Cyber- und Informationsraum

Hauptfeldwebel Kelputt – Der Testtechniker

Hauptfeldwebel Kelputt – Der Testtechniker

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  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
2 MIN

Beim Einsatztest des neuen Führungssystems Battle Management Systems (BMS) zeigt sich, wie benutzerfreundlich das System ist. Hauptfeldwebel Kelputt begleitet den Systemtest auf der Gratwanderung zwischen Funktion und Sicherheit.

Frontal Aufnahme des Herrn Hauptfeldwebel Kelputt während eines Gespräches.

Eine Frage steht immer im Vordergrund: Was macht der Nutzer vom Heer tatsächlich mit dem System?

Bundeswehr/Stefan Uj

„Als ITInformationstechnik-Feldwebel mit dem Schwerpunkt „Übertragung“ weiß ich, wie ich Informationen von A nach B bekomme,“ sagt Hauptfeldwebel Sascha Kelputt. Als gelernter ITInformationstechnik-ler kennt er sich aus mit der Übertragung von Informationen, sei es über Funk oder Satellitenkommunikation. Um die Übertragung von Informationen – möglichst in Echtzeit – geht es auch bei der Testung des neuen digitalen Führungssystems BMS. Das digitale Führungssystem vernetzt alle Gefechtsteilnehmer miteinander. Alle ausgetauschten Informationen fließen sofort in ein aktuelles digitales Lagebild ein. So wird die militärische Führung in ihren Handlungsentscheidungen unterstützt.

Systemtests nicht im Labor, sondern unter realen Bedingungen

Kelputt ist zuständig für die Vorbereitung und Durchführung der Systemtests. Die Software, die vorher unter Laborbedingungen entwickelt und getestet wurde, wird in Munster in der Außenstelle des Zentrums für Softwarekompetenz der Bundeswehr (ZSwKBw) unter Umweltbedingungen auf mobilen Plattformen – der auch in Gefechtsfahrzeugen verbauten Hardware – getestet. Das Dezernat III 6 mobile Führungssysteme arbeitet hier mit Industrieunternehmen zusammen, die an der Entwicklung des Systems beteiligt sind. In diesem Fall mit der Firma Systematic, die mit Sitaware#en die Grundlagensoftware des BMS stellt und der BWI GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung, die das gesamte Softwarepaket bereitstellt. „Die Industrie nutzt die Plattformen, um die Systeme in Realität zu testen“, so Kelputt. „In der jetzigen Testphase überprüfen wir, ob das von der BWI bereitgestellte gehärtete Windows einwandfrei auf den Systemen läuft.“

Stetiger Lernprozess und geistige Flexibilität

Der 43-Jährige war von 1996 bis 2008 beim Fernmelderegiment I in Rotenburg an der Wümme tätig und kam 2015 als „Wiedereinsteller“ nach Munster. Der ITInformationstechnik-ler schätzt an seiner Tätigkeit beim ZSwKBw, dass er immer mit den neuesten Entwicklungen in Kontakt kommt und sich in einem stetigen Lernprozess befindet. „Jeder Test ist anders. Die Grundlagen bleiben, aber Umfeld und Komplexität ändern sich. Das erfordert natürlich geistige Flexibilität und macht den Job interessant,“ erzählt er begeistert. Die große Herausforderung sei es, die Waage zu finden zwischen einem sicheren und einem funktionierenden System.

Immer aus der Perspektive des Nutzers

Innenaufnahme eines Fahrzeugs, Blick auf den Monitor.

Unter realen Bedingungen überprüfen, ob die Software einwandfrei auf den Systemen läuft.

Bundeswehr/Stefan Uj

Die Funktion und Sicherheit der Software ist die eine Seite. Genauso wichtig ist für Kelputt allerdings der Nutzer des Systems: „Bei der Konfiguration und Administration des Systems nehmen wir auch die Perspektive des Nutzers ein. Angefangen mit der Frage, was braucht der Nutzer? Was macht der Nutzer vom Heer tatsächlich mit dem System? Stimmt die Bedienung des Systems mit dessen Arbeitsweise überein, gibt es fehlende Optionen?“ Glücklicherweise sind in Munster potentielle Nutzer vor Ort. Wenn es mit der Kampftruppe vom Heer in den Gefechtsfahrzeugen raus auf den Truppenübungsplatz geht, sind die Soldatinnen und Soldaten in die praktische Testphase eingebunden. „Am Ende wollen wir der Truppe ein System mit klaren Handlungsempfehlungen übergeben können“, erläutert Kelputt. Er betont: „Wir versuchen Führungsunterstützung zu machen und nicht Führungsbelastung.“

von Martina Pump  E-Mail schreiben
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