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Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden

Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden

  • Multinationalität
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Datum:
Ort:
Erfurt
Lesedauer:
3 MIN

Getreu dem Motto des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge fand vom 26. Juli bis zum 7. August ein Arbeitseinsatz auf den Kriegsgräberstätten Bajna und Budaörs in Ungarn statt. Acht Soldatinnen und Soldaten der vierten Kompanie des Informationstechnikbataillons 383 reisten dafür ins 900 Kilometer entfernte Ungarn, um dort gemeinsam mit ungarischen Soldaten auf den Kriegsgräberfriedhöfen zu arbeiten.

Soldaten bürsten Grabkreuze

Gemeinsam restaurieren die Soldatinnen und Soldaten aus Ungarn und Deutschland an den Grabkreuzen des Friedhofes.

Bundeswehr/ITBtl 383

„Der Arbeitseinsatz diente zur Restaurierung der Friedhofsanlagen und umfasste hauptsächlich die Konservierung von Grabkreuzen und Gedenkplatten sowie die Pflege der Grünanlagen und die Erhaltung der hölzernen Umzäunung“, erklärt Hauptfeldwebel Ronny P.. Der Kommandoführer hat als Mitglied des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Veranstaltung initiiert und organisiert. Das Besondere an diesem Arbeitseinsatz bestand unter anderem darin, dass dem Kommandoführer neben den sieben deutschen Soldaten noch weitere acht Soldaten der ungarischen Streitkräfte unterstellt wurden. Ein in diesem Rahmen noch nicht da gewesenes Projekt bilateraler Zusammenarbeit.

Reibungslose Zusammenarbeit

Zwei Soldaten unterhalten sich.

Gespräche zwischen deutschen und ungarischen Helfenden, trotz anfängerlicher sprachlicher Barrieren.

Bundeswehr/ITBtl 383

„Klar gab es zu Beginn ein paar sprachliche Barrieren, aber die haben sich relativ schnell gegeben. Die Zusammenarbeit mit den ungarischen Kameraden hat da wirklich absolut reibungslos funktioniert“, berichtet Oberstabsgefreiter W., die Teil des deutschen Arbeitskommandos war. Auf der kleinsten deutschen Kriegsgräberstätte in Bajna, gaben die bunt gemischten Gruppen trotz Temperaturen von bis zu 36 Grad im Schatten alles, um den Arbeitsauftrag zu erfüllen.

Kultur und Erholung

Nach den warmen und arbeitsreichen Tagen unter der Woche stand für die bilaterale Delegation am Wochenende Kultur und Erholung auf dem Programm. Denn sowohl in den ehemals deutschen Siedlungen als auch in der Hauptstadt Budapest waren die deutschen Soldaten gern gesehene Gäste und ließen sich durch ihre ungarischen Kameraden verschiedenste Sehenswürdigkeiten zeigen. So erhielten sie auf Einladung der Armee auch eine Führung durch das ungarische Parlamentsgebäude. Für die Entspannung sorgte der Besuch im Armeeerholungsheim der hiesigen Streitkräfte am Balaton. In die eigentlich nur für ungarische Soldaten vorgesehene Einrichtung, wurden die ITInformationstechnik-Soldaten von dessen Kommandanten persönlich eingeladen.

Die Arbeit geht weiter

In der zweiten Woche wartete in Budaörs der größte deutsche Soldatenfriedhof in Ungarn auf die 16 Soldaten. „Dieser Ort macht wirklich ehrfürchtig“, bekennt Hauptfeldwebel P. zu der Ruhestätte von rund 16.500 Soldaten des Zweiten Weltkrieges, welche hauptsächlich in der Schlacht um Budapest in den Jahren 1944 und 1945 gefallen sind. Nach zwei Wochen voller Hitze, Schweiß und jeder Menge Regen stand allen Teilnehmern trotz der Strapazen die Freude über die unvergesslichen Erlebnisse ins Gesicht geschrieben. Kulturen übergreifende Freundschaften entstanden, Geschenke wurden ausgetauscht und zur vollen Zufriedenheit aller das Arbeitsziel erreicht. Stolz, dankbar und sichtlich zufrieden zeigte sich der Kommandoführer zum Abschluss dieser Herzensangelegenheit.

Gelebte Kameradschaft

Geistliche, Politiker und Soldaten stehen hinter einem Christuskreuz.

Auch der Kommandoführer richtete das Wort an die Helfenden und bedanke sich für die ehrenvolle Arbeit.

Ungarische Streitkräfte

Doch bevor sich die deutsche Delegation wieder auf den Weg in Richtung Thüringen begab, fanden noch Gedenkveranstaltungen auf den jeweiligen Ruhestätten im Beisein hoher ungarischer Militärs und Regierungsvertreter statt. Neben den Ansprachen von Geistlichen und Politikern richtete auch der deutsche Kommandoführer Hauptfeldwebel P. das Wort an die Gäste mit einem Resümee über die vergangenen beiden Wochen. „Es war gelebte Kameradschaft in dieser ehrenvollen Arbeit, um all den Gefallenen weiterhin ein würdiges Andenken zu bewahren. Es ist eine Arbeit für all die, die das größte Opfer gaben und ihre Heimat nie mehr sahen“.

von  Informationstechnikbataillon 383  E-Mail schreiben

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