Funkkreis

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Datum:
Lesedauer:
11 MIN

A: Barbara Gantenbein
B: Henry Brandt                                        

(Intro Adventskalender Radio Andernach:

Eine typische Situation beim Bund beim Spieß im Büro

„Oberfeldwebel, komm mal ran jetzt! Was ist jetzt eigentlich mit der Liste für den Radio-Andernach-Adventskalender? Ich hoffe für Sie, dass Sie ganz oben auf der Liste stehen.“

„Nein, Spieß, ich habe es noch nicht geschafft, mich anzumelden.“

„Gibt es doch gar nicht! Jetzt können Sie schon mal umsonst ein geiles Messer abzocken. Aber nein, der schöne Oberfeldwebel ist mal wieder viel zu bequem dafür! Sieh zu, dass du auf die Liste kommst, zack zack!“

„Jawohl, Spieß!“)

Der Adventskalender von Radio Andernach. Jeden Tag ein neues Türchen. Jeden Tag neue Überraschungen. Anmeldungen sind bis zum 23. Dezember möglich. Der Radio-Andernach-Adventskalender. Hier hören Sie Geschenke.

A: 24 ganz besondere Überraschungen in einem sehr speziellen Adventskalender. Darum geht es in unserem heutigen Podcast. Hier ist Barbara Gantenbein, aus der Redaktion der Bundeswehr in Berlin, und ich spreche gleich mit Oberfeldwebel Henry Brandt von Radio Andernach. Es geht nämlich um den Adventskalender von Radio Andernach, und der ist seit 17 Jahren eine wirklich schöne Tradition für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Hallo, Herr Brandt.

B: Ja, schönen guten Tag.

A: Herr Brandt, was ist denn das Besondere am Radio-Andernach-Adventskalender?

B: Ja, das Besondere ist auf jeden Fall, dass wir das einzige Gewinnspiel sind, das weltweit im Radio stattfindet. Also in den Einsatzgebieten, da, wo die Bundeswehr aktiv ist. Und da haben wir so eine kleine Monopolstellung und das ist natürlich halt ein schöner Mehrwert für die Kameraden im Einsatz.

A: Ja, das kann ich mir vorstellen. Wer kann denn da alles mitmachen bei der Verlosung und wie machen die Kameradinnen und Kameraden das?

B: Also mitmachen können alle Kameraden, die in der Weihnachtszeit zwischen dem 01.12 und 24.12 in einem Einsatz sind. Also alle aktiven Soldaten, also auch alle Reservisten, die in dieser Zeit im Einsatz sind. Das richtet sich auch an die Kameraden der Polizei, die ja auch in den Einsatzgebieten teilweise unterwegs sind.  Aber Hauptzielgruppe sind natürlich unsere Männer und Frauen im Einsatz.

A: Klar. Und es ist vollkommen egal, wo die sind? Also ob die jetzt irgendwie auf einem Schiff sind oder als Militärbeobachter unterwegs oder in Mali oder Afghanistan, völlig egal, Hauptsache Einsatz?

B: Genau, Hauptsache Einsatz. Sämtliche Einheiten, also Einsätze, einsatzgleiche Verpflichtungen, seegehende Einheiten. Jeder ist quasi mit dabei und jeder kann gewinnen.

A: Okay. Also einsatzgleiche Verpflichtung bedeutet zum Beispiel, die Kameradinnen und Kameraden in Litauen sind auch dabei?

B: Genau richtig!

A: Ja wunderbar, das ist ja schön. Muss sich jeder selber anmelden und wie macht man das? Also geht das online und können Sie da so ein paar Tipps geben, oder macht das der Spieß für eine ganze Gruppe von Menschen? Wie funktioniert das?

B: Ja, das auch. Also zum Beispiel die Möglichkeiten der Anmeldung gehen zum Teil halt über unsere Facebook-Seite. Da gibt es dann ab dem 1. November einen Button, über den man uns eine Mail direkt an den Adventskalender OBK schicken kann. Oder aber über unsere Homepage. Da stehen auch noch einmal alle Teilnahmevoraussetzungen und so weiter mit dabei. Dann natürlich auch übers Radio, über die Telefonleitung. Es werden auch im November dann beginnend überall in den Einsatzgebieten Plakate hängen, wo noch einmal alle wichtigsten Infos draufstehen und da ist auch ein QR-Code mit dabei. Den kann man dann quasi einfach mit der Handykamera scannen. Da wird einem dann quasi schon eine vorgeschriebene Mail geöffnet und man muss nur noch seine Daten eingeben und die Mail dann abschicken.

A: Also das lässt sich ja wirklich gut machen dann.  Es gibt ja unglaublich viele Möglichkeiten. Super! Was kann man denn alles gewinnen?

B: Eine ganze Bandbreite. Also da sind zum einen viele Gimmicks für die Familie auch mit dabei. Das sind zum Beispiel Freikarten für Freizeitparks oder Resorts mit dabei, die man gewinnen kann, quasi für zwei, vier oder sechs Personen. Oder es sind von den Ausrüstungsherstellern Ausrüstungsartikel dabei, Gutscheine für Ausrüstungsartikel, damit man halt auch, wenn man zum Beispiel als Frau gewinnt, mit einer Größe S nicht unbedingt die XXL-Jacke bekommt oder so etwas. Man kann dann auch seine eigene Größe wählen mittels Gutschein. Es sind Spielekonsolen mit dabei, Elektroartikel wie zum Beispiel ein Internetradio, Kaffeemaschinen und so weiter, die ja dann auch im Einsatz immer ganz gerne gesehen sind.

A: Das stimmt ja. Gibt es auch einen Brotbackautomaten zufällig?

B: (Lacht)

A: Der war sehr beliebt. (Lacht)

B: Das leider noch nicht. Aber das könnte man ja vielleicht noch einmal in Angriff nehmen.

A: Ja!

B: Ansonsten halt auch Freizeitartikel und noch etwas für den Hunger zwischendurch. Da muss man halt auch immer auf das Haltbarkeitsdatum gucken. Süßigkeiten oder auch der Pudding, den man dann eben auch mal schnell in der Tasse zusammenrühren kann. Aber da ist es halt so, dass wirklich in dem Paket auch was drin ist, was sich auch lange hält und was auch den ja durchaus auch hohen Temperaturen in den verschiedenen Einsatzgebieten standhalten kann.

A: Das heißt also, man kann sich auch den Gewinn tatsächlich in den Einsatz schicken lassen?

B: Genau richtig. Wenn man gewonnen hat. Also wie gesagt, wir ziehen vom 01.12 bis zum 24.12 täglich ein Türchen und wenn jetzt zum Beispiel Türchen Nummer zwölf gewonnen hat, das wird natürlich auch im Radio und auch auf unseren anderen Kanälen bekannt gegeben. Ich melde mich dann auf jeden Fall bei dem Gewinner telefonisch. Die müssen halt bei der Anmeldung auch ihre Erreichbarkeiten im Einsatz und so weiter angeben und es besteht die Möglichkeit, sich das Paket direkt dann in den Einsatz schicken zu lassen oder aber auch an ihre Heimatadresse oder so etwas. Also da sind verschiedene Möglichkeiten möglich.

A: Also gerade bei so einem Gutschein für ein Resort oder einen Freizeitpark ist es ja sinnvoll, sich das dann nach Hause schicken zu lassen, weil man ja da, sag mal in Mali, nicht allzu viel davon hat. Aber ansonsten, die Kaffeemaschine kommt bestimmt ganz gut an im Einsatz. Das ist wahr. Wie groß ist denn die Gewinnchance? Also wie viele Leute machen da in der Regel mit und wie gut ist die Chance?

B: Also die letzten Jahre hat sich die Teilnehmerzahl immer weiter gesteigert. Letztes Jahr hatten wir über 3.000 Anmeldungen, also quasi fast jeder Einsatzsoldat, jede Einsatzsoldatin hat sich auch angemeldet. Und es sind halt 24 Paketchen für die jeweiligen 24 Tage und dementsprechend, wenn man das so grob genommen über den Daumen peilt, ist das eine Gewinnchance von 1:65.000.

A: Ich glaube das jetzt einfach, weil ich nicht so gut in Rechnen bin. (Lacht)

B: Das müsste so ungefähr hinkommen. (Lacht)

A: Auf alle Fälle ist das eine größere Chance, als wenn man Lotto spielt. Da sind wir uns, glaube ich, einig.

B: Definitiv!

A: Sehr schön! Aber das ist ja jetzt nicht alles, was Radio Andernach macht. Da gibt es ja sonst auch einiges, so für die weihnachtliche Betreuung im Einsatz. Können Sie mir da noch ein bisschen erzählen, was da so geplant ist? Und vielleicht auch, wie wichtig das ist für die Truppe, diese Brücke nach Hause.

B: Ja, also zum einen haben wir natürlich auch in der Live-Sendung täglich unsere Grüße aus der Heimat, die in den Einsatz geschickt werden, oder aber auch Grüße, die halt aus dem Einsatzgebiet in die Heimat gehen. Und das ist eigentlich so die wichtigste Brücke, die wir so einschlagen, weil man halt, klar in den heutigen Zeiten von Smartphone, Whatsapp und so weiter, schnell mal den Draht hat ins Einsatzgebiet zu seinen Lieben fern der Heimat. Aber so ein Radiogruß übers Radio, live ausgestrahlt, zusammen mit dem Musikwunsch, das ist halt doch schon mal was Schönes. Und ich selber persönlich habe in meinem Einsatz für Radio Andernach auch ein, zwei Grüße bekommen und muss halt auch sagen, das ist halt dann doch noch einmal was Besonderes, da über das Radio den Gruß zu bekommen. Und da werden nun auch gerade natürlich zur Weihnachtszeit auch im Programm verstärkt Grüße laufen.

(Einspieler:

(Gesungen: Das ist das Einsatzradio.)

Radio Andernach.

(Gesungen: Das Einsatzradio.)

Meet and Greet

(Gruppe aus Kindern trägt Gedicht vor):

Weihnachtszeit.

Im Weihnachtsstall

Im Weihnachtsstall zu Bethlehem,
da war es schrecklich unbequem.

Der Wind blies rau und eisig kalt
durch jeden Tür- und Bretterspalt.

Maria, Josef und das Kind,
die zitterten im Winterwind.

Fünf Schafe kamen von dem Feld
und haben sich dazugestellt.

Schnell rückten alle dicht an dicht,
sie fühlten so die Kälte nicht.

Mutter: Ja, mein Schatz. Dieses Jahr einmal ganz besonders, die Umstände für uns. Das erste Mal Weihnachten getrennt, aber ich denke, das rocken wir auch noch. Jetzt haben wir schon fast Halbzeit. Wir wünschen dir diesmal frohe Weihnachten.

Zuhörerin: Hallo Gabriel! Wir wünschen dir fröhliche Weihnachten und iss nicht alles auf einmal auf vom Paket und lass dir mal wieder die Haare wachsen, wie du es versprochen hast. Der Leon hat schon deutlich mehr als du auf dem Kopf! Und schöne Grüße vom Leon. Ganz dickes Kussi.)

A: Ich habe das auf dem Schiff schon miterlebt. Es hören dann halt alle zu und alle freuen sich ja mit einem, wenn man Grüße bekommt. Das ist schon wirklich toll. Was mir selbst jetzt noch nicht so ganz klar ist, wie das funktioniert? Also wie können die Daheimgebliebenen ihre Einsatzsoldatinnen und -soldaten grüßen und geht das eigentlich auch andersherum?

B: Also zum einen geht das natürlich mit Voicemail. Wir haben die Radio-Andernach-App. Darüber kann man einen Gruß abschicken. Da ist auch ein Button mit dabei, der quasi über das Smartphone gleich eine Voicemail mit aufnimmt und zu dem Gruß mitpackt. Dann kann man natürlich auch unseren Grußanrufbeantworter anrufen. Da wird man dann quasi von einer automatischen Ansage hingewiesen, welche Daten man dann alle einsprechen muss, und kann dann seine Grußbotschaft auch einsprechen. Für die, die zum Beispiel nicht selber sprechen wollen, die können uns natürlich auch einen schriftlichen Gruß schicken, und wir lesen dann die Grußbotschaft im Radio vor. Und ansonsten, wenn wir zum Beispiel die Telefonnummer aus den Daten von dem Grüßenden haben und nur eine Textnachricht von dem Gruß haben, dann ist es eigentlich gängige Praxis, dass wir dann nochmal zurückrufen und nachfragen, ob wir denn den Gruß zusammen aufzeichnen wollen. Und dann geht halt einer unserer Redakteure hinunter ins Studio, ruft da zu Hause an und wir nehmen den Gruß auf, produzieren den dann quasi fertig und setzen ihn dann in die Live-Sendung.

A: Ja sehr schön. Was war denn so der rührendste oder lustigste oder ungewöhnlichste Gruß, an den Sie sich so erinnern? Oder auch vielleicht der seltsamste Musikwunsch, der damit verbunden war? (Lacht)

B: Also Musikwünsche sind auf jeden Fall immer mal wieder seltsame mit dabei. Gerade wenn zum Beispiel zu der Zeit, wo Schni-schna-schnappi so populär war, kam halt auch von ganz vielen Kleinen, die dann halt dem Papa oder der Mama einen Gruß zugeschickt haben, kam dann quasi Schnappi als Musikwunsch.

A: Großartig! Das war auch Lieblingslied von meinem Sohn. Ich kann es, glaube ich, immer noch auswendig. (Lacht)

B: Und ansonsten gibt es Grußkarten, die im Camp ausliegen, und wir haben einen Grußpostkasten. Da kann man seinen Gruß aufschreiben, in den Kasten einwerfen. Und der wird dann täglich von unserer Einsatzredaktion geleert und da war es so, dass wir wirklich über das ganze Kontingent vom Bravo-Zug jede Woche einen Gruß drin hatten, wo jede Woche jemand anderes, mehrmals auch der Kompaniechef und so weiter, gegrüßt worden ist. Das war eigentlich schon etwas Besonderes, weil sie sich mit jedem Gruß wieder etwas Neues ausgedacht haben und man wieder etwas Neues erzählen konnte.

A: Das stimmt, das ist eine schöne Sache. Ich glaube auch, das ist auch eine wichtige Brücke nach Hause. Und man kann allen nur empfehlen mitzumachen und sich eben auch mit den anderen mit zu freuen. Das ist ja eben auch wirklich eine sehr verbindende Angelegenheit und ich glaube, der Adventskalender ist eben auch gerade zu Weihnachten etwas Wichtiges, dass man einfach so ein bisschen gute Laune behält und in einer Gegend, wo eben kein Weihnachten gefeiert wird oder wo man unter den Umständen auch nicht unbedingt Weihnachten feiern kann, ist das ja umso wichtiger. Ganz, ganz wunderbar. Vielen Dank Ihnen!

B: Ja, sehr gerne und vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

A: Ja sehr gerne. Ebenso! Na dann. Alles Gute nach Mayen und viel Erfolg mit dem Adventskalender.

B: Vielen lieben Dank!

A: Danke. Tschüss! Wer da nicht selber mitmacht, ist wirklich selber schuld. Bei uns gibt es zwar nichts zu gewinnen, aber reinhören lohnt sich ja trotzdem auch nächste Woche wieder und dann gibt es natürlich den nächsten Podcast. Bis dahin machen Sie es gut! Ich melde mich ab aus dem Funkkreis.