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Cyber- und Informationsraum

Europäisches Verteidigungsprojekt für Cybersicherheit – Das Cyber and Information Domain Coordination Centre

Das Cyber and Information Domain Coordination Centre (CIDCC) dient der Verbesserung des Informationsaustausches sowie der Planung und Führung von EU-Operationen und EU-Missionen in Cyberangelegenheiten.

Ein Soldat an einem Rechner

Das Projekt wurde ganz und gar im Cyber- und Informationsraum aufgesetzt.

Bundeswehr/Michael Hamann

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer ständigen multinationalen Koordinierungsstelle, über die künftig unter anderem Lagebilder des Cyber- und Informationsraums für EU-Operationen und -Missionen besser abgeglichen werden können. Zum künftigen Aufgabenspektrum des CIDCC gehört auch, verfügbare Lageinformationen zu bewerten und anschließend umfassend in den militärischen Planungs- und Führungsprozess von EU-Operationen und -Missionen einzubringen. Langfristig soll das CIDCC auch CIR-Operationen planen und führen können.

CIDCC als gemeinsames europäisches Verteidigungsprojekt

Das CIDCC ist eines der jüngsten gemeinsamen Verteidigungsprojekte der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (PESCO) der EU. Deutschland hatte es 2019 – auch mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft in 2020 – in die dritte Runde von PESCO eingebracht. Koordiniert wird dieses Projekt aus dem Kommando Cyber- und Informationsraum (CIR) heraus. Neben Deutschland nehmen die Niederlande, Ungarn und Spanien teil. Beobachter sind Estland, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Polen, Portugal und Tschechien.

Nur fünf Monate bis zur Unterzeichnung

Ein Hand mit einem Stift

Das Dokument wurde am 15. Oktober 2020 unterzeichnet.

Bundeswehr/Mihchael Hamann


Das Kommando CIR hat in einem sehr kurzen Zeitraum und trotz Corona-bedingter Einschränkungen einen Konzeptentwurf erarbeitet und mit den teilnehmenden Nationen, dem Militärstab der EU (EUMS) und der Europäischen Verteidigungsagentur EDA abgestimmt. Ende September war der Entwurf fertiggestellt, sodass nur fünf Monate nach dem Kick-Off drei der beteiligten Nationen das CIDCC-Konzept am 15. Oktober 2020 unterzeichneten. Dieses sieht die Einrichtung eines Steuerungsgremiums sowie eines Projektbüros vor, die sich um den Aufbau und die Weiterentwicklung des CIDCC kümmern. Das Konzept besteht deshalb unter anderem aus den Terms of Reference, also die „Spielregeln“ für das Steuerungsgremium und das Projektbüro, einem Katalog möglicher erster Produkte und Fähigkeiten des CIDCC, einer Liste von noch offenen Punkten bzw. Weiterentwicklungsoptionen für das CIDCC sowie einem Implementation Plan. Damit hat die Bundeswehr ein bedeutendes Ziel für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2020 erreicht.

Planen und Führen von CIR-Operationen

Für Ende November 2020 ist die Anfangsbefähigung des CIDCC Projektbüros geplant, das dann vom Kommando CIR bis zu dem voraussichtlich für Ende 2023 geplanten Umzug nach Brüssel betrieben wird. Für Ende 2022 ist ein Meilenstein avisiert, bei dem die Nationen festlegen werden, wie sie sich konkret – mit Personal, Haushaltsmittel, Informationen und Fähigkeiten – in das CIDCC einbringen werden. In 2026 soll das CIDCC dann für den vollen Informationsaustausch und das Planen und Führen von CIR-Operationen bereit sein.
Das Projekt CIDCC ist bisher das erste von Deutschland koordinierte PESCO Projekt, das wegen der Corona-Lage ausschließlich per Videokonferenzen, E-Mail, Web-Portal und Telefon – also ganz und gar im Cyber- und Informationsraum aufgesetzt wurde.


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Zwei Soldaten an einem Rechner

Steckbrief CIDCC

Ein Überblick über das PESCO-Projekt Cyber and Information Domain Coordination Centre (CIDCC).

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