GEKA: Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltasten

GEKA: Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltasten

  • Umweltschutz
  • Bundeswehr
Datum:
Lesedauer:
1 MIN

Die Altlasten der Weltkriege finden sich noch immer in Deutschland. Diese gefährlichen Relikte werden auf dem Gelände der „Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten“ (GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten) in Munster von 140 Spezialistinnen und Spezialisten fachkundig und umweltgerecht vernichtet.

Auf ihrem 300.000 Quadratmeter großen Werksgelände betreibt die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten drei Verbrennungsanlagen, eine Bodenwaschanlage sowie Delaborieranlagen für konventionelle und chemische Munition. Die hochmodernen Spezialanlagen gewährleisten eine umweltgerechte Prozesskette zur nachhaltigen Entsorgung.

Eine Person in einem weißen Schutzanzug mit einer Atemschutzmaske nimmt ein Rohr aus einem Behälter mit Gefahrensymbolen

Gefährliche Relikte: Noch immer ist die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten mit der Entsorgung von Kriegsaltlasten beschäftigt.

Bundeswehr/Carl Schulze

Die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten entsorgt im Auftrag des Bundes. Einziger Gesellschafter ist das Verteidigungsministerium. Die Gesellschaft wurde 1997 gegründet und ging aus dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Schutztechnologien, ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Schutz in Munster hervor.

Im ersten Weltkrieg wurden in Munster chemische Kampfstoffe in Munition verfüllt – für den Einsatz an der Front. Im Zweiten Weltkrieg forschte die Wehrmacht dort. Erst die Bundesrepublik brach damit und verzichtete schon 1954 auf Herstellung und Anwendung chemischer Kampfstoffe.

Auch international ist die GEKAGesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten ein gefragter Partner.

von  Redaktion der Bundewehr