Seelsorge und Gottesdienst bei Übung „Alligator Sword“

Seelsorge und Gottesdienst bei Übung „Alligator Sword“

  • Gottesdienst
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Münster
Lesedauer:
1 MIN

Eine Evangelische Militärpfarrerin war bei einer Übung des 1. Deutsch-Niederländischen Korps dabei. Seelsorge und Gottesdienst begleiteten die Soldatinnen und Soldaten auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken.

Im „Alten Kino“ auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken fand ein Gottesdienst statt

Im „Alten Kino“ auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken fand ein Gottesdienst statt

Edwin Jordan / Bundeswehr

Als auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken die Übung „Alligator Sword“ des 1. Deutsch-Niederländischen Korps (1 GNC), zusammen mit anderen Verbänden und unter Beteiligung verschiedener Nationen, stattfand, durfte ich als Evangelische Militärpfarrerin ein paar Tage mit dabei sein.

„Auf Übung sein“ ist ein besonderes und doch dem Soldatenberuf originäres Arbeitsfeld: rund um die Uhr Arbeit, enge Zusammenarbeit unter verschiedenen Truppengattungen und Nationen.

Als Militärpfarrerin war ich besonders mit zwei der Standbeine der Evangelischen Militärseelsorge gefragt: Seelsorge und Gottesdienst. Viele Gespräche am Arbeitsplatz der Soldaten und Soldatinnen fanden statt, aber auch zwischen Tür und Angel und natürlich in der „Coffee-Corner“.

Altar im „Alten Kino“ für den Gottesdienst während der Übung „Alligator Sword“

Altar im „Alten Kino“ für den Gottesdienst während der Übung „Alligator Sword“

Brigitte Pagnoux / Militärseelsorge

Am Sonntag feierten wir im „Alten Kino“ einen evangelischen Gottesdienst mit etwa 70 Teilnehmenden. Ein bisschen verloren kamen wir uns vor in dem großen Raum. Gottes Nähe und das gemeinsame Gedenken an verstorbene Menschen, die einmal zu uns gehörten, sowie an gefallene Kameraden aus unserer Mitte brachten Nähe in der nötigen räumlichen Distanz.

Das Lied „Somewhere over the rainbow“ erklang und wir saßen miteinander in dieser Gottesdienststunde unter Gottes Segen. Wo auch immer unsere Verstorbenen sind: Geborgen in Gottes Frieden dürfen wir sie wissen.

„Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein, so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.“ (Psalm 139,12)

Die Soldatinnen und Soldaten zündeten Teelichter zum Gedenken an die Verstorbenen an

Die Soldatinnen und Soldaten zündeten Teelichter zum Gedenken an die Verstorbenen an

Brigitte Pagnoux / Militärseelsorge

Im Wissen um dieses Licht zündeten die Gottesdienstteilnehmer ein Teelicht an den Altarkerzen an. Jesus Christus spricht:

„Wer an mich glaubt und mit mir geht, wird nicht im Dunkeln bleiben!“

(Die Autorin, Militärpfarrerin Brigitte Pagnoux, leitet das Evangelische Militärpfarramt Münster.)

von Brigitte Pagnoux