Militärbischof Overbeck besucht Sanitätskommando in Weißenfels

Militärbischof Overbeck besucht Sanitätskommando in Weißenfels

  • Katholische Militärseelsorge
  • Militärbischof
Datum:
Ort:
Weißenfels
Lesedauer:
2 MIN

Zukunft heißt Veränderung

Der Katholische Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat sich bei seinem Besuch beim Sanitätskommando in Weißenfels offen über Sanitätsdienst, Seelsorge und Veränderungsprozesse in beiden Bereichen mit dem Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt, seinem Stellvertreter, Generalarzt Dr. Bruno Most und Soldaten ausgetauscht. Dabei wurden Parallelen im Dienst an den Menschen und bei Überlegungen zum zukünftigen Sanitätsdienst und der Katholischen Militärseelsorge angesprochen. „Bei allen Veränderungen ist es wichtig, Wirksamkeit zu erzeugen“, betonte Bischof Overbeck“.

Militärbischof Overbeck im Gespräch mit Dr. Stephan Schmidt und Dr. Bruno Most

Im Rahmen seines Truppenbesuches traf der Kath. Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Kommandeur des Kommandos Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt und seinen Stellvertreter Generalarzt Dr. Bruno Most.

KS / Doreen Bierdel

Immer für die Soldaten dienen

Vor dem noch frischen Eindruck, dass die letzten Bundeswehrsoldaten der Mission Resolute Support Dienstagnacht aus Afghanistan herausgeflogen waren, nutzte Bischof Overbeck die Gelegenheit, im Seelsorgebereich in Weißenfels zu erfahren, was die Sanitäterinnen und Sanitäter an Aufgaben, Ergebnisseen und Belastungen erleben. Dazu erhielt er eine Einweisung von Generalstabsarzt Dr. Schmidt und Generalarzt Dr. Most. Für Schmidt sind „die Veränderungen im Zusammenhang mit dem Prüfauftrag des Eckpunkte-Papiers“ Grund, sich intensive Gedanken über die Auswirkungen auf die Truppe zu machen. „Der Sanitätsdienst ist schließlich immer für die Soldatinnen und Soldaten da“.

Die Wirkung auf die Menschen

Hier schloss Bischof Overbeck an. Er fragte nach, wie sich Planungen auf die Soldaten auswirke. Er verglich sie mit den Überlegungen der Kirche, bei größeren und räumlich weiter auseinanderliegenden Pfarreien über die zukünftige Organisation und die Strukturen nachzudenken. „Vielleicht ist die Digitalisierung hierbei hilfreich“, stellte Overbeck in den Raum.

Die Belastung gemeinsam bestehen

Auch die Corona-Pandemie kam zur Sprache und zeigte, wie eng die Katholische Militärseelsorge und der Sanitätsdienst verflochten sein können. „Viele Soldaten waren auf Intensivstationen eingesetzt, erläuterte Generalstabsarzt Schmidt. „Sie mussten auf dem Höhepunkt der zweiten Welle auch das Sterben miterleben“, erklärte er nachdenklich. Bischof Overbeck hatte dies im Februar dieses Jahres schon bei einem Besuch im Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin erfahren. Erfreut erfuhr er, dass in Weißenfels deshalb die Militärseelsorge dankbar aufgenommen werde: „Starke Kleinkirchengruppen sind gut betreut. Das stärkt“, lobte Schmidt die gute Verbindung. Bestätigung erhielt er vom Katholischen Standortpfarrer Clemens Dzikowski und dessen Pfarrhelfer Christian Heindl.

von Norbert Stäblein

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