Auf der Suche nach Frieden

Übergabe des Friedenslichts in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn

Übergabe des Friedenslichts in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn

Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
2 MIN

Auf der Suche nach Frieden

Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die „aktion kaserne“ des BDKJ und die Militärseelsorge reichen das Friedenslicht aus Betlehem an die Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland weiter.

Die Teilnehmer der Übergabe mit dem Friedenslicht

Friedenslichtübergabe 2023 in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn

Christian Schnaubelt / rdp NRW

Im Rahmen eines ökumenischen Impulses am 15. Dezember 2023 wurde das Friedenslicht aus Betlehem an die evangelische und die katholische Militärseelsorge in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn übergeben. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland haben die „aktion kaserne“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Ring Deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände (rdp) NRWNordrhein-Westfalen die in der Geburtsgrotte entzündete Flamme weitergegeben.

Militärpfarrer Peter Bellinghausen von der katholischen Militärseelsorge und Pfarrerin Hanna Lehnert von der evangelischen Militärseelsorge nahmen das Licht im Rahmen eines ökumenischen Impulses in der Kapelle der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn entgegen. Beide betonten die hohe Symbolkraft, die das Friedenslicht für die Soldatinnen und Soldaten, besonders im Ausland, hat. Oberstleutnant Junker von der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung nahm das Licht für die Luftwaffe in Empfang und sorgte für den Weitertransport.

„Die Übergabe des Friedenslichtes ist ein wichtiges Zeichen, das unsere Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten ausdrücken und sie an ihre besondere Verantwortung für den Frieden im In- und Ausland erinnern soll“, betonte Stefan Dengel, Geschäftsführer der aktion kaserne des BDKJ. 2023 wurde das Friedenslicht zum mittlerweile 12. Mal in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn übergeben.

„Das Friedenslicht verbindet ‚alle Menschen guten Willens‘„

„Wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen – gerade während des Krieges im Nahen Osten und in der Ukraine – mit der Weitergabe des Friedenslichtes ein kleines Stück Frieden verschenken. Denn das Friedenslicht verbindet ‚alle Menschen guten Willens‘ miteinander, egal welcher Religion oder Nationalität“, beschreibt Christian Schnaubelt, Pressesprecher des Pfadfinderrings rdp NRWNordrhein-Westfalen, der die Aktion seit mittlerweile 25 Jahren landesweit durchführt. Bis zum Heiligen Abend sind bei der landesweit größten Friedenslichtaktion 15.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Einsatz, um das Friedenslicht zum mittlerweile 25. Mal in Nordrhein-Westfalen zu verteilen.

An der Übergabe des Friedenslichtes an die Luftwaffe nahmen Vertreter der evangelischen und katholischen Militärseelsorge sowie Bundeskurat Matthias Feldmann von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Ylva Pössinger von der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), Christian Schnaubelt vom Ring deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinderverbände (rdp) NRWNordrhein-Westfalen und Stefan Dengel, Geschäftsführer der „aktion kaserne“ des Bundes Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) teil.

Lichttransport über Amman und Linz nach Deutschland

Das Friedenslicht gelangte – trotz des Krieges im Nahen Osten – zum mittlerweile 30. Mal von Betlehem nach Deutschland, allerdings über den „Umweg“ über Jordanien. 

Es wurde am 17. November in der Geburtsgrotte in Betlehem entzündet und über Amman (Jordanien) nach Österreich geflogen. Im Mariendom in Linz nahmen es 1.300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder – darunter 150 aus Deutschland – bei der internationalen Aussendungsfeier am 09. Dezember in Empfang. Am 10. Dezember erreichte das Friedenslicht Deutschland und gelangte, über Essen und Bochum, am 15. Dezember nach Köln-Wahn. 

von Christian Toussaint