in der Kontaktpersonen-Nachverfolgung eingesetzt. Bereits seit Mitte September 2020 unterstützen sie das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung.

Die Soldaten leisten einen wertvollen Beitrag

Im Anschluss folgte ein weiterer Gesprächstermin mit der Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Kaija Elvermann. Auch sie zeigte sich sehr dankbar, für die Unterstützung der Bundeswehr. Die Einarbeitung und Ausbildung habe sehr gut und schnell funktioniert. „Wir sind froh, dass die Bundeswehr so schnell vor Ort sein konnte“, so Dr. Elvermann.

„Ich bin froh, hier helfen zu dürfen“

Hauptmann Wagner wies Generalleutnant Schelleis in die Abläufe vor Ort ein.

Generalleutnant Schelleis wurde durch Gruppenführer Hauptmann Wagner in die Abläufe vor Ort eingewiesen.

Bundeswehr/Olaf Pieper

Generalleutnant Schelleis dankte anschließend persönlich den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz beim Gesundheitsamt und ließ sich von Hauptmann Wagner in deren Tagesablauf einweisen. In persönlichen Gesprächen konnte er sich von der hohen Motivation der Soldaten überzeugen. „Ich bin froh, hier helfen zu dürfen und mache das gerne bis zum Schluss weiter“, sagte beispielsweise Hauptgefreiter Faraj. Auch Leutnant Hillebrandt und Hauptfeldwebel Bach berichteten über ihre positiven Erfahrungen in der Kontaktpersonen-Nachverfolgung.

Die Soldaten werden auch im Impfzentrum sehr gut unterstützen können

Die Einweisung in das Impfzentrum erfolgte durch den Gesundheitsdezernenten, Ralf Schmallenbach.

Gesundheitsdezernent Ralf Schmallenbach (re.) leitete den Rundgang durch das Impfzentrum.

Bundeswehr/Olaf Pieper

Anschließend ließ sich Schelleis durch Ralf Schmallenbach, Gesundheitsdezernent und Leiter des Impfzentrums für den Oberbergischen Kreis, in das Impfzentrum einweisen. „Wie geplant, war das Zentrum frühzeitig startklar“, berichtet Schmallenbach. Es befindet sich in der ehemaligen Karstadt-Filiale im Einkaufszentrum Gummersbach. Aufgrund von Verzögerungen bei der Auslieferung des Impfstoffs verschiebt das Land Nordrhein-Westfalen den Start der Zentren allerdings auf den 8. Februar.

Ab dem 25. Januar haben Bürgerinnen und Bürger, die über 80 Jahre alt sind und in der eigenen Wohnung im Oberbergischen Kreis leben, die Möglichkeit, sich für eine Impfung gegen das Corona-Virus im Impfzentrum des Oberbergischen Kreises anzumelden.

„Die Soldaten werden uns hier sehr gut unterstützen können“, so Schmallenbach. Der Ablauf einer Impfung gliedert sich in fünf Phasen: Anmeldung, Aufklärung, Impfung, Beobachtung und Abmeldung. „Abgesehen vom Verabreichen der Impfung, können die Soldaten an jeder der Stationen sehr gut und sinnvoll eingesetzt werden“, erklärt Schmallenbach. Das Impfzentrum verfügt über 12 sogenannte Impfstraßen, also abgeschlossene Kabineneinheiten. Die Bundeswehr steht aktuell für den helfenden Einsatz in elf Corona-Impfzentren in Nordrhein-Westfalen bereit. Die Impfzentren werden administrative sowie logistische Unterstützung von über 150 Soldaten erhalten.

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