Mann der ersten Stunde in Andernach

Mann der ersten Stunde in Andernach

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Generalmajor a. D.außer Dienst Adalbert von der Recke war einer der ersten Soldaten der Bundeswehr. Er kam 1955 ein paar Tage zu spät, bekam einen falschen Dienstgrad und begann zusammen mit ehemaligen Wehrmachtssoldaten seinen Dienst. Mit seinen 90 Jahren blickt er auf die Zeit zurück und kann behaupten, alles richtig gemacht zu haben.

Generalmajor a. D.außer Dienst Adalbert von der Recke, Zeitzeuge der ersten Stunde, erinnert sich, wie es mit der Bundeswehr vor 65 Jahren begann.

Zur Feier des 65-jährigen Jubiläums der Bundeswehr hat Radio Andernach einen Zeitzeugen interviewt: Generalmajor a. D.außer Dienst von der Recke, ehemaliger Kommandeur des Zentrums Innere Führung. Er erzählt uns von dem Beginn der Bundeswehr und den ersten Stunden in Andernach.

Nachdem er mit 14 Jahren den Zweiten Weltkrieg überlebte, wünschte er sich nichts mehr als Veränderung. Niemals wieder sollte ein solches Schreckensregime herrschen wie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Von der Recke begann nach weiteren harten Jahren in Deutschland seinen Dienst bei der Polizei. Als er erfuhr, dass Deutschland eine Armee aufstellen würde, quittierte er den Polizeidienst, um ein Teil der Armee zu werden. So kam er ein paar Tage später in Andernach an, der Wiege der Bundeswehr, wo alles begann. Ohne richtige Uniform, ohne Sanitäter und ohne zu wissen, was kommen mag, trat er mit ehemaligen Wehrmachtssoldaten seinen Dienst an. Er wurde einer der ersten Panzerschützen der Bundeswehr.

Zu seinen damaligen Kameraden pflegt er bis heute guten Kontakt – jährlich wird sich getroffen! Zu verdanken hat man das dem „Geist von Andernach“, denn nirgendwo zuvor hatte er mehr Kameradschaft verspürt als in Andernach. Und diese Kameradschaft endet laut Generalmajor a. D.außer Dienst von der Recke lediglich mit dem Tod des Soldaten. Zusammen brachten Sie etwas großes Zustande und machten aus der Bundeswehr das, was sie heute ist.

von Alina Nonnenmacher  E-Mail schreiben