Karriere als Hubschrauberpilot

Regelmäßige Info-Tage bei den Kampfhubschraubern in Fritzlar

Regelmäßige Info-Tage bei den Kampfhubschraubern in Fritzlar

Datum:
Ort:
Fritzlar
Lesedauer:
3 MIN

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Traumberuf Offizier im Fliegerischen Dienst: Die Karriereberatung der Bundeswehr lädt mit der Aktion „Truck on Tour“ Interessierte aus ganz Deutschland zu Informationstagen zum Kampfhubschrauberregiment 36 nach Fritzlar ein, wo sie dem „Tiger“ sehr nah kommen. Doch es geht um mehr als den Job des Piloten.

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Knapp 100 Interessierte informierten sich bei den Heeresfliegern des Kampfhubschrauberregiments 36 in Fritzlar über eine Karriere als Pilot

Karrieretruck vor der Kaserne

Vor der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne bietet sich vier Mal im Jahr ein nicht alltägliches Bild: Bei dem Event „Truck on Tour” werden Interessierte vom Karrieretruck des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr bereits vorm Tor begrüßt.

Engagierte Karriereberatende empfangen dort die ersten Besucherinnen und Besucher. Joachim B. erklärt kurz: „Wir möchten hier einen interessanten Tag gestalten, damit ein möglicher späterer Arbeitsplatz live und hautnah erlebt werden kann“. Denn die moderne Personalgewinnung bietet schon vor der Bewerbung sehr konkrete Einblicke sowohl in den Standort als auch in die Tätigkeiten und Laufbahnen.

Aus dem ganzen Bundesgebiet angereist

Bei einem dieser Events kommen Interessierte für die Offizierlaufbahn im Fliegerischen Dienst aus ganz Deutschland nach Fritzlar. Sie waren in den Karrierecentern und Karriereberatungsbüros in Gesprächen darauf hingewiesen worden, einige haben sich eigeninitiativ über die Plattformen der Personalgewinnung angemeldet oder sind über Posts auf dem Instagram-Event-Kanal der Personalgewinnung auf den Tag aufmerksam geworden.

Den Angereisten wird eine Menge geboten. Wie im Flugbetrieb greifen dabei viele Hände ineinander. Der Karrieretruck ist mit Personal aus dem Karriereberatungsbüro Kassel vor Ort. Soldatinnen und Soldaten des Kampfhubschrauberregiments 36 unterstützen mit Shuttlefahrten und an jeder der Stationen des Besuchsprogramms stehen Soldaten bereit, um den Interessierten über ihren Beruf zu berichten und im persönlichen Gespräch Fragen zu beantworten.

Einblicke in einen Traumberuf

Major Silvio P., in Fritzlar für die Pilotenausbildung an den Simulatoren zuständig, erklärt den Gruppen: „Wenn Sie sich für eine fliegerische Laufbahn entscheiden, entscheiden Sie sich für die Bundeswehr. Treten Sie nur ein, wenn Sie auch zur Bundeswehr wollen. Es lohnt sich, es macht Spaß, aber es ist auch fordernd.“ Man sieht: Aufrichtige Beratung zu den Anforderungen und Gefahren des Soldatenberufs ist im Bewerbungsprozess essenziell wichtig.

Nicht weit entfernt steht Major Christian Z. in Fliegerkombi vor dem Kampfhubschrauber Tiger, den es nur an dem nordhessischen Standort gibt. „Das ist mein Arbeitsgerät“, sagt der Pilot voller Stolz zu der Gruppe junger Interessenten, die schon einmal einen Blick ins Cockpit riskieren dürfen, das künftig ihr Arbeitsplatz werden könnte.

Er erklärt das spezielle Helmsystem, in dem er Daten und Informationen direkt ins Blickfeld projiziert bekommt, er spricht über Bewaffnung, über Ausbildungszeiten und die Freude am Fliegen. Insgesamt kommen regelmäßig über 50 Interessierte, darunter auch viele Frauen, zu ihm an den Tiger. Die meisten träumen davon, Pilotin oder Pilot zu werden, und können von dem Treffen mit dem Offizier viel mitnehmen.

Vielfältige Karrierechancen im Fliegerischen Dienst

Doch Pilotin oder Pilot zu werden ist nur eine von verschiedenen möglichen Verwendungen für Offizierinnen und Offiziere in Fritzlar und insgesamt im Fliegerischen Dienst. Auch außerhalb eines Cockpits gibt es Karrierechancen als Offizier. Und Informationstage wie diese dienen dazu, die verschiedenen Berufsbilder und Karrierewege vorzustellen.

„Auf einem Militärflugplatz macht die Flugsicherung deshalb so viel Spaß, weil es sehr viele Anflüge gibt“, erzählt etwa Major P. über seinen Arbeitsplatz im Tower. Tatsächlich kommt an diesem Tag etwa alle zwei Minuten ein Tiger aus Nordwesten, setzt kurz auf dem Rollfeld auf und startet wieder in die nächste Runde. Ein anderer schwebt knapp über dem Boden. Zweieinhalb Jahre Ausbildung braucht es, um hier im Tower den Überblick behalten zu können.

Tolle Eindrücke bei den Interessenten

Malte M. konnte sich bereits umsehen und informieren. „Heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass jede einzelne Tätigkeit bei der Bundeswehr aufeinander aufbaut. Ohne Simulation kann kein Pilot ausgebildet werden und ohne die Leute, die die Piloten ausrüsten, kann der Pilot nicht fliegen. Jeder arbeitet für den anderen.“

Auch David S. hat das Angebot gerne genutzt: „Man kann sich nicht viel vorstellen unter dem Beruf Bundeswehr-Pilot, finde ich. Dass da so viel dahintersteckt, hätte ich wirklich nicht gedacht.“ Nun aber ist er begeistert: „Ich bewerbe mich auf jeden Fall. Dieser Tag hat mich überzeugt.“

von Felicia  Englmann  E-Mail schreiben

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