General Zorn übernimmt Schirmherrschaft über Härtefallstiftung

General Zorn übernimmt Schirmherrschaft über Härtefallstiftung

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Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

„Wir helfen Menschen“ – diesem Leitsatz ist die deutsche Härtefallstiftung verpflichtet. Sie unterstützt unbürokratisch versehrte Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten, deren Angehörige und Einzelschicksale. Seit dem 26. Oktober 2020 hat die Stiftung mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, einen neuen Schirmherren.

Gertz und Zorn halten die Urkunde in die Kamera

Der Vorsitzende der Vorstands der Härtefallstiftung, Oberst a. D.außer Dienst Bernhard Gertz, und die Stiftungsratsvorsitzende, Sabine Bastek, überreichen die Urkunde über die Schirmherrschaft an den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn

Bundeswehr/Tom Twardy

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, hat am Abend des 26. Oktobers in Berlin die Schirmherrschaft der Deutschen Härtefallstiftung übernommen. Als die Stiftung im Verlauf des Jahres mit diesem Anliegen an ihn herantrat, hat Zorn sich, ohne zu zögern, dafür entschieden: „Mein Herz war sofort offen dafür“, sagte der oberste Soldat der Bundeswehr. Er unterstütze aus tiefer Überzeugung die segensreiche Arbeit der Stiftung. Für ihn sei es selbstverständlich, denjenigen den Rücken zu stärken, die sich für Radarstrahlenopfer, Einsatzgeschädigte sowie anderweitig geschädigte zivile und militärische Angehörige der Bundeswehr und der ehemaligen NVANationale Volksarmee einsetzen.

Übernahme verlief anders als geplant

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation fand die Veranstaltung zur Übernahme der Schirmherrschaft in einem kleinen Rahmen statt. Stellvertretend für den gesamten Vorstand der Stiftung übergaben der Vorstandsvorsitzende, Oberst a. D.außer Dienst Bernhard Gertz, und die Stiftungsratsvorsitzende, Sabine Bastek, die Urkunde an Zorn und bedankten sich für sein Engagement: „Wir halten es für wichtig, dass der ranghöchste Soldat die Schirmherrschaft übernimmt“, sagte Gertz. Umgekehrt würdigte Zorn die unermüdliche Arbeit der Stiftung, insbesondere die unbürokratische Hilfe für versehrte Soldatinnen und Soldaten und deren Angehörige, denen auf Grundlage bestehender Regelungen und Gesetze nicht geholfen werden kann.

Zorn und zwei weitere Personen stehen in einem Veranstaltungssaal

Gerneral Zorn, Oberst a. D.außer Dienst Gertz und Sabine Bastek tauschen sich über die Stiftungsarbeit aus

Bundeswehr/Tom Twardy

Knapp zehn Millionen Euro seit 2012 ausgezahlt

Die Bundesrepublik Deutschland hat die Deutsche Härtefallstiftung 2012 als Treuhandstiftung eingerichtet und mit einem Stiftungsvermögen ausstattet. Seit dem 31. Juli 2015 ist sie eine rechtsfähige Stiftung des Bürgerlichen Rechts und erhält aus dem Bundeshaushalt jährliche Zuwendungen als Verbrauchsvermögen in Millionenhöhe. „Zum Ende dieses Jahres werden knapp 1,7 Millionen Euro an Härtefälle ausgezahlt“, informierte Gertz den Generalinspekteur. Insgesamt wird damit die Schallmauer von nunmehr zehn Millionen Euro ausgezahlter Unterstützungsleistungen seit Gründung der Stiftung überschritten werden.

Leitsatz: Wir helfen Menschen

Die Härtefallstiftung hilft Menschen, die durch ihren Dienst für die Bundeswehr, die ehemalige NVANationale Volksarmee oder die Bundeswehrverwaltung eine gesundheitliche Schädigung erlitten haben. Sind sie dadurch in eine wirtschaftliche Notlage geraten, gelten sie als Härtefall. Das Angebot gilt darüber hinaus auch für Angehörige und Hinterbliebene. In weiteren besonderen Einzelfällen kann ebenfalls eine Unterstützung erfolgen, wenn diese dringend geboten ist.

Zorn im Gespräch mit Oberst a. D. Bernhard Gertz

„Mein Herz war sofort offen für die übernahme der Schirmherrschaft”, sagte Zorn zu den anwesenden Vertretern der Deutschen Härtefallstiftung.

Bundeswehr/Tom Twardy

„Wir müssen die Menschen erreichen“

Als frisch gekürter Schirmherr bittet Zorn alle Angehörigen der Bundeswehr, die Deutsche Härtefallstiftung in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich bekannt zu machen. „Wir müssen die Menschen erreichen“, sagt auch Vorstandsvorsitzender Gertz. Hilfsbedürftige Kameraden und Kameradinnen sowie die zivilen Beschäftigten der Bundeswehr können sich bei Bedarf direkt an die Härtefallstiftung wenden.

von Redaktion der Bundeswehr