Neuer Militärpfarrer

„In jeder Uniform steckt ein Mensch“

„In jeder Uniform steckt ein Mensch“

  • Militärpfarrer
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Faßberg
Lesedauer:
1 MIN

Der „Hauptmann von Kapernaum“ – ein Bibeltext, der in der Militärseelsorge naturgemäß immer wieder eine Rolle spielt. Florian Hemme hebt ein Detail hervor, das man schnell übersehen könnte: nicht den Glauben des Hauptmanns, nicht die Wunderkraft des Messias. Nein, ihn bewegt die Tatsache, dass Jesus, obwohl viele Menschen zu ihm kamen, aufbricht, um den einen kranken Soldaten zu besuchen: „Er machte sich dahin auf, wo er gebraucht wurde.“ So will auch der neue Militärpfarrer für Celle, Faßberg und Walsrode den Soldatinnen und Soldaten nachgehen: „Nur wenn ich Ihren Dienstalltag kenne, kann ich für Sie da sein – in jeder Uniform steckt ein Mensch.“

Einführung im Gottesdienst

Einführung im Gottesdienst

Bundeswehr/Carsten König

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde Hemme jetzt in sein Amt als Leiter des Evangelischen Militärpfarramts Faßberg eingeführt. Militärbischof Bernhard Felmberg lud die Gemeinde ein, ihren Pfarrer beim Wort zu nehmen: „Nehmen Sie ihn in Anspruch: im Lebenkundlichen Unterricht, bei Rüstzeiten, bei Gottesdiensten und in der Seelsorge – lassen Sie sich ruhig auch einmal ins Gebet nehmen von ihm. Und: Seien Sie mit ihm fröhlich!“ Denn, so der Bischof, der aus Berlin angereist war, Humor und ein fröhliches Leben seien in der Militärseelsorge genauso wichtig wie die Seelsorge in ernsten Lebenslagen.

Vertreter von Militär, örtlicher Politik und aus dem Kollegenkreis bereiteten Florian Hemme und seiner Familie beim Empfang in der „Oase“ ein herzliches Willkommen. Unter den Gratulanten war auch der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche aus dem Kloster Brenkhausen bei Höxter, das dem Standort Faßberg durch viele Lebenskundliche Seminare verbunden ist.

Zuletzt bedankte sich der frisch eingeführte Militärpfarrer bei seiner Familie, die mit ihm an den neuen Standort geht, und bei Pfarrhelferin Petra Winterhoff und allen, die ihm geholfen haben, in seiner neuen Umgebung und in der Aufgabe als Militärseelsorger anzukommen.

von Walter Linkmann

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