Streitkräftebasis
Militärische Spedition

Transport

Tonnenweise Material für die Kampfbrigade transportieren.

Bundeswehrfahrzeuge fahren durch den Wald auf unbefestigten Wegen

Sie sind die Trucker in Uniform: die Besatzungen der militärischen Lastkraftwagen sind absolute Profis auf ihrem Gebiet. Und das nicht nur auf der Autobahn. Die Militärkraftfahrerinnen und -fahrer beherrschen ihre MULTIS, UTFungeschütztes Transportfahrzeug und SLT auch im Gelände, bringen ihre wichtige Fracht sicher ans Ziel. Zur Truppe am vorderen Rand der Verteidigung oder in die Logistischen Basen. Stromaggregate, Stückgut oder Munition, Treibstoff, Verpflegung oder Kampfpanzer– die „Trappos“ der Streitkräftebasis sind unterwegs. Auf sie ist Verlass.

Video

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Nachschub rollt! Beim Marsch dabei

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  • Zwei Soldaten an einer Lagekarte
    1.

    Auftrag an den ZugFührer

    Es geht los! Im Kompaniegefechtsstand der „Fünften“ geht ein Auftrag ein. Die Transportsoldatinnen und -soldaten müssen mit einem Teil ihrer Fahrzeuge ihren Verfügungsraum verlassen und an einem Versorgungspunkt Güter zum Transport aufnehmen. Für die Profis aus Beelitz grundsätzlich kein Problem, dennoch üben sie den „Marsch mit Kraftfahrzeugen“ während der Robusten Basis. „Denn“, so erklärt Kompaniechef Hauptmann Max Rimpel, „unterliegt ebendieser bestimmten Kriterien und Regeln, die wir aus dem ‚Effeff‘ beherrschen müssen.“

    Rimpel ruft den Transportzugführer, Oberleutnant Franz Schilling, zu sich in den Gefechtsstand und weist ihn in die Lage und den bevorstehenden Auftrag ein, der vom Bataillonsgefechtsstand aus übermittelt worden war. Die beiden Offiziere wissen, worauf es ankommt, stimmen sich ab, sprechen dabei auch kurz über die Probleme, die auftauchen können – vom Einwirken feindlicher Kräfte bis hin zu einer schlichten Panne – lassen sie nichts außer Acht. Denn selbst letzteres, der technische Ausfall eines Fahrzeugs, zieht in einer militärischen Operation bestimmte Maßnahmen nach sich. So muss das Material stets gesichert werden.

  • Soldaten angetreten, davor ein Zugführer.
    2.

    Befehlsausgabe

    Oberleutnant Schilling weiß, was jetzt zu tun ist. Für den Auftrag führt sein Team den Decknamen „Apollo“ und das Ziel wird als „Olymp“ bezeichnet. Im Funkverkehr kennen nur Eingeweihte die Namen und so bleibt der bevorstehende Transport zumindest digital geheim.

    Im Gelände sieht das etwas anders aus. Denn der Transportzug setzt sich für diesen Marsch aus drei MULTIs und einem UTFungeschütztes Transportfahrzeug zusammen. Im Führungsfahrzeug – einem Eagle – an der Spitze wird Schilling selbst sitzen und den Konvoi anführen. Am Schluss sichert die Besatzung eines Dingo. Sechs Fahrzeuge in der Heidelandschaft rund um Gifhorn wirbeln schon buchstäblich Staub auf, sind unterwegs kaum zu verbergen. 

    Daher gibt es klare Befehle an die Besatzungen. Schilling weist die angetretenen Soldatinnen und Soldaten nicht nur in den Auftrag ein, er legt auch fest, wie sie sich bei unvorhersehbaren Lageentwicklungen zu verhalten haben. Etwa beim Auftreffen auf eine Sperre, Ausweichen natürlicher Hindernisse, Feindberührung und ähnliches. Einfach einsteigen und losfahren geht beim Militär eben nicht. So vereinbart der Offizier mit seiner Truppe Zeichen – Codeworte für den Funkverkehr, Handzeichen, Lichtsignale – die in den geschilderten Fällen die Kommunikation und die Führung erleichtern.

  • LKW-Kolonne
    3.

    Unterwegs

    Los geht’s – die kleine Kolonne setzt sich in Bewegung. Die Abstände zwischen den einzelnen Fahrzeugen sind metergenau festgelegt und werden strikt eingehalten. Aus den Dachluken schauen die Besatzungsmitglieder, welche zur Sicherung eingeteilt wurden. Sie bedienen je ein Maschinengewehr an der sogenannten Drehringlafette auf dem Fahrzeugdach. Das Umfeld genau beobachten und mittels der vereinbarten Zeichen Meldung machen, wenn es sein muss. Der Konvoi verlässt den Verfügungsraum, Oberleutnant Schilling meldet seinem Kompaniechef per Funk, dass sie einen vereinbarten Ort im Gelände, den Ablaufpunkt, vollständig passiert haben. Hauptmann Rimpel weiß jetzt, dass sein Team unterwegs ist. 

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    LKW im Gelände

    Die Marschrouten führen nicht nur über befestigte Straßen und Wege. Die Besatzungen müssen ihre MULTIS, UTFungeschütztes Transportfahrzeug und Begleitfahrzeuge auch im Gelände sicher beherrschen.

    Bundeswehr/Simon Ruhnke
    Gefechtsfahrzeug an der Spitze einer Kolonne.

    Sicherheit an erster Stelle: Der Eagle führt den Konvoi an

    Bundeswehr/Simon Ruhnke

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    Durch Waldstücke, vorbei an Ackerflächen führt der Weg der Lastwagen. Auf der Schotterstraße fahren sie langsam, um nicht unnötig viel Staub aufzuwirbeln, was gegnerischen Aufklärungsmitteln nicht verborgen bliebe. Dennoch kommt der Tross gut voran. Bald wird fester Untergrund erreicht in Form einer Landstraße.

  • Fahrzeugkolonne
    4.

    Taktischer Halt

    Zwar kommt man hier besser voran, ist aber weniger geschützt unterwegs, ist doch meist die Vegetation spärlicher am Straßenrand. Auf einer Straße sollen mehrere Verbände gleichzeitig nur dann marschieren, wenn Lage und Gelände keine andere Möglichkeit zulassen, gibt beispielsweise die „Arbeitshilfe Marsch“ vor. Und weiter: Marschpausen – technische Halte und Rasten – haben den Zweck, die Leistungsfähigkeit von Personal und Material zu erhalten und die Marschordnung aufrechtzuerhalten. Sie dienen unter anderem dazu, die Fahrzeuge zu überprüfen und die Lage zu „checken“. Wenn diese es erlaubt, bleibt die Truppe auf der Straße oder in ihrer unmittelbaren Nähe und behält die Abstände bei.

    Einen solchen Halt unternimmt der Konvoi unmittelbar vor dem Überqueren einer Bundesstraße, gleichzeitig der Übergang in den asphaltierten Streckenabschnitt. Die Besatzungen sitzen kurz ab, sichern mit ihren Handwaffen rund um den Halteplatz. Denn es ist immer mit Behinderungen und anderen Schwierigkeiten zu rechnen. Plötzlich auftretende irreguläre und verdeckt kämpfende Kräfte könnten den Marsch stören oder unterbrechen. Minen, Sprengfallen und andere Kampfmittel stellen eine ständige Bedrohung dar. Hindernisse, Blockaden, ziviler Verkehr und sogar das Wetter sind Einflussfaktoren. Und so untersuchen die Soldatinnen und Soldaten ihre LKWLastkraftwagen und prüfen den Straßenbelag auf versteckte Ladungen, Minen oder ähnliches.


  • LKWs am Straßenrand
    5.

    Ausgefallenes Fahrzeug

    Doch nimmt der geplante Marsch ab jetzt einen anderen Verlauf. Irgendetwas stimmt mit einem der MULTIs nicht. Es lässt sich nicht so ohne Weiteres herausfinden, warum der plötzlich nicht mehr anspringen will. Meldung an den Zugführer. Oberleutnant Schilling muss schnell entscheiden. Er befiehlt, das Fahrzeug zunächst in Deckung zurück zu lassen, dessen Besatzung sichert. Mit der restlichen Truppe setzt er den Auftrag fort. Ein Bergetrupp wird sich um den LKWLastkraftwagen kümmern und im Verfügungsraum feststellen, was los ist.

    Rasch nehmen die verbliebenen fünf Fahrzeuge die befohlene Marschordnung und ihre Abstände wieder ein. Kritisch ist gleich noch die Überquerung der Bundesstraße, wo an diesem normalen Wochentag reger Berufsverkehr herrscht. „Eine Künstlichkeit während der Übung“, erklärt Schilling, „im Ernstfall würden wir die Straße einfach abriegeln.“ Der Konvoi erreicht die andere Seite der Bundesstraße und setzt seine Fahrt fort.

  • LKW stehen nebeneinander
    6.

    Auf dem Weg zum Olymp

    Die Truppe nähert sich dem Auslaufpunkt des Marschweges. Eine Meldung an den Kompaniechef erfolgt, damit er weiß, dass sich seine „Trappos“ jetzt im Zielgebiet bewegen. Dort ist man ebenfalls über das baldige Eintreffen des angeforderten Transportraumes informiert, kann Vorbereitungen zur Beladung der LKWs treffen. Der Auslaufpunkt markiert das Ende der Marschstraße. Er muss zügig und ohne gegenseitige Behinderung überschritten werden. Hier enden die für den Marsch befohlenen Unterstellungen. Das bedeutet, dass die LKWLastkraftwagen-Besatzungen ab sofort dem militärischen Führer vor Ort unterstehen. 

    LKW stehen nebeneinander

    Angekommen: Sofort wird sich um die Fahrzeuge gekümmert und die Ausrüstung überprüft.

    Bundeswehr/Ralf Wilke

    Die Marschteile fließen ohne Umwege in ihre Räume ein. In einem landwirtschaftlichen Betrieb befindet sich der Gefechtsstand einer Umschlagkompanie. Hier soll Frachtgut aufgenommen und weiter transportiert werden. Doch zunächst nehmen die Lastwagen Aufstellung auf dem eingerichteten KfzKraftfahrzeug-Sammelplatz und treten an. Oberleutnant Schilling erkundigt sich nach dem Befinden seiner Männer und Frauen und fragt den Zustand der Fahrzeuge ab. Er blickt kurz auf den soeben beendeten Marsch zurück und befiehlt „Technischen Dienst“ und anschließend eine kurze Ruhepause. Schon bald soll beladen werden. 

    von Ralf Wilke 

Wer macht hier was?

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