Betreuung

„Die spinnen, die Römer“ - aber durchorganisiert

„Die spinnen, die Römer“ - aber durchorganisiert

  • Familienbetreuung
  • Betreuung und Fürsorge
Datum:
Ort:
Wiesbaden
Lesedauer:
2 MIN

Es war Samstag mitten im Juli, als der Leiter des Familienbetreuungszentrums Wiesbaden die Teilnehmer begrüßte. Nach einer kurzen Einweisung in den geplanten Tagesablauf folgte der Informationsanteil in den Räumlichkeiten des Familienbetreuungszentrums und anschließend stand dem Antritt einer Zeitreise zu den Römern nichts mehr im Wege.

Das Kleinkastell Pohl war ein römisches Grenzkastell des Obergermanischen Limes.

Das „Limeskastell“ in Pohl - ein imposanter Fußabdruck der Römer mit ihren klaren Strukturen, die sich auf Zivilisation und militärische Präsenz auswirkten

Bundeswehr/Jagusch

Nachdem der Ausblick auf die Folgeveranstaltung zum Freilichtmuseum Hessenpark abgeschlossen war, konnten sich die Gäste unmittelbar vor dem Informationsanteil, noch in den Räumlichkeiten des Familienbetreuungszentrums, am reichhaltigen Frühstückbüffet bedienen. In dieser Zeit bereitete sich Stabsfeldwebel Florian K. auf seinen Vortrag zum Thema „Einsatzvorrat und Verpflegung“ vor. Nun, wo jeder Teilnehmer seine Stärkung vor sich hatte, konnte der Vortrag beginnen. In diesem informierte er über die verschiedenen Bevorratungspläne von A, B, C und N und ging hierbei auf jeden einzelnen Plan genauer ein. Zusätzlich wurde der logistische Aufwand erörtert, welcher hinter der Versorgung mit Verpflegung im Einsatz steckt und wir in der nachfolgenden Zeitreise zu den Römern noch wiedererkennen sollten. Ergänzend wurde den Teilnehmenden der Auftrag und die Aufgaben ihres Familienbetreuungszentrums vermittelt, da einige der Anwesenden erstmalig Kontakt mit der Familienbetreuungsorganisation an diesem Tag hatten.
Zeitgleich traf der Bus ein, um zügig die Fahrt nach Pohl zum Limeskastell sicherzustellen. Dort angekommen wurde sich zunächst nach „römischer Art“ gestärkt. Die Gäste ließen sich verschiedene Gerichte aus der Epoche der Römer schmecken. Nach dem Mahl wurden die Gäste in die Basilica geführt, auf dem Weg erhielten sie vorab Hintergrundwissen zur Geschichte. Von der Basilica aus wurden verschiedene Punkte im Kastell angelaufen, wobei als Highlight der Führung der Wachturm des Kastells herausstach. Dieser war damals 24/7 immer mit Soldaten besetzt und diente der Rundumbeobachtung und zur Weitergabe von Nachrichten per Fackelsignale an den nächsten Turm. In diesem befand sich im Kellergeschoss ein Lager für Lebensmittel, welches zugleich als Kühlschrank diente.
Der thematische Bogen schloss sich also mit dem Thema Verpflegung und dessen militärische Bewachung. Als Parallele zur heutigen Zeit konnte festgehalten werden, dass bereits zu Zeiten der Römer an alles gedacht wurde und sich dies auch auf heutige Einsatz- und Verpflegungsplanungen nachhaltig auswirkt.

von Florian  Koch

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