Betreuungsmedien

Podcast 119: Radio Andernach – das Einsatzradio der Bundeswehr

Podcast 119: Radio Andernach – das Einsatzradio der Bundeswehr

  • Funkkreis
  • Podcast
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Von ihren Erlebnissen als Korrespondentin und Moderatorin in vielen Einsätzen berichtet Oberfähnrich Christin Rudolf im Interview. Sie erzählt, warum Radio im Einsatz eine wichtige Rolle für die Truppe spielt. Und sie berichtet von ihrem Weg als Soldatin an das Mikrofon.

Podcast-Logo "Funkkreis" und Text "Einsatzradio", dahinter eine Soldatin im Tonstudio.
Mit Herzblut dabei: Oberfähnrich Christin Rudolf erzählt, was sie als Korrespondentin und Moderatorin für Radio Andernach alles erlebt hat. Und warum der Betreuungssender der Bundeswehr so wichtig ist.
Audio-Transkription

Radio Andernach: 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche – der Betreuungssender der Bundeswehr ist rund um die Uhr weltweit im Einsatz zu hören. Soldatinnen und Soldaten produzieren Informationen aus der Bundeswehr, Deutschland und der Welt. Dazu berichten sie als Korrespondentinnen und Korrespondenten vor Ort in den Einsätzen. Mit einer Einsatzredaktion war das Betreuungsradio zuletzt in Afghanistan präsent. Beheimatet ist der Sender in der Eifel, in Mayen, beim Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr.

Traumberuf Radiomoderatorin

Von Anfang an war Radio-Machen der Traumjob von Oberfähnrich Christin Rudolf. Schon früh machte sie ein Praktikum bei Radio Andernach und wusste, dass sie genau das machen wollte. Sie lernte unter anderem, wie Interviews geführt werden und Nachrichten zu sprechen sind. Sie war siebenmal im Einsatz, davon mehrfach in Afghanistan, in Mali und in der Türkei. Und in allen Einsätzen und Reisen als Korrespondentin konnte sie spannende Eindrücke sammeln und bewegende Momente erleben.

Radio im Einsatz

Die Einsatzredaktion in Afghanistan war mit einem eigenen Studio ausgestattet, berichtet Rudolf, nur eben etwas kleiner als in der Heimat. Neben den Berichten aus Deutschland und aller Welt war ein wesentlicher Auftrag, die Moral der Truppe aufrecht zu halten. Dafür seien die Redakteure stets mit aus dem Camp gefahren, um die Kameradinnen und Kameraden im Einsatz zu interviewen und ihre Aufgaben vorzustellen. Man könne nur von Personen sprechen, wenn man wisse, wie ihr Alltag aussehe. Deswegen habe sie im Einsatz möglichst viele Camps besucht, erzählt die Radio-Andernach-Moderatorin. Ihr sei es auch wichtig zu wissen, wie die Menschen im Einsatzland ticken: „Ich wollte wissen: Worüber rede ich da?“

Bilder im Kopf des Hörers

Der Besuch zum Beispiel eines Kindergartens in Afghanistan sei so ein Gänsehaut-Moment gewesen. Die Herzlichkeit, die man dort erfahre, sei immer ein besonders schönes Erlebnis, erinnert sich Rudolf. So etwas nehme man am Ende mit. Daraus entstünden dann die Bilder im Kopf der Hörer. Die Arbeit des Redakteurs bei Radio Andernach zähle zu den Dienstposten, die mit am meisten Einblicke in andere Aufgaben ermöglichten. Wenn die Arbeit einer Wetterstation von Interesse sei, könne man dort ein Interview führen. Am nächsten Tag könne man dann eine Patrouille begleiten. „Auch deswegen liebe ich diesen Job so sehr“, sagt die Redakteurin begeistert.

Ich habe Prinz Harry kennengelernt

Mit Herzblut erzählt sie von ihren vielen Interviews. Ein besonderes Projekt sei die Begleitung der Invictus Games gewesen. Bei diesen internationalen Sportwettkämpfen treten versehrte Einsatzveteranen an, um ihre Erkrankungen und Verletzungen auch mit dem Sport zu überwinden. Ins Leben gerufen wurden die Invictus Games von Prinz Harry. Und auch ihn durfte Oberfähnrich Christin Rudolf kennen lernen. Ein besonderer Moment sei gewesen, einem Teilnehmer des deutschen Teams mitzuteilen, dass er beim Liegefahrrad-Rennen die Silbermedaille gewonnen habe. „Das begeistert mich noch heute“, gibt Rudolf zu.

Radio im Einsatz als Brücke in die Heimat

Ein wichtiges Format von Radio Andernach sind die Grüße. Selbst in Zeiten von WhatsApp & Co. schlägt der Betreuungssender damit eine wichtige Brücke in die Heimat. Jeden Tag gehen Grüße aus der Heimat für die Kameradinnen und Kameraden ein. „Da war alles dabei, von Heiratsanträgen über den Hochzeitstag, dass man sich gegenseitig gratuliert“, berichtet die Moderatorin. Zum Muttertag zum Beispiel habe es tausende von Grüßen gegeben. Die Aufgabe von Radio Andernach sei ebenfalls, die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz nicht nur zu informieren und zu unterhalten, sondern sie auch zu betreuen. Das gehöre ganz selbstverständlich dazu.

von Janet Watsen

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