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Damals in der Bundeswehr (6)

Berlin, 16.08.2019, Radio Andernach.

Radio Andernach, der Betreuungssender der Bundeswehr, lässt mit einer Serie kurzer Audio-Features Ereignisse aus mehr als 60 Jahre Bundeswehrgeschichte Revue passieren.

Manche Begebenheiten haben eher die Truppe bewegt, andere aber auch national wie international die Gemüter erregt. Ausgewählte Beiträge von „Damals in der Bundeswehr“ stellen wir Ihnen deshalb hier in lockerer Folge vor. Soldaten und Mitarbeiter der Bundeswehr finden bei Intranet aktuell jeden Werktag eine neue Folge.

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Heimkehr eines Königs

Soldaten stehen neben dem Sarg unter einem schwarzen Pavillon
Ehrenwache: Acht Offiziere flankieren den Sarg des Preußenkönigs. (Quelle: dpa)Größere Abbildung anzeigen

Am 17. August 1991 halten acht Offiziere der Bundeswehr Ehrenwache am Sarg einer Legende: Die sterblichen Überreste Friedrichs des Großen werden von der Burg Hohenzollern nach Potsdam überführt und finden in der Gruft des Schlosses Sanssouci ihre endgültige letzte Ruhe. Rund 50.000 Menschen verfolgen die Zeremonie.

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UN-Einsatz im Irak endet

Soldaten laufen hintereinander vor einem UN-Hubschrauber
Auftrag ausgeführt: Fünf Jahre lang hat die Bundeswehr UN-Inspektoren im Irak unterstützt. (Quelle: Bundeswehr/Detmar Modes)Größere Abbildung anzeigen

Am 15. August 1996 endet für die Bundeswehr ihr bis dahin längster UN-Einsatz. Mehr als fünf Jahre lang hatte sie mit Transall-Transportflugzeugen und Hubschraubern des Typs CH-53 Inspekteure der Vereinten Nationen im Irak unterstützt. Diese überwachten bei der Mission UNSCOM die Vernichtung von irakischen Massenvernichtungswaffen.

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Der Kampf gegen die Oderflut

Soldaten stapeln Sandsäcke auf einem Damm
Kraftanstrengung: Wichtigste Waffen der Soldaten im Kampf gegen die Flut sind Muskeln und insgesamt acht Millionen Sandsäcke. (Quelle: Bundeswehr/Andreas Noll)

Ende Juli 1997 kämpft die Bundeswehr gegen einen besonders mächtigen Feind – ein extremes Hochwasser der Oder. Brennpunkt der „Schlacht“ um die Oder-Deiche ist Hohenwutzen in Brandenburg. Allein dort sind rund 4.000 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz.

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Der ISAF-Abzug aus Afghanistan beginnt

Soldat verlässt Khilagay
Kehraus: Die ISAF geht, ihr folgt Resolute Support. (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

Bei der ISAF in Afghanistan stehen die Zeichen auf Abzug. In großem Stil verlegt die International Security Assistance Force der NATO Material zurück in die Heimat und somit auch nach Deutschland. Auf die ISAF, die auch einen Kampfauftrag hatte, folgt die Beratungsmission Resolute Support.

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Die Wehrpflicht wird eingeführt

Wehrpflichtige empfangen Uniformen
„In the army now“: Die ersten Wehrpflichtigen der Bundeswehr räumen ihre Spinde ein. (Quelle: Bundeswehr/Munker)

Am 21. Juli 1956 verabschiedet der Bundestag das Wehrpflichtgesetz. Es ist die Grundlage dafür, dass in den nächsten Jahrzehnten rund acht Millionen Männer zum Wehrdienst eingezogen werden. Seit Juli 2011 ist die Bundeswehr zwar eine Freiwilligenarmee, doch die Wehrpflicht ist lediglich ausgesetzt – nicht abgeschafft.

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Die Gebirgstruppe wird aufgestellt

Soldaten seilen sich ab
Kopfüber in den Kampf: Felsen sind das wahre Element der Gebirgsjäger. (Quelle: Bundeswehr/Marco Dorow)Größere Abbildung anzeigen

Als die Bundeswehr 1955 gegründet wurde, hatte sie keine Gebirgsjäger. Dass sich das rund ein Jahr später änderte, ist auch dem damaligen Bundestagsabgeordneten und späteren Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zuzuschreiben.

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Verfassungsgericht urteilt zu Auslandseinsätzen

Soldaten patrouillieren mit Waffen in Wüstenlandschaft
Klarstellung: Bewaffnete Auslandseinsätze sind mit dem Grundgesetz vereinbar. (Quelle: Bundeswehr/Susanne Hähnel)Größere Abbildung anzeigen

Am 12. Juli 1994 schaffen die obersten deutschen Richter Klarheit beim Thema „Auslandseinsätze“ – und schreiben mit ihrem Urteil ein Stück Bundeswehrgeschichte.

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Ein Kommando für alle Auslandseinsätze

Bundeswehrsoldaten sitzen an Computern in der Operationszentrale des Einsatzführungskommandos
Konzentration in der Operationszentrale: Hier laufen alle Fäden zusammen. (Quelle: Bundeswehr/Falk Bärwald)Größere Abbildung anzeigen

Nur wenige Daten markieren den Wandel der Bundeswehr von der Abschreckungs- zur Einsatzarmee so wie der 8. Juli 2001. Denn an diesem Tag wird in Geltow bei Potsdam das Einsatzführungskommando der Bundeswehr eingeweiht. Alle Auslandseinsätze der Bundeswehr werden dort geplant und von dort aus geführt.

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Erste Freiwillig Wehrdienstleistende

Soldaten marschieren in Formation auf dem Paradeplatz
Ein herzliches Willkommen: 150 von den ersten Freiwillig Wehrdienstleistenden werden von Verteidigungsminister de Maizière am 4. Juli 2011 feierlich in Berlin begrüßt. (Quelle: Bundeswehr/Andrea Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Ende der Wehrpflicht kommen rund 3.400 Freiwillig Wehrdienstleistende zur Bundeswehr und ziehen am 4. Juli 2011 in die Kasernen ein. Der neue freiwillige Dienst kann bis zu 23 Monate dauern. Außerdem wird dieser wesentlich besser vergütet.

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Stand vom: 16.08.2019 | Autor: Frank Bötel/Jenna Eatough


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