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Festveranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag

Festveranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag

Datum:
Ort:
Pristina
Lesedauer:
2 MIN

„Was ich sage, kommt von Herzen“, so begann die Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom ihre Rede auf der Festveranstaltung zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März 2024 in Pristina. Und sie fuhr fort: „Als Eltern von betroffenen Kindern haben wir mit unseren Kindern einen entbehrungsreichen Weg zu gehen.“

Kinder stehen auf der Bühne der Festveranstaltung

Kinder singen während der Eröffnung der Charity Night im Zentrum in Pristina

Militärseelsorge

Die Nichtregierungsorganisation „Down Syndrome Kosova“ hatte Unterstützer ihrer Arbeit an diesem Tag in ihr erst vor kurzem eröffnetes Zentrum in Pristina eingeladen, darunter auch den evangelischen Militärseelsorger des 67. deutschen Einsatzkontingents der Kosovo Force (KFORKosovo Force). Durch einen Besuch der Down-Syndrom-Schule in Prizren drei Wochen zuvor wurde eine lang zurück liegende Partnerschaft wieder aufgenommen. Die Soldaten eines der deutschen KFORKosovo Force-Einsatzkontingente, die viele Jahre im Feldlager Prizren stationiert waren, hatten 2015 für die Anschaffung eines Heizkessels 900 Euro gespendet. Dem gemeinnützigen Verein, der 2007 von Eltern mit betroffenen Kindern in Pristina gegründet wurde, wurde es so möglich, die Einrichtung auch im Winter zu betreiben. Inzwischen gibt es im Kosovo fünf solcher Zentren mit insgesamt 55 Angestellten.

Unter den Gästen war die Präsidentin der Republik Kosovo, Vjosa Osmani. In ihrem Grußwort wies sie darauf hin, dass Menschen mit dem Down-Syndrom ein ganz besonderes Potenzial in die Gesellschaft einbringen. Gleichzeitig forderte sie mehr Engagement der gesellschaftlichen Träger bei der Integration. Der mich begleitende Oberstleutnant i. G. Christian Z. und ich, Militärpfarrer Joerg Baruth, waren uns am Ende einig, zu der bisher an drei Sonntagen der Passionszeit gesammelten Kollekte von 200 Euro um weitere Spenden im 67. Kontingent zu werben und die Arbeit der Nichtregierungsorganisation weiter zu unterstützen.

„Seit der Gründung der ‚Down Syndrome Kosova‘ hat sich viel getan. Das gibt uns die Hoffnung, dass unser Weg leichter wird“, stellte die anfangs zitierte Mutter fest und sie appellierte an die Anwesenden: „Das große Interesse von heute sollte jeden Tag für unsere Kinder existieren.“ Das ist Ansporn für das 67. deutsche Einsatzkontingent, der NGONichtregierungsorganisationDown Syndrome Kosova“ verbunden zu bleiben.

  • Militärpfarrer Baruth und Oberstleutnant i.G. Z. stehen zusammen mit einem Kind vor einem Regal

    Militärpfarrer Baruth und Oberstleutnant i. G. Z. begutachten das Bastelergebnis eines Kindes

    Militärseelsorge
  • Menschen mit Down-Syndrom stellen Postkarten her

    Die Präsidentin der Republik Kosovo, Vjosa Osmani, wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass Menschen mit dem Down-Syndrom ein ganz besonderes Potenzial in die Gesellschaft einbringen.

    Militärseelsorge
  • Menschen mit Down-Syndrom stellen Postkarten her

    Die Herstellung von Postkarten ist nur eine der zahlreichen Aufgaben, die den Menschen mit Down-Syndrom im Zentrum Prizren gestellt werden.

    Militärseelsorge
von Joerg Baruth