Gemeinsam für mehr Gleichberechtigung

QueerBw – was ist das?

QueerBw – was ist das?

  • Menschen
  • Betreuung und Fürsorge
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
2 MIN

Der Arbeitskreis Homosexueller Angehöriger der Bundeswehr (AHsAB) heißt seit 2020 QueerBw. Der Verein ist seit 2002 die Interessenvertretung der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Angehörigen der Bundeswehr.

Logo_QueerBw
QueerBw

Lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich oder intergeschlechtlich sind Hinweise auf die sexuelle Identität. Auch bei der Bundeswehr gibt es queere Personen. Queer ist die für jedwede Ausprägung gewählte Selbstbezeichnung nicht-heterosexueller Menschen. Und warum auch nicht? Warum sollte der allzu oft zitierte Satz „Spiegelbild der Gesellschaft“ auch nicht bei diesem Thema richtig sein? Fakt ist, dass gemäß § 1 des Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) es u.a. heißt: Eine Benachteiligung aus Gründen der sexuellen Identität, zu verhindern oder zu beseitigen ist. Dies ist auch das Ziel der Interessenvertretung QUEERBw. Mit der Studie „Tabu und Toleranz“ des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr und der Rehabilitierung diskriminierter Soldatinnen und Soldaten, wurden bereits große Schritte getan. Nun heißt es den Weg weiter fortzuführen, um weiterhin für mehr Offenheit und Sensibilität einzustehen, um eine neue Normalität aktiv zu gestalten.

Leutnant Sven Bäring

Leutnant Sven Bäring, Vorsitzender von QueerBw.

Bundeswehr/Tom Twardy

Benachteiligungen verhindern oder beseitigen

Aus gut wird besser. Aus AHsAB wird QUEERBw und bietet allen Angehörigen der Bundeswehr, die sich aufgrund ihrer sexuellen Identität Diskriminierung ausgesetzt fühlen, eine gemeinsame Anlaufstelle. Das ist auch der Grund zur kürzlich durchgeführten Namensänderung. Da es aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr „nur“ um homosexuelle Soldaten geht. Denn der Begriff „Queer“, wird inzwischen als Sammelbegriff für alle Personen, die nicht der heterosexuellen Geschlechternorm entsprechen, verwendet. Weil er sich auch dadurch auszeichnet, dass er sich nicht scharf gegenüber anderen Identitäten abgrenzt.

Ziele dieser Interessenvertretung sind u.a. aktiv gegen Diskriminierung vorzugehen, feindselige Gesinnungen innerhalb der Bundeswehr abzubauen, und zwar mittels Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung in allen Bereichen der Streitkräfte. Erklärtes Ziel ist hier der weitere Ausbau des Diversity Managements, damit es in Zukunft noch besser möglich ist, dass kompetente Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in den Anlaufstellen für queere Menschen in der Bundeswehr zur Verfügung stehen.

von Thomas F. Eschweiler

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