Podcast #62: Auf dem Weg zur WM - der Nordische Kombinierer Fabian Rießle

Podcast #62: Auf dem Weg zur WM - der Nordische Kombinierer Fabian Rießle

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Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Am 23. Februar beginnen die Nordischen Skiweltmeisterschaften. Dazu gehören Skisprung, Langlauf und die Nordische Kombination. Im Gespräch mit Barbara Gantenbein erzählt der Nordische Kombinierer Hauptfeldwebel Fabian Rießle, was er sich vorgenommen hat - und was es bedeutet, Sportsoldat zu sein.

Im Wintersport fördert die Bundeswehr erfolgreich 235 Sportlerinnen und Sportler – zwölf davon in der Nordischen Kombination. Einer von ihnen ist Hauptfeldwebel Fabian Rießle. Der Weltcuplisten-Fünfte will dieses Jahr noch einmal richtig angreifen.
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890 Sportsoldatinnen und -soldaten dienen aktuell bei der Bundeswehr – als Sportler, Trainer oder Techniker. Die Athleten unter ihnen trainieren bis zu sieben Tage die Woche, um Deutschland bei Sportwettkämpfen international erfolgreich zu vertreten. Die Bandbreite der rund 70 vertretenen Sportarten reicht dabei vom Fallschirmspringen übers Kajakfahren bis hin zum Eiskunstlauf. 15 Sportfördergruppen der Bundeswehr sind zuständig für die Führung der ihnen anvertrauten Athleten. Sie befinden in der Regel in der Nähe von Olympiastützpunkten und Leistungszentren, wo die Sportlerinnen und Sportler trainieren.

Im Wintersport fördert die Bundeswehr besonders erfolgreich 235 Sportlerinnen und Sportler – zwölf davon in der Nordischen Kombination. Einer von ihnen ist Hauptfeldwebel Fabian Rießle. Der 30-Jährige ist seit 2010 Sportsoldat und startet seit der Saison 2009/2010 regelmäßig im Weltcup. In dieser Zeit hat er sich neun Weltcupsiege im Einzel, sieben im Team, dazu Olympia-Teamgold 2018 und WM-Teamgold 2019 erkämpft.

„Ein Wintersportler wird immer Sommer gemacht“

Das sagt Fabian Rießle. Denn tatsächlich trainiert der Wintersportler im Sommer am härtesten. Um in der Weltspitze mithalten zu können, braucht es natürlich jede Menge Training. Pro Tag etwa vier Stunden, schätzt Rießle. Wobei es an harten Tagen auch schon mal sechs Stunden werden können. Im Sommer baut er seine Grundlagenausdauer auf. Den technischen Feinschliff holt er sich vor allem im Winter. Zwischen den Wettkämpfen legt der Sportsoldat aber auch großen Wert auf Regeneration.

Eine Besonderheit stellt das Sommertraining der Nordischen Kombinierer dar. So springen Rießle und seine Teamkollegen auf einer Mattenschanze, die bewässert ist. „Das ganze Ausdauertraining machen wir sehr viel mit Ski-Rollern“, erklärt Rießle im Podcast. Skiroller sind eine Mischung aus Inlineskates und verkürzten Langlaufski, die einen ähnlichen Widerstand auf Asphalt haben wie Langlaufski auf Schnee. „Da drauf legen wir ziemlich viel von unseren Grundlagenkilometern um und halt Joggen, Radfahren und natürlich Krafttraining gehören zu unserem normalen Trainingsprogramm“, fügt er hinzu.

Topfit zu den Nordischen Skiweltmeisterschaften

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf will Rießle als Weltcuplisten-Fünfter nochmal richtig angreifen. Und seine Form scheint zu stimmen. Im letzten Weltcup vor der Weltmeisterschaft konnte sich der gebürtige Breisgauer einmal Silber und einmal Platz fünf erkämpfen. „Mein Ziel ist es, auf jeden Fall mit einer Medaille aus Oberstdorf heimzufahren“, verrät er im Podcast. Doch die Konkurrenz ist ebenfalls topfit. Neben seinen Teamkollegen Vincent Geiger (aktuell Platz 2 im Weltcup) und Hauptfeldwebel Eric Frenzel (5) werden vor allem Jarl Magnus Riiber (1) aus Norwegen und Akito Watabe(3) aus Japan starke Gegner sein.

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von Martin Gärtner