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Evangelisches Militärpfarramt Büchel

Das Evangelische Militärpfarramt Büchel ist zuständig für die Standorte Andernach, Büchel (Alflen), Cochem-Brauheck, Ulmen, Willich und zugehörig zum Militärdekanat West.

Neue Energie für unser Innenleben

Wenn die Sonne sinkt und die Tage kürzer werden, werden uns Tage für Innen freigehalten. Deshalb ist unser Kalender ein Glücksfall. Alltags zwar ist Druckzeit, wir erarbeiten in den kurzen Tagen ja den meisten Profit. Überall wird jetzt geklotzt. Schon ab Ende August dürfen die Bäume Ihre Holzproduktion einstellen; wir aber arbeiten gegen die Uhr, zwingen uns zu konzentrierten Leistungen, während unser Biorhythmus eigentlich nach Entlastung sucht.

Da kommt uns der Jahreskalender zur Hilfe. Der Weisheit der Kirche verdanken wir sämtliche Feiertage, den Tag der Arbeit und den Tag der Einheit ausgenommen. Auch die Sonntage sind ja Teil der christlichen Aussteuer. Wenn sie dazu noch mit einem Thema beladen sind, bringen sie zusätzlich gute Fracht.

Vor uns: Volkstrauertag.

Uns tut sich der Vorhang auf für Gemeinschaft in diesem Land. Wir haben nicht nur private Sorgen und Freuden, sondern wir sind auch Teil eines öffentlichen Körpers. Und der, Stadt oder Staat, hat auch Wunden, hat Schulden und Schuld. Einmal im Jahr der Menschen gedenken, die im Namen meines Volkes getötet wurden, das gehört zur Würde des Lebens. Denn wir sind doch denkende und fühlende Wesen. Und was wir nicht erinnern und betrauern an Leid, dass verbrechen wir noch einmal durch Verachtung der gegenwärtigen Opfer.

Dann Buß- und Bettag, ein Tag, freigehalten fürs Gedenken persönlicher Sünde. Wenn wir alleingelassen wären mit unserem Lug und Trug, mit Verrat und Feigheit eines Jahres, täten wir wohl recht daran, den Mantel des Schweigens drüber zu breiten. Aber Schuld reicht bis zu Gott, der verwandelnden, heilenden Kraft mitten im Leben. Mit meinem Müll mich an Gott wenden dürfen, ist zugleich neu starten dürfen.

Und Ewigkeitssonntag:

Mal eine Stunde meine Toten erinnern – Glück und Last mit ihnen noch mal fühlen. Vielleicht verzeihen können – endlich. Aber jedenfalls mich von ihnen freigesprochen glauben, weil sie längst am anderen Ufer bei Gott gelandet sind – befreiend könnte dieser Tag werden.

Unser Innenleben braucht Energie. Woher Mut, Vergebung, Zutrauen? Woher der Glaube, dass du ein Projekt Gottes bist?

Hol dir in den dunklen Tagen Stoff für deine Lebensflamme aus dem Christenschatz. Such noch einmal in Bibel, Gemeinde, Kirche, nimm dir Licht vom unerschöpften Licht und von dem, der sagt:

Ich bin der Weg, die Wahrheit und dass Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch nicht.

Kommen Sie gut durch diese Zeit und bleiben Sie gesund!

Ihr Militärseelsorgeteam
Peter Frommann Axel Jahrand
Militärpfarrer Pfarrhelfer

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