Veranstaltungsbericht

Verloren und doch gewonnen

Verloren und doch gewonnen

  • Familienbetreuung
  • Betreuung und Fürsorge
Datum:
Ort:
Leipzig
Lesedauer:
3 MIN

Am Ende stand es 1:2 gegen die Rasenballer aus Leipzig. Doch obwohl das Bundesligafußballspiel für die Leipziger gegen den 1. FCFußballclub Union Berlin verloren ging, war es doch ein Gewinn für die 150 Angehörigen, die am Samstag, den 23. April 2022, die Informations- und Betreuungsveranstaltung des Familienbetreuungszentrums (FBZFamilienbetreuungszentrum) Leipzig besuchten.

Für die erste Informations- und Betreuungsveranstaltung in Präsenz in diesem Jahr bekamen die Angehörigen der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz etwas Besonderes geboten. Das FBZFamilienbetreuungszentrum Leipzig hatte es geschafft, für diesmal rund 150 Fußballfans, den Besuch inklusive Genuss der Stadionatmosphäre eines Erstliga-Fußballspieles zu organisieren.

Ein Soldat steht mit Mikrofon in einem großen Zelt und begrüßt die sitzenden Gäste

Immer wieder ein besonderer Moment: die Begrüßung und der Empfang der Gäste

Bundeswehr / Anton Schwenke

Bevor es jedoch ins Stadion zum Fußballspiel ging, erwartete die Gäste noch ein interessantes Programm. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Familienbetreuungszentrums Leipzig, Oberstabsfeldwebel Conrad Döring, inklusive der Vorstellung des Teams und der anwesenden Netzwerkpartner, wurde es kurz unruhig im Zelt. „Bulli“ das Maskottchen der Roten Bullen war erschienen. Groß und Klein hatten ihre Freude. „Bulli“ verteilte Autogramme und stand den Gästen für Fotos zur Verfügung. Die Überraschung war gelungen. Und so ging es dann gut gelaunt für alle in die Mittagspause. Die Truppenküche der General Olbricht Kaserne hatte Nudeln mit Wurstgulasch zubereitet. „Nudeln gehen immer!“, sagte Max B., Sohn eines Soldaten, der sich zur Zeit bei der Einsatzmission in Litauen befindet.

Zwei Gäste lassen sich mit dem Maskottchen von RB-Leipzig fotografieren, während die anderen warten.

Selfie oder Gruppenfoto mit Bulli gefällig?

Bundeswehr / Anton Schwenke

Pünktlich um 13:00 Uhr waren alle Gäste zurück im Vortragszelt. Nun kam Lieutenant Colonel Robert Edger zum Zug. Robert Edger ist der britische Verbindungsoffizier im Ausbildungskommando der Bundeswehr Leipzig. Er erzählte den Anwesenden wie die britischen Streitkräfte Familienbetreuung handhaben. Neben einigen Parallelen zum deutschen System, sind die Unterschiede hier doch erheblich. Das ist unter anderem dem geschuldet, dass die Einsatzzeit der britischen Soldatinnen und Soldaten meist mehr als zwölf Monate beträgt.

Ein britischer Offizier steht vor einem Pullt und spricht zu den sitzenden Gästen

Wie funktioniert Familienbetreuung bei den britischen Streitkräften? Lieutenant Colonel Robert Edger klärt auf.

Bundeswehr / Anton Schwenke

Nun war es soweit. Die Busse waren vorgefahren und hatten Aufstellung genommen. Stabsfeldwebel Heiko Stehr, stellvertretender Leiter des Familienbetreuungszentrums Leipzig, bat zum Gruppen- und Erinnerungsfoto. Dann hieß es Einsteigen und der Konvoi mit den „Fußballfan-Familien“ fuhr zur Red Bull Arena Leipzig. Ein kurzer Fußweg, dass Durchqueren der Sicherheitszone und der zugewiesene Sektor im Stadion war erreicht. Dann war es 15:30 Uhr und das Spiel begann.

Blick in ein vollbesetztes Fussballstadion aus einm der oberen Ränge.

„Ein volles Haus“

Bundeswehr / Heiko Stehr

Vor 45.770 Zuschauern begann vor allem Leipzig verhalten. Die Initiative übernahm zunächst Union Berlin. Erst gegen Mitte des ersten Durchgangs verlagerte RB das Spiel mehr in die Unioner Hälfte, ohne sich jedoch erwähnenswerte Chancen zu erspielen.
Nach der Pause kam Leipzig mit viel Elan aus der Kabine. Yussuf Poulsen nutze seine Chance und schoss das 1:0 für Leipzig.  Die Führung gab den Gastgebern die Energie, ihr Tempo und den Druck zu erhöhen. In den letzten zwanzig Minuten nahm die Partie nochmal an Intensität zu. Die Berliner drückten wieder stärker vors Tor der Leipziger.
Und so erzielten die Unioner in der 86. Minute den nicht unverdienten Ausgleich. Das Spiel drehte letztendlich in Minute 89. Nach einem sehenswerten Spielzug schoss der eingewechselte Kevin Behrens den 2:1 Siegtreffer für die „Eisernen“ aus Berlin.

Blick von den Rängen des Stadions auf das Spielfeld

Das Spiel blieb bis zur letzten Minute spannend

Bundeswehr / Heiko Stehr

„Leider hat Leipzig verloren.“ sagt Herr M., dessen Sohn derzeit im afrikanischen Mali eingesetzt ist. „Aber am Ende war es doch ein tolles Erlebnis. Die Atmosphäre hier im Stadion zu erleben ist einfach unbeschreiblich, gern haben wir dafür den Anreiseweg aus Görlitz in Kauf genommen.“

Mit der Rückfahrt in die Kaserne endete dann auch dieser wunderbare Veranstaltungstag.
„Unser besonderer Dank gilt dem Verein „RasenBallsport Leipzig e. V“., der es ermöglicht hat, dass wir das Fußballspiel sehen konnten. Das uns „Bulli“ in der Kaserne besucht hat, wird vor allem den Kindern in Erinnerung bleiben. Mein Team und ich wünschen der Mannschaft viel Erfolg für die kommenden Spiele im DFBDeutscher Fußball-Bund-Pokal und in der Europa League.“, fasste Döring am Ende zusammen.

von Heiko Stehr

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