Die Kraftstoffnetzwerker der Bundeswehr im Hochwasser-Einsatz

Die Kraftstoffnetzwerker der Bundeswehr im Hochwasser-Einsatz

  • Amtshilfe
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Rheinland-Pfalz
Lesedauer:
1 MIN

Fahrzeugkolonnen der Hilfskräfte sind im Hochwassergebiet unterwegs. Bagger und Kräne beseitigen die größten Schäden und räumen Straßen. Notstromaggregate sind rund um die Uhr im Einsatz. Der Bedarf an Treibstoff für Fahrzeuge und Geräte ist enorm. Doch viele Tankstellen sind beschädigt oder überlastet. Hier springt die Bundeswehr in die Bresche.

Zwei Soldaten an einem Straßentankwagen betanken ein ziviles Hilfsfahrzeug

Mit dem geschützten Straßentankwagens (STW), der mehr als 20.000 Liter fasst, betanken Soldaten die Einsatzfahrzeuge auch unterwegs

Bundeswehr

Das Hochwasser riss nahezu alles mit sich: Häuser, Brücken, Bäume und auch Tankstellen. Vor der Katastrophe musste niemand weit zur nächsten Zapfsäule fahren. Doch jetzt klaffen in dem ehemals dichten Tankstellennetz Lücken. Die Bundeswehr hilft mit mobilen Tanklagern aus. Das erspart den Einsatzkräften zeitraubende Anfahrten zu den zivilen Tankstellen in der Umgebung und entlastet diese.

Die mobile Tankstelle

Normalerweise nutzt die Bundeswehr Feldtanklager in ihren Einsatzgebieten oder in Manövern. Soldatinnen und Soldaten betanken dort ihre Fahrzeuge, wenn eine feste Infrastruktur nicht zur Verfügung steht. Angehörige des Spezialpionierregimentes 164 aus Husum bauten ein solches Feldtanklager nun im Hochwassergebiet auf. Hier werden die Fahrzeuge von Bundeswehr und Hilfskräften wie THW oder Feuerwehr mit Kraftstoff versorgt.

Vier Soldaten bei der Reinigung von 20-Liter-Kanistern

Soldaten der 2. Kompanie des Logistikbataillons 172 reinigen 20-Liter-Kanister, um sie dann an die Bevölkerung zu verteilen

Bundeswehr

Hilfe für die Bevölkerung

Aber die Soldaten und Soldatinnen stellen nicht nur Benzin und Diesel für Hilfsfahrzeuge bereit. Mit ihren Tankwagen bringt die Truppe den Kraftstoff auch zu den Menschen in den betroffenen Gebieten. Damit können sie ihre Notstromaggregate betreiben, denn noch ist nicht abzusehen, wann die Orte wieder komplett an das Stromnetz angeschlossen sein werden.

Major Christian Wolf, Pressestabsoffizier im Logistikkommando der Bundeswehr, betont, dass der Kraftstoff unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. Zivile Unternehmen haben ihn gespendet. Momentan arbeiten 45 Soldaten auf Hochtouren daran, das Kraftstoffnetzwerk aufrechtzuerhalten.


von Jan-Frederik Dammenhain und Kevin Masanneck

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