Osterrüstzeit

Von der Dunkelheit ans Licht

Von der Dunkelheit ans Licht

Datum:
Ort:
Neuburg an der Donau
Lesedauer:
2 MIN

„Das hat so richtig gutgetan“ – so fasste ein Rüstzeitteilnehmer am Ostermontag beim Feedback die vergangenen sechs Tage zusammen, welche die 55 Kameradinnen und Kameraden mit ihren Angehörigen in den bayerischen Bergen auf über 1.000 Metern Höhe verbrachten.

Morgendämmerung in den bayerischen Bergen während der Osternachtwanderung

Zur Osternachtwanderung hörten die Teilnehmenden an vier Stationen die biblischen Auferstehungsgeschichten, in denen das „Fürchte dich nicht“ im Mittelpunkt stand

Bundeswehr/Militärseelsorge

Los ging es am Mittwochabend vor Ostern mit einer bewegten Kennenlernrunde, die sowohl die gut 20 Kinder als auch die Erwachsenen miteinander ins Gespräch brachte. Nach der ersten Nacht in der wunderbaren Bergluft, die uns nochmal neuen Schnee brachte, startete die erste inhaltliche Einheit mit einem Ausstellungsbesuch: 20 Abendmahlsdarstellungen aus den vergangenen Jahrhunderten zeigten uns verschiedene Bedeutungsfacetten: von der Feier der Gemeinschaft über die Sündenvergebung bis in die Dankbarkeit. Wir spürten dabei der Frage nach: „Wie können wir die Gegenwart Christi dabei hilfreich erfahren?“

Für die Kinder gestaltete die Kinderbetreuung mit Lisa, Anna und Simon ein Extra-Programm. Sie bastelten Osterkörbchen und gestalteten Osterkerzen. Und am Abend überraschten sie die Eltern mit einer Domino-Rallye, die durch den ganzen großen Kinderbereich aufgebaut war. 

Für viele Familien hatte die Führung im Walderlebniszentrum großen Erlebniswert. Die engagierte und holzbegeisterte Försterin ließ uns die Farben des Waldes entdecken und leitete ein lustiges Baum-Suchspiel an, bevor wir in einer Gemeinschaftsaktion gemeinsam zwei Holzhäuser errichteten.

Teilnehmer der Rüstzeit backen Stockbrot über einer Feuerschale

Mit strahlenden Augen wurden die spannenden Erlebnisse in der hereinbrechenden Dämmerung bei Lagerfeuer und Stockbrot geteilt

Bundeswehr/Militärseelsorge

Den Karfreitag nutzten wir zu tiefergehenden Gesprächen über Abschiede, die keinem von uns im Leben erspart bleiben. Wir erarbeiteten uns mentale Werkzeuge, um dennoch Kraft für einen Neubeginn gewinnen zu können – inneres Wachstum ist möglich. Pfarrhelfer Kriegl führte uns am Nachmittag durch eine eindrucksvolle Meditation zur Todesstunde Jesu. 

Beim Samstagsfrühstück packten alle fleißig ihre Lunchpakete. Klettergarten, Bergwanderung, Gipfelerfahrungen, Seilbahnfreuden, Spaßbad, Königsschlösser – breit war die Palette der Möglichkeiten, die die Familien an diesem Tag wählten. Mit strahlenden Augen wurden die spannenden Erlebnisse in der hereinbrechenden Dämmerung bei Lagerfeuer und Stockbrot geteilt.

Stockdunkel war es am Ostersonntag um fünf Uhr, als wir zur Osternachtswanderung aufbrachen. An vier Stationen hörten wir die biblischen Auferstehungsgeschichten, in denen das „Fürchte dich nicht“ im Mittelpunkt stand. Schritt für Schritt wurde es heller, bis die Sonne hinter den Bergen hervorschien. „Das war für mich der emotionale Höhepunkt“, formulierten viele Kameraden, als wir uns am Ostermontag voneinander verabschiedeten. 

Die nächste Rüstzeit der evangelischen Militärseelsorge Neuburg findet vom 26. bis 29. Juli 2024 im Haus Silberbach im Frankenwald zum Thema „An die Grenze gehen“ statt.

von Gunther Wiendl