Cyber- und Informationsraum

Modernes Führen – Seminar am ZSwKBw

Modernes Führen – Seminar am ZSwKBw

  • Innere Führung
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Euskirchen
Lesedauer:
3 MIN

Im Oktober fand beim Zentrum für Softwarekompetenz der Bundeswehr (ZSwKBw) ein Seminar des Zentrums Innere Führung (ZInFüZentrum Innere Führung) innerhalb des Aktionsprogramms „Modernes Führen“ statt. Um ihre Führungskompetenz zu verbessern, nahmen 24 zivile und militärische Führungskräfte des Zentrums, vom Kommandeur bis zur Sachgebietsleitung, unter COVID-19Coronavirus Disease 2019 Bedingungen teil.

Soldaten sitzen in einem Kreis und tauschen sich aus.

Über alle Dienstgradgruppen hinweg, ob zivil oder militärisch: Alle konnten und sollten sich einbringen

Bundeswehr/Kjell Tandetzke

150 Jahre: Gleich zu Beginn des Seminars stellten die 24 Teilnehmenden fest, dass sie über einen reichen Schatz an gemeinsamer Führungserfahrung verfügen. Darauf aufbauend war das erklärte Ziel der Veranstaltung, Neues zu lernen und dem Anspruch gerecht zu werden, gute Vorgesetzte zu sein. So stellt Oberfeldwebel Patrick Rindert fest, dass die Teilnehmenden „vom ersten Moment an sehr gut einbezogen wurden und reichlich Gelegenheit hatten, eigene Erfahrungen einzubringen“.

Auf Reisen mit Leisure Tours – Menschenführung in ungewohnter Situation

Es wird eine fiktive Situation dargestellt, die andere Soldaten lösen müssen.

Im Rahmen des Planspiels eskalierte die Lage: Frustrierte Mitarbeitende drohen mit Streik sofern auf ihre Forderungen nicht eingegangen wird

Bundeswehr/Kjell Tandetzke

Der erste Tag des Seminars war dabei ganz einem Planspiel gewidmet: Dem Konzept des ZInFüZentrum Innere Führung folgend ging es darum, alle Anwesenden in für sie doppelt ungewohnte Situationen zu bringen. So war das Planspiel zum einen bewusst nicht militärisch, sondern bildete verschiedene Herausforderungen eines Luxusresorts auf einer Karibikinsel ab. Zum anderen wurde aber auch in der individuellen Rollenverteilung keine Rücksicht auf die Dienststellung im „wahren Leben“ genommen. In der „Ecoworld“ wird ein Kompaniefeldwebel schnell zum Vorstandsvorsitzenden, ein Materialbewirtschaftungsfeldwebel zum Resortleiter oder ein Kommandeur zum Heizungsinstallateur. Das Konzept geht auf, denn wie der Kommandeur des ZSwKBw, Oberst Peter Hillermann, im Rahmen des Seminars betont „gelten die Grundsätze modernen Führens in allen Bereichen gleichermaßen“. Auch das ZSwKBw mit seinen vergleichsweise flachen Hierarchien und der Betonung des Fachlichen sei hier keine Ausnahme.

Demotivation ist wie ein Liegestuhl

Anschließend konnten die Teilnehmenden aus 17 Modulen rund um das Thema Führung vier Themen auswählen, welche am zweiten Tag, aufbauend auf dem Planspiel, weiterverfolgt wurden. Als für die Teilnehmenden interessantestes Thema erwies sich dabei „Demotivationsfaktoren und Umgang mit demotiviertem Personal“. Immer wieder kehrten die Fragen zu diesem zurück: „Wie können wir verhindern – auch unbeabsichtigt – unsere Mitarbeitenden zu demotivieren? Besonders das Verhindern von „schleichender Demotivation“ hatte es dem Seminarkreis dabei angetan. „Demotivation ist letztendlich wie ein Liegestuhl“, so einer der Trainer, Oberstleutnant Tetzlaff. „Einmal drin, kommt man schwer wieder raus, so bequem wie er leider ist“. Es gehe also darum, genau solche Situationen zu verhindern und als Vorgesetzte die Verantwortung nicht nur für ein Arbeitsergebnis, sondern ganz bewusst auch für die Menschen zu akzeptieren. Schnell war hier auch wieder die Brücke zum Planspiel vom Vortag geschaffen: Aufgrund zunehmender Demotivation war dort die Lage so eskaliert, dass die Arbeit niedergelegt wurde. Zu lange waren die gespielten Charaktere von den Familien in der Heimat getrennt, zu wenig wurde das von teilweise weit entfernten Vorgesetzten berücksichtigt. Mit den Sensoren und mit dem Wissen um die Bedeutung von Demotivation ausgestattet, wurde der Vortag neu analysiert und der Schwerpunkt vom Lösen des Problems auf das vorbeugende Handeln umgelegt.

Moderne Führung, klassische Führung

Immer wieder stellten alle Anwesenden fest, dass keiner der Grundsätze neu ist. Modernes Führen ist kein anderes Führen, kein Abweichen von bewährten militärischen Prinzipien wie dem Führen mit Auftrag oder dem Führen durch Vorbild. Sich diese Grundsätze immer wieder neu vor Augen zu führen und in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation neu zu denken ist es, was Führung modern werden lässt. So schließt Oberst Hillermann auch mit den Worten, dass „Menschenführung ein permanenter Prozess ist, dem man sich immer wieder stellen muss. Wenn sich die Grundsätze auch kaum verändert haben – Anwendung und Umsetzung haben es schon. Auf der einen Seite sind wir sensibler im Umgang mit Führungsprinzipien, auf der anderen Seite ist Führung in einem komplexer gewordenen Umfeld auch vielschichtiger, als in einer klar hierarchischen Organisation“. Eine Herausforderung, der sich die die Teilnehmenden jetzt gut gewappnet und gerne im Dienstalltag stellen.

von Kjell  Tandetzke  E-Mail schreiben
Gebäude des Zentrums für Innere Führung in Koblenz

Das Zentrum Innere Führung

Das Zentrum Innere Führung wurde 1956 als Schule Innere Führung aufgestellt und ist seit 1957 in Koblenz beheimatet. 1981 erfolgte die Umbenennung in Zentrum Innere Führung. Seit 1994 ist ein Teil in Strausberg stationiert.

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