Cyber- und Informationsraum

Cisco-Ausbildung im Erfurter ITInformationstechnik-Trainingszentrum

Cisco-Ausbildung im Erfurter ITInformationstechnik-Trainingszentrum

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Datum:
Ort:
Erfurt
Lesedauer:
2 MIN

Sechs Wochen lang fand von Mitte April bis Ende Mai im Lehrsaal des Erfurter Informationstechnikbataillons 383 eine Spezialisierungsausbildung für Netzwerk- und Systemadministratoren statt. Neben dem dienstlichen Nutzen bietet die Ausbildung den Teilnehmern auch im späteren zivilen Arbeitsleben einen Mehrwert.

Eon Soldat sitzt an einem Computer und tippt etwas auf der Tastatur.

Die Teilnehmenden lernen bewährte ITInformationstechnik-Methoden aus Industrie und Wirtschaft.

Bundeswehr/ITBtl 383

Theoretische und praktische Kenntnisse über die Implementierung von Netzwerken in kleinen und mittleren Unternehmen – so lautet das auf den ersten Blick wenig militärisch klingende Ausbildungsziel für die acht Teilnehmenden des ersten Cisco Certified Network Associate-Lehrgangs (CCNA) in Erfurt.

Zertifizierte Zusatzqualifikation für ITInformationstechnik-Administratoren

CCNA ist eine Zertifizierungshöhe der amerikanischen Firma Cisco. Als Marktführer im Bereich Switching und Routing werden die Produkte von Cisco auch in einer Vielzahl der ITInformationstechnik-Systeme der Bundeswehr verwendet. So zum Beispiel in der Informationsübertragung mit Satellitenkommunikation (SatComSatellitenkommunikation) oder in der Informationsverarbeitung mit den dezentralen Serversegmenten Einsatz (DSE).  

„Bei der Ausbildung handelt es sich um eine Zusatzqualifikation für unsere ITInformationstechnik-Admins. Alles, was sie grundsätzlich für die Arbeit an ihrem System benötigen, wird in den jeweiligen Laufbahnlehrgängen an der ITInformationstechnik-Schule vermittelt. Bei CCNA werden dagegen bewährte Methoden aus Industrie und Wirtschaft aufgezeigt, welche weltweit Anwendung finden“, erklärt Hauptfeldwebel Marco Koretz, einer der Durchführenden des Lehrgangs.

Ein Soldat arbeitet an der Verkabelung eines elektronischen Gerätes.

Bei dieser speziellen Ausbildung erhalten die Soldatinnen und Soldaten Zusatzqualifikationen die sie nach ihrer Zeit als Uniformträger weiter verwenden können.

Bundeswehr/ITBtl 383

Bedarfsorientierte Konfiguration bei der Zusammenarbeit mit zivilen Organisationen oder anderen Nationen

Eine bedarfsorientierte Konfiguration der ITInformationstechnik-Systeme und eine damit einhergehende Abweichung von der Standardkonfiguration kann beispielsweise dann notwendig werden, wenn die Bundeswehr mit zivilen Organisationen oder anderen Nationen zusammenarbeiten muss. „Besondere Lagen, wie auch jetzt im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19, haben gezeigt, dass es ausgesprochen wichtig ist, auch im Bereich der ITInformationstechnik-Unterstützung schnelle und unkomplizierte Lösungen zu finden. Der CCNA stellt hier einen wichtigen Blick über den Tellerrand dar und hilft, Denkansätze außerhalb der Norm zu entwickeln“, begründet Oberstleutnant René Becker, Abteilungsleiter der Einsatzzentrale ITInformationstechnik, die Bedeutung der Ausbildung.

Zwei Soldaten arbeiten an einem Computer.

Schnelle und effeziente Lösungsansätze im militärischen und im zivilen sind maßgeblich.

Bundeswehr/ITBtl 383

Industriezertifikat als gefragte Qualifikation im zivilen Berufsleben

Neben dem dienstlichen Nutzen kann die Ausbildung auch für die Lehrgangsteilnehmenden, die keine Berufssoldaten sind, von Vorteil sein. So bietet diese Ausbildung die Grundlage, um für ein späteres ziviles Arbeitsleben die notwendigen Industriezertifikate zu erlangen. Hierfür gibt es sogar noch einen finanziellen Anreiz für den bestmöglichen Abschluss des Lehrgangs. „Wer den Lehrgang überdurchschnittlich absolviert, erhält von Cisco einen digitalen Gutschein für eine spätere Teilnahme an einer Industriezertifizierung“, so Koretz.

Nach erfolgreich bestandenen Prüfungen übergab Oberstleutnant Lars Goßmann zum krönenden Abschluss der Ausbildung die Lehrgangszertifikate. Neben fünf Soldaten aus Erfurt erhielten auch zwei Soldaten des ITInformationstechnik-Bataillons 381 aus Storkow und einer des ITInformationstechnik-Bataillons 293 aus Murnau ihre Urkunden. Dabei bekamen sieben der acht Lehrgangsteilnehmer den Gutschein der Firma Cisco.Die CCNA Zertifizierung an sich ist nichts Neues. Die Ausbildungsform dagegen stellte eine Premiere im Thüringer Bataillon dar. „Bisher fand das Ausbildungsmodul ausschließlich durch Selbststudium und in Eigenregie über eine Lernplattform in Internet statt. In Kombination mit einer zentralen Präsenzphase konnten diesmal Fragen zu Lerninhalten sofort und unkompliziert beantwortet werden“, erklärt Koretz das neue Konzept. Für dieses Jahr ist im Erfurter Bataillon noch eine weitere CCNA Ausbildung geplant.

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Ein Soldat steht vor einem Monitor und erklärt anderen Lehrgangsteilnehmern etwas

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