Familienrüstzeit

„Zur Ruhe kommen“

„Zur Ruhe kommen“

  • Rüstzeit
  • Evangelische Militärseelsorge
Datum:
Ort:
Münster
Lesedauer:
2 MIN

Aus dem Alltag heraus, etwa vier Wochen nach dem Schulferienende in NRWNordrhein-Westfalen, versammelten wir uns auf dem Ponyhof Meier im Sauerland. 76 Teilnehmende im Alter von zwei bis 66 Jahren verbrachten ein gemeinsames Wochenende mit vormittäglichen Ponywanderungen in den Weiten des Sauerlandes bei wundervollem Wetter.

Impressionen der Familienrüstzeit auf dem Ponyhof

Impressionen der Familienrüstzeit auf dem Ponyhof

Militärseelsorge

Am Nachmittag wurden die Kinder von Birgit und Sabrina auf eine abenteuerliche Schatzsuche mitgenommen und verschiedene Gemeinschaftsspiele unter freiem Himmel ließen den Nachmittag schnell vergehen. Wir Erwachsenen fanden uns zusammen in Gesprächen zu Fragestellungen wie „Was verursacht Unruhe bei mir?“ und „Wo oder wie finde ich Ruhe?“

In der Abendandacht am Freitagabend hörten wir von der besonderen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Im Familiengottesdienst mit der Feier des Heiligen Abendmahls am Samstagabend dachte unsere Kirchenfledermaus Friedolin über die Geschichte von der „Sturmstillung“ nach.

Hier ein Auszug seiner Gedanken:

Friedolin: Du sagst, Gott fährt mit und dann ist alles in Ordnung. Darüber muss ich nachdenken. Und wenn ich so nachdenke muss ich sagen, ich werde schon irgendwie ruhiger. Das heißt also, ich bin nicht alleine.

Erwachsener: Ja, Fridolin, genau das heißt es. Ich stelle mir vor, damals auf dem unruhigen Meer ist Wasser ins Boot geschwappt, das Segel des kleinen Fischbötchens gerissen … Vielleicht hat Jesus jedem seiner Freunde ein ganz kleines Stückchen von dem Segel mitgegeben mit den Worten: „Das soll dich erinnern – du brauchst keine Angst haben. Gott fährt mit, auch wenn das Segel reißt: Er ist dabei.“

Friedolin: Na, da muss man aber viel Fantasie haben!

Erwachsener: Nein, Friedolin, nicht Fantasie. Vertrauen! Schau mal, ich habe dir auch so ein Stück Segeltuch mitgebracht. Das kannst du in deinem Fledermausstübchen aufheben. Das erinnert dich daran: Du bist nie allein! Gott ist immer bei dir!

Friedolin: Immer!? Auch wenn ich eine schwierige Multiplikationsaufgabe nicht lösen kann? Auch wenn wieder irgendjemand mit mir schimpft? Und wenn ich einfach nur so Angst habe?

Erwachsener: Ja, immer!

Friedolin: Das gefällt mir. Das nehme ich heute Abend mit in mein Fledermausstübchen und jetzt wird es dringend Zeit für mein Lieblingswort einer jeden Predigt: AMEN!

von Brigitte Pagnoux